Abascal wirft Parlament Förderung illegaler Migration vor

Abascal kritisiert die Zustimmung des Kongresses zur Regularisierung von Migranten als Förderung illegaler Einreise; Deutschland kündigt Massenabschiebungen an.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Abascal wirft Parlament Förderung illegaler Migration vor
Kongress und Vox streiten über die Regularisierung hunderttausender Migranten

Eine Plenarsitzung, eine Abstimmung und eine Anschuldigung, die für ein ganzes Programm steht. Der Congreso de los Fruta (spanisches Parlament) unterstützte die Volksinitiative, die den Weg für die Regularisierung hunderttausender Migranten ebnet, woraufhin Santiago Abascal dem Parlament vorwarf, «illegale Migration zu fördern». Von der Junta de Castilla y León ging Vizepräsident Juan García-Gallardo noch weiter: Er will wissen, ob die Regierung «durch öffentliche Subventionen den illegalen Menschenhandel erleichtert». Die Regularisierung ist längst kein humanitäres Thema mehr. Sie ist zum Grabenkampf geworden, und jede Seite wählt ihre Munition.

Von der Zustimmung des Parlaments zur Anschuldigung der Förderung illegaler Migration

Die Spanische Bischofskonferenz forderte PSOE und PP auf, eine allgemeine Regularisierung für eine halbe Million «ausgeschlossener» Personen voranzutreiben, die ihrer Meinung nach in einem rechtsfreien Raum leben. Auf der anderen Seite verteidigte Ministerin Rego die Regularisierung von 500.000 Migranten als «eine Frage der Gerechtigkeit und absolut machbar». Dazwischen warf die Madrider Präsidentin Isabel Díaz Ayuso der Regierung vor, unkontrollierte irreguläre Migration zu fördern, «um Probleme zu fabrizieren». Nächstenliebe, Recht oder Wahlkalkül: Jeder wählt seinen eigenen Grund.

Innenminister Fernando Grande-Marlaska bezeichnete die Behauptung, dass Migration das Land destabilisiere, als «Fake News». Das unbequeme Detail ist jedoch, dass seine eigene Regierung in Berichten der Seguridad Nacional (Nationale Sicherheit), darunter zwei aktuelle Dokumente aus dem Präsidialamt, das Gegenteil vertritt. Einer nennt es Fake News, was andere unterschreiben.

Wie viel öffentliches Geld fließt an NGOs, die die Aufnahme organisieren?

Der Streit um die Zahlen hat ein eigenes wirtschaftliches Kapitel. Ein Social-Media-Post behauptet, dass eine der Organisationen, die mit Asylbewerbern arbeiten, im Jahr 2022 mehr als 108 Millionen Euro an öffentlichen Geldern erhalten habe, verteilt auf das Ministerio de Inclusión (Ministerium für Inklusion) und verschiedene Gleichstellungsämter. Parallel dazu wird der Regierung vorgeworfen, der NGO, die vom Vater ihres Wirtschaftsberaters geleitet wird, mit mehr als 60 Millionen Euro belohnt zu haben. Diese Daten kursieren in denselben Kreisen, die Audits fordern.

Und hier entsteht der politische Kurzschluss: Die PP stimmte im Europäischen Parlament gegen die Initiative der Fraktion Patrioten, subventionierte NGOs zu prüfen, und schloss sich damit der Linken an. Für alle, die eine Zange gegen die Ausgaben erwartet hatten, ist das Ergebnis ein seltsames Unentschieden.

Drei Berichte zur Nationalen Sicherheit und die Warnung von Von der Leyen

Wo die offizielle Rhetorik von Fake News spricht, warnen die Papiere vor Risiken. Drei Berichte der Seguridad Nacional warnen vor einer möglichen feindlichen Nutzung irregulärer Migration gegen Spanien; die neue Maritime Sicherheitsstrategie weist auf das Risiko hin, dass «staatliche Akteure» «unkontrollierte Wellen» nutzen könnten, um zu destabilisieren. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, räumte schriftlich ein, dass eine Massenregularisierung illegaler Migranten «die europäische Sicherheit gefährdet».

Das Kapitel Terrorismus erhöht die Spannung. Das Innenministerium überwacht 178 mutmaßliche Terroristen von Daesh und Al-Qaida, wobei 65 von ihnen bereits als zurückgekehrt nach Spanien registriert sind, laut den verfügbaren Informationen. Ein erfahrener Polizei-Analyst fasst es mit einem unbequemen Satz zusammen: Die Terroristen der Zukunft leben bereits unter uns. Mit diesem Material auf dem Tisch ist Regularisierung nicht mehr nur Bürokratie.

Lohndumping: Das Argument, das kaum jemand ins Plenum bringt

Hier liegt die wirtschaftliche Paradoxie der Angelegenheit. Das potenziell unbequemste Argument gegen die offizielle Erzählung – dass irreguläre Migration die Löhne der am wenigsten qualifizierten Arbeitnehmer drückt – taucht in der öffentlichen Debatte kaum auf. Einige argumentieren, dass dieses Lohndumping die beste Waffe gegen eine unkontrollierte Regularisierung sei und der offiziellen Rhetorik die Antwort nehme; dagegen spricht, dass Abascals Partei dies bereits mehrfach genutzt hat, auch wenn die großen Medien es nicht verstärken.

Ein häufig ignoriertes Detail, so diese Argumentationslinie: Wer ohne Papiere arbeitet, zahlt auch keine Sozialversicherungsbeiträge, was die Schattenwirtschaft vergrößert und legale Beschäftigung hemmt. Wer glaubt, dass dies nur Großzügigkeit ist, sollte besser auf den Lohnzettel des Nachbarn schauen.

Deutschland verschärft Abschiebungen, während Spanien weg sieht

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz sagte es ohne Nuancen: «Wir müssen in großem Maßstab abschieben.» Berlin will die Ausweisung ausländischer Straftäter beschleunigen und hat Bargeldleistungen für Asylbewerber abgeschafft, um das Land weniger attraktiv zu machen; stattdessen werden Debitkarten ausgegeben. Die Botschaft ist klar: Kein Bargeld, weniger Pull-Faktor.

Der Kontrast fällt auf. Während Deutschland härter durchgreift, bearbeitet Spanien Regularisierungen und diskutiert, ob sie ratsam sind. Es kann sein, dass beide Strategien in derselben Europäischen Union koexistieren, ohne sie zu sprengen. Es kann aber auch sein, dass eine Seite die politischen Kosten der anderen trägt.

Bleibt die Zahl, die jene verwirrt, die noch glauben, es gehe um abstrakte Solidarität. Spanien erhielt 2023 mehr Einwanderer als Frankreich, Italien, die Niederlande und Dänemark zusammen, und Prognosen deuten darauf hin, dass die Bruttoankünfte erneut 1,1 Millionen überschreiten werden. Kanarische Inseln sagten es unverblümt: Man kann nicht solidarisch mit Illegalität sein. Mit diesen Zahlen klingt Abascals Schlagzeile nicht mehr wie eine Entgleisung, sondern eher wie eine Beschreibung. Man muss diskutieren, ob sie zutrifft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (263 Antworten).

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