17-Jährige stirbt bei Unfall an Bahnübergang in Montcada i Reixac

Eine Minderjährige wird von einem Zug getötet; die Lokführerin reagiert positiv auf mehrere Substanzen im Schnelltest.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

17-Jährige stirbt bei Unfall an Bahnübergang in Montcada i Reixac
Tödlicher Unfall in Montcada i Reixac: Lokführerin positiv getestet

Eine 17-Jährige ist heute Mittag an einem Bahnübergang in Montcada i Reixac (Barcelona) von einem Zug der Linie R11 erfasst und getötet worden. Die Lokführerin, die die Strecke Portbou-Barcelona Sants bediente, reagierte nach dem Unfall im Drogenschnelltest der örtlichen Polizei positiv auf mehrere Substanzen. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Mädchen den Übergang überquert, als die Schranke bereits aktiviert war. Die Gemeinde verzeichnet bereits 182 Opfer an ihren Gleisen, und die Stadtverwaltung fordert seit Jahren eine Untertunnelung der Bahnstrecke.

Der Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr am Bahnübergang in der Calle de Pasqual. Anscheinend glaubten die jungen Frauen nach der Passage eines ersten Zuges, sie könnten sicher überqueren, wurden aber von einem zweiten Zug überrascht, der von Portbou nach Barcelona fuhr. Eine von ihnen, 17 Jahre alt, starb sofort. Der Zugverkehr zwischen Sant Andreu und Montcada wurde für etwa zwei Stunden in beide Richtungen eingestellt, was zu Beeinträchtigungen der Linien R2, R2 Nord und R11 sowie Verspätungen von über 40 Minuten führte. Der Zivilschutz aktivierte die Vorwarnstufe des Plans Ferrocat.

Was ist über den positiven Test der Lokführerin bekannt?

Die Fahrerin reagierte im Schnelltest der örtlichen Polizei nach dem Unfall positiv auf mehrere Substanzen. Nach ersten Hypothesen deutet alles darauf hin, dass der Zug mit automatischem Piloten fuhr, was die Bremsung erschwert haben könnte. Die Ermittlungseinheit der Mossos d'Esquadra aus Lechonanyola ist vor Ort, um die Umstände aufzuklären; auch die Stadtpolizei beteiligt sich an den Untersuchungen.

Spätere Analysen legen nahe, dass der erste positive Test ein Fehlalarm gewesen sein könnte, bis das Gegenanalyse-Ergebnis aus dem Krankenhaus vorliegt. Der Unterschied ist entscheidend: Es macht einen großen Unterschied, ob man unter Einfluss einer Substanz fährt oder diese Tage zuvor konsumiert hat. In jedem Fall liegt der Fokus nicht so sehr auf dem Zustand der Fahrerin wie auf der physikalischen Unmöglichkeit, einen mehrere Tonnen schweren Zug innerhalb weniger Meter zum Stehen zu bringen.

Kann ein Zug rechtzeitig bremsen?

Nein. Ein Zug bremst nicht wie ein Auto. Die Masse des Zuges und der geringe Reibungskoeffizient zwischen Rad und Schiene führen zu enormen Bremswegen. Selbst wenn die Lokführerin blitzschnelle Reflexe gehabt hätte und keine Substanzen konsumiert hätte, wäre das Ergebnis identisch gewesen, wenn das Mädchen plötzlich nur wenige Meter vor dem Zug erschienen wäre. Die einzige mögliche Reaktion in diesen Sekunden ist das Betätigen der Hupe, um das Opfer zu warnen.

Der Bahnübergang in Montcada i Reixac ist ein bekannter Unfallschwerpunkt. Der Zugverkehr ist so dicht, dass die Schranken einen Großteil des Tages geschlossen sind, was Fußgänger dazu verleitet, den Übergang zu betreten, sobald ein erster Zug durchgefahren ist und sie glauben, es käme kein weiterer. Dieses Muster hat sich bei mehreren tödlichen Unfällen wiederholt. Die Stadtverwaltung fordert seit Jahren eine Lösung für den infernalischen Zugverkehr durch das Zentrum der Gemeinde im Vallès.

Wie viele Opfer forderte der Zugverkehr in Montcada i Reixac bisher?

Die offizielle Zahl, die die Stadtverwaltung angibt, lautet 182 Opfer an den Gleisen der Gemeinde. Dieser Unfall geschah nur zwei Wochen nach dem letzten. Die Häufung der Unglücke hat die Bahnstrecke zu einem wiederkehrenden politischen Thema gemacht, mit Forderungen der Anwohner nach einer Untertunnelung der Gleise und einer Reduzierung des Zugverkehrs.

Die öffentliche Diskussion dreht sich auch um das Betriebsmodell. Einige argumentieren, dass die Bahnsicherheit vollständig digitalisiert werden sollte und auf Lokführer verzichten könnte; andere erinnern daran, dass der automatische Pilot in diesem Fall bereits aktiv war und Automatisierung nicht verhindert, dass ein Zug jemanden erfasst, der seinen Weg kreuzt. Die Eigenverantwortung des Opfers für das Überqueren bei geschlossener Schranke taucht in fast allen Analysen auf, löst aber nicht das Grundproblem: Ein Bahnübergang im Zentrum einer Ortschaft mit konstantem Verkehr ist eine Falle, die nur darauf wartet, dass jemand einen Fehler macht.

Wie viele weitere Unfälle sind nötig, damit die Untertunnelung mehr als nur ein Wahlversprechen bleibt?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (170 Antworten).

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