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Aktien in kleinen Paketen verkaufen: Gebühren fressen Gewinne
Eine Methode mit angeblich 3,1 % Tagesgewinn verkauft kleine Aktienpakete; Neuberechnungen zeigen Verluste nach Gebühren.
Tägliche Börsengewinne verschwinden, wenn Gebühren berücksichtigt werden
Drei FCC-Aktien für 42 Euro verkauft, vom Autor als Gewinn-Einkommen gebucht. Ein Architekt mit krisenbedingt gesunkenem Einkommen verteidigt diese Anlagestrategie und behauptet, seit drei Jahren täglich Marktgewinne zu erzielen: Kaufen bei Unterstützung, Teilverkäufe bei Kursanstiegen, Portfolio-Rotation nach 3–4 Verkäufen. Das Konzept, genannt "Mädchen spielen", verspricht 3 % bis 5 % monatlich, solange spanische Aktien steigen.
Die Methode: Kaufen bei Unterstützung, Verkauf in Teilpaketen
Drei Voraussetzungen: bullischer Markt, günstiger Preis im Vergleich zu den letzten Wochen, keine schlechten Nachrichten wie Kapitalerhöhungen. Verkäufe erfolgen nicht auf einmal: Kleine Pakete werden liquidiert, der Rest gehalten, bis 3–4 Ausstiege abgeschlossen sind. Dann alles verkaufen und neue Werte suchen.
Risikokriterien untermauern diese Rotation. Zu langes Verweilen in einem Wert multipliziert das Risiko und erschwert die Kapitalrückgewinnung, da jeder Teilverkauf weniger Aktien zum Nachkaufen lässt. Übliche Werte sind Banken —Sabadell, BBVA— und defensive Aktien wie DIA, Ebro, Acerinox. Marktreferenz: IBEX um 11.100/11.200 Punkte.
Buchführung, die Verluste in Gewinne verwandelt
Hier liegt das Problem. Das ankommende Geld ist kein Operationsgewinn: Kauf- und Verkaufsgebühren müssen abgezogen werden. Kritiker kommen zu einer gegenteiligen Schlussfolgerung als der Autor. "Weltweit ist Gewinn Umsatz minus Kosten; Sie ignorieren Gebühren- und Verkaufskosten. Daher ist es kein Gewinn", fasst ein Einwand zusammen.
Die Arithmetik schmerzt. Gegen deklarierte +119 Euro zeigt die Rekonstruktion −82 Euro, unter Annahme der günstigsten fehlenden Daten. Eine weitere Überprüfung eines Portfolios von 6.028 Euro mit 2.580 Aktien zu 2,335 Euro weist kumulierte Verluste von 10,72 Euro gegenüber der Anfangsinvestition aus. Die vollständige Aufschlüsselung lässt keinen einfachen Ausweg.
Wie viel kosten Gebühren beim Verkauf von 45 Euro Aktien?
Teilliquidierung zieht fixe Kosten nach sich, die sich bei kleinen Verkäufen nicht verdünnen. Beispiel: Liquidierung von 45 Euro gegen Zahlung von 6 Euro plus Börsengebühren macht die Operation vor Beginn negativ. Tarife spanischer Bankbroker: 5 Euro bis 2.000 Euro, 10 Euro zwischen 2.000–20.000 Euro, 10 Euro plus 0,25 % darüber, ohne Börsengebühren.
Mit diesen Zahlen verdampft ein Zehntel Euro pro Aktie. Eine andere Berechnung reduziert das Ergebnis einer BBVA-Position (2.296 Aktien): Der reale Gewinn betrug 32,52 Euro, nicht die angekündigten 46,8 Euro, ohne Depotgebühren/Börsenabgaben. Schlussfolgerung: Das System schützt die Rentabilität nicht, es zerstört sie.
Der Tag, an dem seine Frau in FCC feststeckte
Ein häuslicher Fall illustriert die Verteidigung der Methode. Zwei Personen kaufen dasselbe FCC-Paket zum gleichen Preis. Eine Person verkauft zweimal und schließt mit 3,21 % Gewinn in 24 Stunden ab, das volle Kapital zurück. Die andere wartet auf einen einzigen Verkauf bei 16,80 Euro in Erwartung mehr und bleibt hängen, als der Kurs dreht.
Zentrales Argument für Teilausstiege: Maximale Sicherheit statt Rendite suchen; wenige Tage am Markt reduzieren unvorhersehbare Exposition. Andere Tage verzeichnen FCC-Verkäufe von 3, 192, Restposition, BBVA-Ausstieg mit 52 Euro nach Gebühren, Paket mit 79 Euro Erlös, Sabadell geschlossen bei 2,555 Euro mit 6 Euro Verlust. Liquidität wird als Werkzeug beansprucht, um bei Marktfall nachzukaufen.
Grundlegende Zweifel: System oder Kasino mit länger haltbaren Chips?
Die härteste Kritik bestreitet die Prämisse, nicht die Zahlen. "Das ist kein System, es ist eine Art, dass die Chips im Kasino länger halten", warnen Skeptiker und mahnen Anfänger, geldverlustige Operationen nachzuahmen, die Intermediären zugutekommen. Antwort: Die Methode ist nicht originell, wird von Sparern mit größeren Beträgen genutzt und funktioniert in anhaltenden Bullenmärkten.
Annualisierte Arithmetik hilft nicht: Wenn 3,1 % täglich mit 365 Tagen multipliziert werden, ergibt sich 1.131,5 %, eine absurde Zahl, die die Gefahr der Extrapolation täglicher Renditen zeigt. Einige geben zu, dass Trading nicht einfach ist; regelbasierte Systeme hören auf zu funktionieren, wenn der Markt die Richtung ändert.
Der Autor deklariert +119 Euro. Die Neuberechnung ergibt −82 Euro. Mit beiden Zahlen geht die Debatte weiter zwischen überzeugten Praktikern und Lesern, die nur Gebühren sehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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