58 chinesische Migranten sterben bei heimlicher Reise von China nach Großbritannien

Am 18. Juni 2000 erstickten 58 chinesische Migranten in einem Kühllastwagen in Dover. Der Fahrer Perry Wacker wurde wegen Totschlags verurteilt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Achtundfünfzig chinesische Migranten erstickten im Juni 2000 im hinteren Teil eines Kühllastwagens in Dover. Der Fahrer, Perry Wacker, wurde wegen seiner Rolle bei dem Transport vor Gericht gestellt und verurteilt.

In den frühen Morgenstunden des **18. Juni 2000** erreichte ein Kühllastwagen aus Zeebrügge (Belgien) den Hafen von **Dover** im Südosten Englands. In dem versiegelten Anhänger befanden sich 60 Personen chinesischer Herkunft. Als die Hafenarbeiter die Türen öffneten, fanden sie 58 Erstickte und zwei Überlebende. Es ist eine der schlimmsten Tragödien im Zusammenhang mit irregulärer Einwanderung, die sich im **Vereinigten Königreich** ereignet haben.

## Die Reise, die in Fujian begann

Die meisten Opfer stammten aus der Provinz **Fujian** im Südosten Chinas. Dort operierten Netzwerke, die hohe Summen für die Organisation der Reise nach Europa und Nordamerika verlangten. Die Opfer hatten Beträge gezahlt, die laut späteren Ermittlungen **20.000 US-Dollar** pro Person übersteigen konnten, oft finanziert durch Familienschulden.

Die Route führte meist über mehrere Länder und Verkehrsmittel. Der letzte Abschnitt in einem geschlossenen Container ist der gefährlichste: Ohne Belüftung steigen Temperatur und Kohlendioxidgehalt schnell an. In diesem Fall dauerte die Fahrt von **Zeebrügge** nach **Dover** nur einige Stunden – genug, damit die Luft ausging.

## Der Prozess gegen Perry Wacker

Der Fahrer des Lastwagens, der Niederländer **Perry Wacker**, wurde festgenommen und im Vereinigten Königreich vor Gericht gestellt. Im Jahr **2001** wurde er unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Förderung illegaler Einwanderung verurteilt. Die Anklage führte an, dass er die Belüftung des Anhängers geschlossen hatte und die Bedingungen des Transports kannte.

Der Fall richtete die Aufmerksamkeit auf die Menschenschmuggelnetzwerke, im Polizeijargon „Schlangenköpfe“ genannt. Diese Organisationen arbeiten grenzüberschreitend und kassieren pro geschmuggelter Person. Mehrere Mitglieder der Netzwerke wurden in den folgenden Jahren in verschiedenen Ländern festgenommen und verurteilt.

## Was danach geschah

Die Tragödie von **Dover** führte zu Überprüfungen der britischen und europäischen Hafenkontrollen. Zugleich stieg der Druck auf die Schmuggelrouten von Asien nach Europa. Im Jahr **2019** erschütterte ein ähnlicher Fall das Land erneut: 39 vietnamesische Menschen starben in einem Container in Essenses.

Die Behörden weisen darauf hin, dass sich diese Netzwerke schnell an die Kontrollen anpassen. Das Geschäft mit der illegalen Schleusung bewegt nach Schätzungen internationaler Organisationen weltweit Milliarden pro Jahr. Die Opfer sind meist Menschen, die Arbeit suchen und Geld an ihre Familien schicken.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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