Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Abascal setzt Ortega Smith und Buxadé ab und macht Garriga zum alleinigen VP
Santiago Abascal wählt Ignacio Garriga zum alleinigen Vizepräsidenten von Vox und degradiert Ortega Smith sowie Buxadé zu ordentlichen Mitgliedern.
Abascal degradiert Buxadé und Ortega Smith und setzt Garriga an die Spitze
Santiago Abascal hat seine Kandidatur für die Wiederwahl als Vorsitzender von Vox bekannt gegeben. Mit einer Liste, auf der Ignacio Garriga zu seinem wichtigsten Vertrauten wird, übernimmt dieser die Rolle des alleinigen Vizepräsidenten der Partei, ein Amt, das er mit dem des Generalsekretärs kombinieren wird. Dieser Schritt entzieht zwei Namen, die bisher als interne Gegengewichte galten, der Führung: Javier Ortega Smith und Jorge Buxadé werden zu ordentlichen Mitgliedern (vocales) degradiert. Die von cadenaser.com vorab gemeldete Nachricht löst heftige Debatten über die Zukunft der Partei aus.
Was sich in der Vox-Führung ändert
Diese Verschiebung ist nicht nur kosmetisch. Garriga vereint die alleinige Vizepräsidentschaft und das Generalsekretariat in seiner Hand – eine Machtkonzentration, die ihn praktisch zum natürlichen Nachfolger macht, sollte Abascal zurücktreten. Ortega Smith, der ehemalige Fallschirmjäger, der durch seine aggressiven Auftritte bekannt wurde, und Buxadé, das ideologischste Profil der Partei, rücken mit einem Sitz als ordentliche Mitglieder in den Hintergrund. Einige lesen darin eine Hinwendung zu einem seriöseren und weniger lautstarken Vox, um die Mitte-Rechts-Wähler anzusprechen; dem steht das Argument gegenüber, dass die harte Basis diesen Schachzug als Aufweichung interpretiert.
Die wahrscheinliche wahltaktische Berechnung
Die optimistischste Sichtweise innerhalb der Partei besagt, dass die Erneuerung darauf abzielt, das Wählerpotenzial nach den jüngsten Verlusten zu vergrößern. Das pessimistische Szenario geht vom Gegenteil aus: dass Vox seinen Zenit erreicht hat und beginnt, der Zerfall von Ciudadanos zu ähneln. Ein Analyst fasst es schroff zusammen: „Mit diesem Führungsteam hat VOX sein Limit erreicht und geht bergab.“ Ein anderer merkt an, dass sie „die Gründungsmitglieder opfern und jetzt 'Proge' werden“, mit der Warnung, dass sie bei den nächsten Wahlen „schon Glück haben, wenn der Algorithmus ihnen 10 Sitze gibt“. Der Vergleich mit der ehemaligen orangefarbenen Partei erscheint mehrfach und ist kein Zufall.
Unmut in der harten Basis
Der Unmut kommt nicht nur von außen. Ein Teil der Wählerschaft, die sich mit der Partei identifiziert, kritisiert den Kurs hin zu einem, was sie als „domestiziertes“ Vox empfinden. Der häufigste Vorwurf ist, man sei „wie alle zu einwanderungsfreundlich“ geworden und habe mit der PP (der konservativen Volkspartei) Kompromisse geschlossen, die man früher bekämpfen wollte. Der Satz, der diese Enttäuschung zusammenfasst: „VOX hat schon vor langer Zeit an Biss verloren; man wählt sie nur noch, weil sie trotz allem das geringere Übel sind.“
Die internationale Flanke und die außenpolitische Wende
Eine weitere Kritik richtet sich gegen die internationale Positionierung. „Abascals fanatische Unterstützung für den Genozid in Gaza hat viele seiner Wähler verunsichert“, behauptet eine Analyse, die beklagt, die Chance verpasst zu haben, eine neutrale Position zu wahren. Die zugrunde liegende These ist, dass die Positionierung „auf der Seite der Verbrecher seinen Kritikern recht gibt“. Dies ist ein Argument, das unter denen, die die internationale Politik als zuvor ignorantes Wahlhindernis sehen, stark kursiert.
Verschwörungstheorien und interner Krieg
Wie zu erwarten war, befeuert die Ankündigung verschiedene Theorien. Einige sehen in der Vertreibung von Ortega Smith eine von innen orchestrierte Operation: „Ortegas theatralische Spielchen in der Ferraz (dem PP-Hauptquartier) waren gegen Abascal gerichtet“, wird argumentiert, da er „der Einzige war, der seine Führung infrage stellen konnte“. Diese Fraktion kommt zu dem Schluss, dass die Führung beschlossen hat, die Manege zu räumen, bevor der Zirkus den Dompteur frisst. Andere gehen weiter und sprechen von kontrollierter Dissidenz: „5 Jahre patriotischer Reaktion, die in einer Sackgasse kanalisiert wurden."
Was vom ursprünglichen Projekt bleibt
Die Frage, die über allem schwebt, ist, ob Vox für diejenigen, die es 2019 gewählt haben, noch wiedererkennbar ist. Die Profile, die gehen oder abgeschwächt werden, waren diejenigen, die in harten Zeiten das Gesicht zeigten; die Aufsteigenden sind die Verwalter. Das Paradoxon ist, dass die Partei, die versprach, das politische Spielfeld aufzumischen, am Ende ihre Stühle mit der Liturgie eines jeden etablierten Apparats neu ordnet. Und die beunruhigende Tatsache: Während die Führung sich neu aufstellt, dreht sich die Diskussion nicht mehr darum, wie sehr Vox wächst, sondern wie lange es dauert, bis es verschwindet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (101 Antworten).
Laut Forenberichten verweigert Vox-Chef Abascal ein Interview mit dem Journalisten Jiménez Losantos, was die wachsende Distanz zwischen der Partei und den rechten Medien unterstreicht.
Iker Jiménez thematisiert in einer Live-Sendung den Kulturkampf in Europa mit Fokus auf Frankreich; das YouTube-Video unterliegt einer Altersbeschränkung.