13 Jahre als Interimslehrerin in Spanien trotz vier Abschlüssen

María Torres ist seit 13 Jahren interimsweise im öffentlichen Dienst Spaniens tätig und demonstriert für die Festanstellung von Interimskräften.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

13 Jahre als Interimslehrerin in Spanien trotz vier Abschlüssen
13 Jahre Interim, vier Abschlüsse und eine Stelle, die ihr nicht gehört

María Torres sitzt seit dreizehn Jahren auf einem Stuhl, der nie wirklich ihr eigener war. Am vergangenen Donnerstag ging sie in Madrid auf die Straße, um für die Übernahme von Interimskräften zu demonstrieren, und fasste ihre Lage in einem Satz zusammen: „Wenn ich meine Stelle verliere, wer stellt mich dann noch mit diesem Alter ein?“ Sie hat vier Hochschulabschlüsse. Und in all dieser Zeit hat sie keine Prüfung bestanden. Der Fall hat eine unbequeme Debatte darüber ausgelöst, was der spanische öffentliche Dienst belohnt: die Prüfung oder die Dienstjahre.

Die Protagonistin selbst zählt ihre Hindernisse auf: „Ich habe nicht viel Zeit zum Lernen, weil meine Kinder klein sind, und außerdem habe ich einen Sohn mit Behinderung, was alles noch schwieriger macht.“ Das heißt, wer den Posten seit über einem Jahrzehnt besetzt, hat diese Beständigkeit nicht in eine feste Anstellung umgewandelt. Hier beginnt das Problem.

Was ist ein Interimsbeamter und wie lange kann dieser Zustand dauern?

Ein Interimsbeamter besetzt keinen eigenen Posten: Er deckt die Vertretung eines Stelleninhabers oder eine Vakanz ab. Die Gründe für die Ernennung – Vertretung, Vakanz, Programm oder Arbeitsakkumulation – sind nicht verschwunden, und die Wartelisten werden weiterhin geöffnet, um diese Lücken zu füllen. Was sich laut den verbreiteten Analysen geschlossen hat, ist die Figur des lebenslangen Interimsbeamten, der in einer strukturellen Stelle pensioniert wurde.

Der Schlüssel liegt in der zeitlichen Grenze: Diese Gründe haben eine maximale Dauer von drei Jahren. Nach Ablauf dieser Frist wird die Vakanz auf ordentlichem Weg besetzt oder gestrichen; wenn die Stelle als strukturell konsolidiert wird, muss sie nach den vorgeschriebenen Verfahren besetzt werden. Genau hier schaut das System seit Jahren weg.

Das Ringen mit Brüssel: Von 34 % Interim auf 8 %

Hier taucht die Zahl auf, die die ganze Angelegenheit ordnet. Die Europäische Union setzt die zulässige Interimsquote bei maximal 8 % an; die spanische Verwaltung lag bei etwa 34 %, mit mehr als einer Million betroffener Personen. Übersetzt: Man müsste die Gruppe auf etwa 200.000 reduzieren, und es gibt keinen schmerzfreien Weg, dies zu tun.

Das Kriterium, das bei dieser Anpassung gelten würde, ist ein klassisches LIFO-Prinzip (Last In, First Out): Wer zuletzt eingestellt wurde, geht zuerst. Interimsbeamte mit geringerer Dienstzeit würden früher gehen, während die Veteranen auf eine Konsolidierung warten, die niemand garantiert. Die Paradoxie ist subtil: Wer am längsten dafür kämpft, dass seine Erfahrung anerkannt wird, wäre der Letzte, der von Kürzungen betroffen ist, und das nährt den Verdacht, dass Dienstalter als Schutzschild für wenige funktioniert.

Vier Abschlüsse und kein verwertbarer Lebenslauf

Der härteste Widerspruch zeigt sich hier. Dreizehn Jahre im selben Job und vier Studienabschlüsse sollten einen starken Lebenslauf bilden. Dennoch deutet der einleitende Satz des Falls auf das Gegenteil hin: Die Protagonistin glaubt nicht, dass der private Markt sie wollen wird. Es wird argumentiert, dass Erfahrung nichts wert ist, wenn die Arbeit routinemäßig ist und keine neuen Kompetenzen hinzufügt. Und jemand mit vier Abschlüssen hätte Spielraum gehabt, eine Prüfung vorzubereiten.

Darauf gibt es auch eine Antwort. Über Jahre hinweg wurden nur wenige Stellen ausgeschrieben; in einigen Behörden kam das Angebot nur tropfenweise, und wer bestand, ohne eine Stelle zu erhalten, blieb in einer Warteliste gefangen und reihte Vertretungen aneinander. Es ist nicht nur persönliche Nachlässigkeit: Es ist eine Struktur, die Geduld belohnt und neues Verdienst bestraft.

Wie schwer wiegt Dienstalter gegenüber der Prüfung?

In Auswahlverfahren zählt das Dienstalter: Man spricht von etwa drei Startpunkten für jene, die viele Dienstjahre ansammeln. Mit diesem Puffer sollte das Bestehen für einen Veteranen nur eine Frage der Zeit sein. Daher die Frage, die sich viele stellen: Wenn dieser kumulierte Vorteil existiert, warum gibt es Menschen, die seit über einem Jahrzehnt keine feste Stelle haben?

Der internationale Vergleich mischt sich in die Diskussion ein. In der Schweiz gibt es den Beamtenstatus so, wie er hier verstanden wird, nicht: Man tritt in den öffentlichen Dienst ein, arbeitet und bleibt, wenn man gute Arbeit leistet. In Spanien ist die Stelle durch einen Kündigungsschutz gepanzert, der es fast unmöglich macht, jemanden zu entlassen, und diese Steifheit erklärt sowohl die Widerwilligkeit gegen Prüfungen als auch die politische Schwierigkeit, das System anzufassen.

Über den Weg dorthin gibt es verschiedene Versionen. Ein Teil der Analyse behauptet, dass Interimstätigkeiten in der Vergangenheit als diskretionärer Einstiegsweg in die Verwaltung dienten; andere erinnern daran, dass die meisten dieser Wartelisten mit Bewerbern gebildet werden, die bestanden haben, aber keine Stelle erhielten und auf ihren Zug warteten.



Die erschütternde Zahl: Von diesen 34 % müsste man auf 8 % senken, und die Rechnung lässt Hunderttausende von Menschen außen vor, die ihre heutige Position als erworbenes Recht betrachten. Niemand hat bisher mit Namen und Daten erklärt, wohin sie gehen sollen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (376 Antworten).

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