Acht Festnahmen nach Angriff auf Kellner in Illetes

Britische Junggesellenabschied-Touristen griffen einen Kellner in Calvià, Mallorca, an, nachdem sie ermahnt wurden, keine Dosen ins Meer zu werfen. Acht Verhaftungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Acht Festnahmen nach Angriff auf Kellner in Illetes
Acht Festnahmen nach Angriff auf Kellner in Illetes

Eine Gruppe britischer Touristen, die einen Junggesellenabschied am Strand von Illetes in Calvià feierte, lieferte sich Schlägereien mit anderen Badegästen, der Lokalpolizei und der Guardia Civil, nachdem ein Kellner sie aufgefordert hatte, keine Bierdosen mehr ins Meer zu werfen. Das Ergebnis des Vorfalls gegen 19:30 Uhr: acht Festnahmen, ein verletzter Kellner und zwei verletzte Lokalpolizisten sowie sechs Streifenwagen der Lokalpolizei und einer der Guardia Civil, die eingesetzt wurden, um die Täter einzeln festzunehmen. Die Gruppe war aus Palma angereist, wo sie in einem Hotel in Son Armadams untergebracht war.

Was am Strand von Illetes geschah

Ein Kellner eines Strandbars wies sie zurecht, weil sie Müll und Dosen ins Meer warfen und andere Gäste störten. Ihre Reaktion bestand darin, auf ihn loszugehen und ihn schwer zu schlagen. Mehrere Kollegen des Opfers und zwei dienstfreie Beamte der Guardia Civil griffen zunächst ein. Danach trafen die Streifenwagen ein.

Polizeiquellen im kommunalen Bericht gaben an, dass sie selten so aggressives Verhalten von Touristen erlebt hätten. Die Festgenommenen verbrachten die Nacht in den Gewahrsamsräumen der Lokalpolizei von Calvià; drei wurden an die Guardia Civil überstellt, der Rest sollte im Laufe des Tages folgen.

Das Muster wiederholt sich jeden Sommer

Die Diskussion wandte sich schnell einem grundlegenden Problem zu: Inwieweit erzeugt das Modell „Sonne und Alkohol“ regelmäßig solche Vorfälle? Einige argumentieren, dies sei kein Einzelfall, sondern die vorhersehbare Folge davon, enorme Besuchermengen, deren einziges Ziel das Trinken ist, auf wenigen Kilometern Küste zu konzentrieren. Magaluf und Lloret de Mar werden als typische Beispiele genannt, mit Vorfällen, die als weitaus schlimmer als der in Illetes beschrieben werden.

Manche gehen weiter und differenzieren nach Nationalitäten: Briten führen die Liste der Vorfälle an, gefolgt von Niederländern und Deutschen. Andere lehnen dieses Ranking als bequemen Vorurteil ab und betonen, dass das Problem nicht im Pass liegt, sondern in der Art der Freizeitgestaltung, die gefördert und toleriert wird. Eine wiederkehrende Anekdote betrifft Billigflüge von Großbritannien auf die Balearen oder an die Costa del Sol im Juni, um die Bordatmosphäre hautnah zu erleben.

Der Kellner, das schwächste Glied

Das beunruhigendste Detail war der Status des Opfers. Ein Saisonarbeiter, der die Gastronomie vor Ort trägt, wurde angegriffen, weil er das Wasser an seinem Arbeitsplatz schützte. Es wird darauf hingewiesen, dass Kellner in einem vom Tourismus abhängigen Zielort das letzte Glied der Hierarchie sind und daher natürliche Ziele für fremde Frustration darstellen.

Vergleiche mit anderen Ländern tauchten ebenfalls auf. Die Vorstellung, dass Spanien gegenüber undisziplinierten Besuchern als nachsichtiger wahrgenommen wird, während gleiches Verhalten anderswo sofortige Konsequenzen hätte, wird häufig geäußert. Die Kernfrage: Ist Toleranz Teil des Tourismus-Pakets, oder will niemand die politischen Kosten tragen, Grenzen zu setzen?

Tourismus als Erlösung und Verdammnis

Hier spaltet sich die Debatte. Eine Seite verteidigt den Tourismus als Grundlage des Wohlstands von Mallorca, der Unternehmen und Arbeitsplätze schafft, und argumentiert, dass Angriffe darauf Angriffe auf die einzige funktionierende Industrie seien. Die andere Seite hebt die Auswirkungen auf die Wohnkosten hervor: Wenn ein großer Teil des Wohnungsbestands für Kurzzeitvermietung genutzt wird, können Anwohner weder kaufen noch mieten konkurrieren. Der Tourismus zahle nur Saisonlöhne, bringe aber Hauptstadtpreise zurück.

Die Industrialisierung der Küste wird als Alternative diskutiert, mit dem Argument, Spanien solle eher wie eine produktive Wirtschaft aussehen als wie ein Spielplatz. Die Gegenreaktion lautet, dass eine solche Umwandlung nicht über Nacht geschieht und bis dahin jemand die Getränke servieren muss. Genau hier stößt die Analyse an ihre Grenzen: Niemand hat bisher erklärt, wie man das Tourismusgeschäft ersetzen kann, ohne die Abhängigen vorher zu verarmen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (126 Antworten).

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