Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren dominieren den 8M-Marsch in Callao
Ab welchem Alter geht man zu einem Marsch am Internationalen Frauentag (8M)? Der Vormittagsaufruf zog die Gran Vía hinauf und erreichte Callao. Dort bestand der vordere Teil des Zuges laut Augenzeugen größtenteils aus Mädchen, die noch nicht volljährig waren: zwischen 12 und 16 Jahren, mit Stimmen, die klangen wie Kinderstimmen. Lila Flaggen, Plakate, viel Farbe und Rufe wie „Hier sind wir Feministinnen“ oder „Feministische Antifaschistinnen“. Die Demonstration blockierte die Gran Vía seit den frühen Morgenstunden, während der große Nachmittagsmarsch noch nicht gestartet hatte. Der 8M scheint offenbar in Schichten organisiert zu sein. Die These, die das Thema eröffnet, ist eindeutig: Sie werden bereits in der Schule rekrutiert.
So verlief der Vormittagsmarsch zum 8M in Callao
Ein langer, intensiver Zug mit lila Flaggen, verschiedenen Plakaten und einem Repertoire an Parolen, die das „Heteropatriarchat“ als Hauptfeind benannten. Die Mobilisierung besetzte die Gran Vía den ganzen Vormittag über, und ihre Spitze erreichte Callao. Zur gleichen Zeit hieß es, dass der zweite, größere Aufruf noch nicht begonnen habe. Dies ist keine Ausnahmeerscheinung: Am 8M finden den Tag über verschiedene Kundgebungen mit unterschiedlichem Publikum statt. Das Bemerkenswerte hier war das Alter derer, die den Zug anführten. Mädchen. Keine erwachsenen Frauen.
Warum nehmen Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren am 8M teil?
Viele Empörungen konzentrieren sich darauf, dass Jugendliche organisiert auftreten, mit gelernten Plakaten und Parolen. Eine Strömung führt dies auf Rekrutierungsarbeit in Schulen zurück, wobei Schulmaterial, Aktivitäten und institutionelle Symbole als Vehikel dienen. Andere sehen darin bloßes jugendliches Angeben: Mädchen, die den Unterricht schwänzen, weil sie können, und weil es nichts kostet, sich dem lauten Tagesausflug anzuschließen. Wieder andere erinnern daran, dass Jugendliche seit Jahrzehnten nach Identifikationsfiguren suchen, ohne dass dies eine externe Steuerung beweist. Was keine der Versionen liefert, ist die Grundzahl: Wie viele Schülerinnen nahmen teil, wie viele fehlten im Unterricht und wie viele Schulen waren beteiligt? Ohne diese Zahl bleiben alles nur Eindrücke vom Straßenrand.
„Mein Arbeitgeber ermutigte mich zum feministischen Streik“: Der 8M am Arbeitsplatz
Hier erscheint das konkreteste Zeugnis. Ein Teilnehmer berichtet, dass er eine Nachricht seines eigenen Arbeitgebers erhalten habe, die ihn ermutigte, einen feministischen Streik zu unterstützen, einschließlich einer Vorwarnung an seinen Vorgesetzten, damit dieser einen Ersatz finde. Die begleitende Überlegung: Seit wann fördert ein Unternehmen, dass seine Belegschaft streikt? Auf dieser Basis wird behauptet, dass hinter den Aufrufen bezahlte Aktivisten in unsichtbaren Positionen stehen und dass viele Teilnehmerinnen Studierende sind, die sich das Fernbleiben leisten können. Es ist ein ungeprüfter Verdacht — was geboten wird, sind Indizien, keine Buchführung —, aber es erklärt, warum das Thema aufhört, wie ein Nachmittag mit Plakaten zu wirken, und anfängt, nach Struktur zu riechen.
„Klassisches Marxismus“-Paradigma: Die Parallele zur chinesischen Kulturrevolution
Im ideologischsten Abschnitt wird der 8M als Neuauflage einer kulturellen Offensive gelesen: Der Klassenkampf verlagert sich auf die sens Ebene, mit der chinesischen Kulturrevolution und den Roten Garden als Spiegelbild. Die Jugendlichen jener Epoche werden als Jäger von Dissidenten beschrieben, und gewarnt wird, dass man hier denselben Weg gehe, ohne jedoch die damaligen Ausmaße zu erreichen. Es sind Analogien. Niemand legt ein Programm, eine Richtlinie oder ein Dokument vor, das die Parallele über die Methoden hinaus stützt — Parole, Gruppendisziplin, Druck auf Schweiger —, die andererseits fast jeder Massenbewegung des letzten Jahrhunderts eigen sind. Das Etikett „kommunistisch“ wird hier auf das gesamte Paket angewendet, nicht auf eine nachgewiesene Mitgliedschaft irgendjemandes.
Das Schild „KellnerIN gesucht“, das live im TV lief
Einer der Episoden mit der größten Reichweite war eine Live-Übertragung aus einer Bar, die nur von Frauen betrieben wurde — die Inhaberin und drei Angestellte —, wo im Blickfeld der Kamera ein Schild mit „KellnerIN gesucht“ hing. Im Lokal selbst wurde dies als Beweis dafür gefeiert, dass dort keine Diskriminierung herrsche. Der herangezogene Kontrast ist eine Bäckerei, die, wie erinnert wird, tatsächlich wegen einer Stellenanzeige in männlicher Form beanstandet wurde. Die Asymmetrie, falls bestätigt, ist das gesamte Argument. Und sie lässt eine unbequeme Frage offen: Verfolgt die Norm die Sprache oder verfolgt sie je nachdem, wer sie schreibt?
Wer finanziert den 8M: Die These ohne Beweise
Am extremsten Verschwörungstheoretischen Ende wird der Impuls des militanten Feminismus einer externen Finanzierung zugeschrieben, mit internationalen Banken und Marxismus als Teile eines Plans, europäische Gesellschaften von innen zu spalten. Es sind Behauptungen ohne einen einzigen Beweis, und dies muss klar gesagt werden: Es gibt kein Dokument, keine buchhalterische Spur und keine Untersuchung, die sie stützt. Sie werden als Meinung formuliert und bleiben auch so. Zudem kollidiert dies mit einem Detail, das in derselben Diskussion erwähnt wurde: Dass eines der größten Vermögen des Landes sich als feministisch deklariert hat, in einem Leitmedium. Wenn Feminismus ein antikapitalistisches Projekt wäre, wäre dieses Detail überflüssig; wenn es etwas anderes ist, passt es allzu gut.
Es bleibt das Foto: Die Spitze des Marsches in Callao, Gymnasiastinnen, lila Flaggen und ein zweiter Aufruf, der auf seinen Einsatz am Nachmittag wartet. Niemand hat eine Zahl dazu geliefert. Und ohne Zahl ist das Einzige, was am 8M verifizierbar ist, dass die Schichten funktioniert haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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