150 Euro für gefälschtes Windows 7 mit Aktivierungsforderung

Kunde zahlt 150 Euro für Windows 7, erhält aber eine Raubkopie. Die falsche COA-Aufkleber und die fehlende Lizenz führen zu Aktivierungsproblemen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

150 Euro für gefälschtes Windows 7 mit Aktivierungsforderung
150 Euro für ein gefälschtes Windows 7 und einen falschen Aufkleber

150 Euro für eine Windows-Lizenz zu zahlen und am Ende ein System zu erhalten, das bei jedem Start nach dem Produktschlüssel fragt, ist kein technischer Fehler: Es ist Betrug, und zwar teurer Betrug. Der Besitzer eines Laptops, der mit Windows 8 gekauft wurde, zahlte diesen Aufpreis dafür, dass ihm im Geschäft Windows 7 installiert wurde. Monate später begann die Aktivierungswarnung bei jedem Start zu erscheinen, und aus Zweifel wurde Gewissheit.

Die Geschichte beginnt in einem Geschäft, das bereits geschlossen hat, und wird von einer Franchise-Zentrale beantwortet. Der Verkäufer übergab keine DVD, keine Verpackung und keinen Aufkleber. Er sagte, er lege einen Ordner auf die Festplatte, den man auf keinen Fall löschen dürfe. Das war der gesamte Support. Wenn Windows die Bestätigung des Produktschlüssels anfordert, prüft es nur eine Sache: ob das System aktiviert ist oder nicht.

Was bedeutet die Windows 7 Aktivierungswarnung?

Windows fordert den Schlüssel an, wenn es die Lizenz nicht validieren kann. In der „Systemsteuerung“ unter „System“ erscheint die installierte Version — in diesem Fall Windows 7 Ultimate — und darunter der Aktivierungsstatus. Wenn dort nicht „Aktiviert“ steht, läuft das Gerät mit den Einschränkungen einer unlizenzierten Kopie. Der Besitzer überprüfte die Systemeigenschaften: Der Windows-Ordner war auf 2009 datiert, was für einen vor wenigen Monaten gekauften Computer unmöglich ist.

Auffällig ist der Preis. Eine Einzelhandelsversion (Retail) von Windows 7 kam mit Box, DVD und Aufkleber für etwas mehr als die 150 Euro, die nur für die Arbeitsleistung berechnet wurden. Die Ultimate-Version passt zudem nicht zu einem solchen Consumer-Gerät, wie ein Forennutzer anmerkte. Hoher Preis, unerreichbare Version, null physischer Support: die Kombination, die alle Alarmglocken läuten lässt.

Wie die illegale Installation aufgedeckt wurde

Der Nutzer bat um Hilfe, um die Situation vor einer Reklamation zu klären, und erhielt die häufigste Antwort: Den Produktschlüssel verlangen. Dieser Schlüssel IST die Lizenz. Es ist das Einzige, was man beim Kauf von Windows erwirbt. Ohne ihn hat das Geld keine Software bezahlt, sondern eine unlizenzierte Kopie.

Es folgten E-Mail-Wechsel mit dem geschlossenen Laden, die Wiedereröffnung eines ähnlichen Geschäfts und eine formelle Beschwerde bei der Franchise-Zentrale. Diese sandte eine Aufforderung, mit Kopie an den Kunden, und verlangte die Übergabe des COA-Aufklebers — dem Echtheitszertifikat am Gerät — oder die vollständige Rückerstattung der 150 Euro.

Es gab eine Wendung: Der Laden übergab schließlich einen Aufkleber. Aber es war einer für Windows 7 Professional, während das installierte System weiterhin das lizenzlose Ultimate war. Der Schlüssel funktionierte nicht. Die angebotene Lösung — die offizielle Pro-Version herunterladen und aktivieren — stieß auf ein anderes Hindernis: Die Microsoft-Website lehnte den Schlüssel mit der Meldung ab, er gehöre zu vom Hersteller vorinstallierter Software, also einer OEM-Lizenz.

Was tun, wenn der Schlüssel nicht zur installierten Version passt?

Hier verwickelt sich der Fall. Der übergebene Schlüssel gilt für die Professional-Version, nicht für das installierte Ultimate, und Microsoft identifizierte ihn als OEM-Software. Eine Neuinstallation erfordert ein offizielles ISO-Image, das Microsoft für Windows 7 nicht mehr öffentlich anbietet. Ohne dieses Image schrumpfen die sauberen Auswege.

Die in technischen Communities kursierenden Alternativen sind beruhigend wenig vertrauenserweckend: Aktivierungstools wie der DAZ Loader, üblich bei solchen Installationen, oder ISOs von inoffiziellen Spiegeln. Die wiederholte Empfehlung lautet, schriftlich zu reklamieren und die Rechnung aufzubewahren, denn ohne sie ist die Zahlung für die Lizenz nicht dokumentiert, und alles hängt an gegenseitigen Aussagen. Ein Forennutzer berichtete von einem Bekannten, der mit Rechnung Microsoft dazu brachte, eine kostenlose Lizenz bereitzustellen, woraufhin der Laden rechtliche Schritte einleitete.

Die realen Kosten für die Windows-Installation

Die Verteidigung des Preises stützt sich auf die Zeit: Der Verkäufer behielt das Gerät einen ganzen Tag, um Daten zu übertragen. Mehrere Forennutzer, die als Techniker arbeiten, korrigieren diese Zahl: Windows installiert und aktualisiert zu haben, inklusive Frameworks, Treibern und Basissoftware, dauert fast drei Stunden, so einer von ihnen. Generische Treiber zu belassen ist Pfuscherei, die sich später in Leistung und Stabilität rächt.

Ein Thread-Nutzer bot an, die komplette Arbeit für 50 Euro zu machen. Der Unterschied zwischen 50 und 150 Euro rechtfertigt sich nicht durch Stunden, sondern durch eine Lizenz, die nie ordnungsgemäß übergeben wurde. Das ist der Punkt, den keine Rechnung aufschlüsselt.

Die Franchise hat eine Lösung versprochen, und der Aufkleber liegt nun beim Kunden, auch wenn er nicht zur Aktivierung des Installierten taugt. Zu erwarten ist, dass die Angelegenheit in einer Geldrückgabe oder einer gültigen Lizenz endet, aber das setzt voraus, dass der Laden schriftlich anerkennt, was er verkauft hat. Wenn er sich darauf zurückzieht, dass er den Aufkleber ja geliefert habe, hat der Kunde ein offizielles Dokument, das nicht zu seinem System passt: der beste Beweis dafür, dass man ihm Luft verkauft hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (178 Antworten).

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