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Anzeige gegen den spanischen Kommentator Antonio Maestre wegen Hass gegen Venezolaner
In Spanien wurde gegen Antonio Maestre Anzeige wegen eines mutmaßlichen Hassdelikts gegen das venezolanische Volk erstattet. Das Gesetz könnte sich nun gegen seine Verfechter richten.
Antonio Maestre wegen mutmaßlichen Hasses gegen Venezolaner angezeigt
Zuerst war es ein Kommentar, dann die Anzeige, nun das Gericht. Antonio Maestre, ein in Spanien langjährig präsenter Journalist und Analyst, sieht sich mit einer Klage wegen eines mutmaßlichen Hassdelikts gegen das venezolanische Volk konfrontiert. Die Nachricht hat eine Front wiedereröffnet, die allen Seiten unangenehm ist.
Die doppelte Lesart einer unbequemen Anzeige
Die erste Reaktion derjenigen, die die spanische Politik verfolgen, ist zwiespältig. Ein Lager feiert den Dämpfer als logische Konsequenz: Wenn der Straftatbestand verabschiedet wurde, um feindselige Rede gegen Gruppen zu bestrafen, ist niemand immun – auch nicht diejenigen, die ihn vorangetrieben haben. Die Genugtuung ist offensichtlich; manche fassen es in einem jener Ironien zusammen, die wehtun: „Wenn das Verbrechen davon abhängt, wer man ist, ist niemand sicher."
Die andere Lesart ist düsterer. Für einen Teil der Analysten zeigt diese Art von Anzeige die Gefahr eines Straftatbestands mit verschwommenen Konturen. Man argumentiert, dass das sogenannte „Täterstrafrecht" – die Anwendung des Gesetzes je nach Person – das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz bricht und dass jeder Hass-Tatbestand am Ende gegen die eigenen Befürworter verwendet wird. Die Meinungsfreiheit, so heißt es, dürfe nicht von der politischen Ausrichtung des Sprechenden abhängen.
Täterstrafrecht oder Schutz von Gruppen?
Zwischen beiden Positionen bleibt die unbequeme Frage: Ist dies ein solider Fall oder eine strategische Nutzung der Gerichte? Die Antwort liegt derzeit bei der Staatsanwaltschaft. Und das ist an sich schon Teil des Problems: Das Gesetz, das die Schwächsten schützen sollte, ist zu einem weiteren Wurfgeschoss geworden.
Die verstörende Tatsache: Derselbe rechtliche Mechanismus, den manche als Schutz der Unterdrückten bejubelt haben, wird nun gegen einen der ihren eingesetzt. Kein Lager bestreitet die Existenz des Straftatbestands; strittig ist nur, wer den Wächter bewacht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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