Die Migrationskrise in Ceuta wird nicht als bloßer Grenzübertritt, sondern als komplexe, von außen gesteuerte Geheimdienstoperation dargestellt, die darauf abzielt, die spanische Politik zu destabilisieren und spezifische geopolitische Interessen zu bedienen.
## Die Operation Ceuta: Mehr als nur eine Grenze
Die Situation in **Ceuta** Ende August und Anfang September 2026 wurde kritisch. Tausende Menschen, ohne Dokumente oder Mittel zum Leben, befanden sich im Stadtgebiet der autonomen Stadt. Der erste Eindruck war die eines massiven Ansturms mit Individuen, die unvorbereitet schienen und auf sofortige Hilfe vertrauten. Das Inkrafttreten des **Europäischen Pakts über Migration und Asyl (PEMA)**, der diese Prozesse beschleunigen sollte, wurde durch die Komplexität der Rückführungen überschattet. Die Idee der "heißen Zurückweisungen" wurde als härtere Maßnahme diskutiert, doch die Realität erwies sich als vielschichtiger. Viele Ankömmlinge beantragten Asyl unter Berufung auf Verfolgung in ihren Herkunftsländern. Beweise deuteten jedoch darauf hin, dass sie von ihren eigenen Polizeikräften an die Grenze gebracht worden waren, was Abschiebungsverfahren erheblich erschwerte. Wenn diese Asylanträge jahrelang blockiert würden, wäre der spanische Staat gezwungen, sie freizulassen, was ihnen oft den Weg auf das **Festland** ermöglichte. Eine sofortige Ablehnung war möglich, aber die anschließende Abschiebung hing von der Kooperation **Marokkos** oder der Bereitschaft der Migranten zur freiwilligen Ausreise ab. Das Fehlen einer Einigung führte zu einem rechtlichen Schwebezustand, der sowohl die Weiterreise aufs Festland als auch die Arbeit in Ceuta verhinderte, was improvisierte Siedlungen und fortgesetzte Nahrungsmittelhilfe prognostizierte. Es wurde geschätzt, dass nach zwei Jahren die Erlangung legaler Aufenthaltsrechte den Umzug aufs Festland ermöglichen würde.
## Die unsichtbaren Fäden hinter der Krise
Der Unmut über die Ereignisse in Ceuta war verständlich, durfte aber keine rationale Analyse verdecken. Die Krise präsentierte sich weder als Zufallsereignis noch als Ergebnis verzweifelter hungernder Menschen, die Schutz suchten. Es wurde auf "Drahtzieher" mit klaren Agenden verwiesen, deren Basen nicht in Afrika lagen. Die Hauptthese legte nahe, dass das Ziel dieser "Geheimdienstoperation" nicht die militärische Besetzung Ceutas durch Marokko war, sondern ein strategischer Zug zur Beeinflussung des Ergebnisses der spanischen Wahlen. Man rechnete damit, dass eine harte Haltung der spanischen Regierung interne Kritik im pogre Flügel der **PSOE** auslösen und Stimmen marokkanisch-stämmiger Staatsbürger kosten würde. Umgekehrt könnte eine weiche Haltung den zentristischen Teil derselben Partei entfremden. Solche Aktionen, als "Krieg niedriger Intensität" bezeichnet, wurden mit Ereignissen wie dem **Arabischen Frühling** oder dem **Euromaidan** verglichen, ihre Wurzeln reichten jedoch bis 1975 in die Westsahara zurück. Das Dreieck **Washington-Rabat-Tel Aviv** tauchte als Schlüsselspieler auf. Die Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Westsahara durch **Donald Trump** im Dezember 2020, ein Schritt gegen die UN-Position, wurde im Juli 2026 bekräftigt. Die wichtigste Autobahn Marokkos in die Sahara, die "Donald Trump Highway", symbolisierte diese Allianz. Israels Beteiligung zeigte sich durch die Software **Pegasus**, israelischen Ursprungs und lizenziert vom dortigen Verteidigungsministerium. Spannungen zwischen der spanischen Regierung und der Trump-Administration, einschließlich der Weigerung, Militärbasen für Angriffe auf den Iran bereitzustellen, Handelsdrohungen und die Bezeichnung Spaniens als "schrecklicher Verbündeter", zusammen mit Meinungsverschiedenheiten mit Israel und der Aktivität der Lobbygruppe **Acom**, rundeten das Bild eines komplexen und manipulierten politischen Szenarios ab.
## Der Einfluss von Lobbys und die spanische Politik
Journalistische Recherchen wiesen auf marokkanische Geheimdienste als Ursprung hin, doch die Theorie ging weiter. Die klare Einbindung von **Abdellatif Hammouchi**, Chef der marokkanischen Polizei und Geheimdienste, sowie von **Fouad Ali El Himma**, Vertrauter von König **Mohammed VI**, bei der Lockerung der Grenzkontrollen wurde hervorgehoben. Allerdings wurde vermutet, dass die Befehlskette über den marokkanischen Monarchen hinausreichte. Der **CNI** hatte lediglich nachgewiesen, dass es in den Vorwochen eine Desinformationskampagne über WhatsApp-Gruppen gab, die suggerierte, dass die Einreise per See automatisch Aufenthaltserlaubnis garantiere. Diese Erzählung, zwar nicht ganz falsch bezüglich der Erleichterung von Einreise und Aufenthalt unter bestimmten Bedingungen, wurde als Manipulationsinstrument dargestellt. Den Anweisungen zufolge hätten diese nicht nur Mohammed VI erreicht, sondern auch spanische Politiker wie **Feijóo** und **Abascal**, die aus verschiedenen Positionen heraus versuchten, die Situation wahltaktisch zu nutzen. Die Intervention von **Javier Milei**, Präsident Argentiniens, mit Aussagen über "Hasslehren" und den "Ersatz" der Spanier, fügte sich in die Rhetorik ein, die Spaltung erzeugen sollte. Ein Schlüssel Dokument in dieser Analyse war ein Interview mit **David Hatchwell** beim Kanal **PragerU**, gegründet von dem orthodoxen Zionisten **Dennis Prager**, mit der Interviewerin **Marissa Streit**, die die US-amerikanische und israelische Staatsangehörigkeit besitzt. **Hatchwell** hätte über seinen Einflussbereich **Acom** Wahlkämpfe in Israel finanziert und offen seine Agenda erklärt, die spanische Politik zugunsten **Israels** zu beeinflussen. Sein Einfluss erstreckte sich auf den Kauf von Advertorials in Medien und seine Nähe zu Politikern wie **Díaz Ayuso** und **Martínez-Almeida**. Die Liste der Preisträger des Or Janucá-Preises, verliehen von der Jüdischen Gemeinde Madrid, enthielt Namen wie **José María Aznar**, **Esperanza Aguirre**, **Alberto Ruiz-Gallardón**, **Díaz Ayuso** und **Martínez-Almeida**, was das Netzwerk und Hatchwells Einfluss auf die Madrider Politik belegte.
## Die Antwort der Regierung und die Zukunft Spaniens
Das Handeln der spanischen Regierung wurde in diesem Kontext als kalkulierte Reaktion interpretiert, um physische Schäden zu vermeiden, den Imageschaden zu minimieren und Kritik wegen übermäßiger Rechtsstaatlichkeit statt wegen des Gegenteils zu ernten. Es wurde argumentiert, dass Spanien nicht invadiert werde, Ceuta nicht verloren gehe und die Wirtschaft gesund sei. Die Lösung für die Grenzanlagen-Angriffe in Ceuta liege laut dieser Perspektive nicht darin, den Interessen von **Acom** nachzugeben, Immobilienblasen aufzublähen, Löhne zu senken, sich in Kriege einzumischen oder essenzielle Ressourcen zu privatisieren. Zwar wurde die Notwendigkeit gesetzlicher und politischer Änderungen zur Stärkung der Grenzicherheit anerkannt, doch betont, dass die **Europäische Union** solche Maßnahmen bereits vorsehe und Präsident **Sánchez** sich diesen nicht widersetze. Die Sorge konzentrierte sich darauf, dass Spanien nicht zu einem "Argentinien" werde, das sein Land an ausländisches Kapital verkaufe und einen Präsidenten habe, der sich externen Interessen beuge. Es wurde argumentiert, dass wahrhaft patriotische Parteien in Spanien von Grund auf antizionistisch sein müssten und jene, die Anweisungen aus **Israel** erhielten und fremde Interessen über eigene stellten, nicht als Patrioten gelten könnten. Die interne Säuberung bei **Vox**, die kritische Figuren aufgrund ihrer Haltung zum Zionismus entfernt haben soll, wurde als Zeichen dieses externen Einflusses gewertet, was sogar zur Abwanderung früherer Wähler führte. Die Lösung der Krise in Ceuta war gewünscht, aber nicht um den Preis, Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, wie etwa die Attentate von Atocha, die kontroverse Figuren an die Macht katapultierten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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