12. Oktober: Das Evangelium, das die Jungfrau del Pilar ehrt

Das Evangelium zum 12. Oktober antwortet der Frau, die Maria preist, mit einer Seligpreisung für alle, die das Wort hören und es befolgen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

12. Oktober: Das Evangelium, das die Jungfrau del Pilar ehrt
El Pilar und das Evangelium, das Maria krönt

Am 12. Oktober feiert die katholische Liturgie das Fest Nuestra Señora del Pilar (Unsere Liebe Frau auf der Säule) mit einem Evangelium, das auf den ersten Blick wie eine Korrektur Jesu an seiner eigenen Mutter wirkt. Eine Frau in der Menge ruft: "Selig der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast", und Jesus antwortet: "Selig vielmehr, die das Wort Gottes hören und es befolgen." Weit entfernt, Maria zu widersprechen, stellt der Text sie als Vorbild des Hörens und Befolgens dar. Die erste Lesung aus dem ersten Buch der Chronik erzählt von der Überführung der Bundeslade nach Jerusalem auf Davids Befehl, wobei die Leviten die Stangen auf ihren Schultern tragen und die Sänger ihre Stimme mit Jubel erheben. Der Antwortpsalm 26 verkündet: "Der Herr hat mich gekrönt, auf der Säule hat er mich erhöht" – ein Vers, den die Tradition auf die Jungfrau del Pilar bezieht.

Ein Fest mit Lesungen von Überführung und Krönung

Die Übereinstimmung ist kein Zufall. Die Lade enthielt die Tafeln des Gesetzes, das heiligste Zeichen Israels, und ihre Überführung in das von David bereitete Zelt markierte einen Wendepunkt in der Identität des Volkes. Die Evangeliumsbetrachtung von Bruder Francisco José Rodríguez Fassio O.P. aus dem Konvent Santo Domingo Ra'ykuéra (Asunción, Paraguay) verbindet dieses Bild mit der Jungfrau del Pilar: "Das Bildnis der Jungfrau del Pilar trägt, stützt und zeigt den wahren Weg des neuen und endgültigen Bundes, der Jesus selbst ist." Der Text zitiert außerdem das Schlussdokument der zweiten Sitzung der Synode über die Synodalität vom Oktober 2024, das die Ergebnisse der Synode Maria unter dem Titel "Odighitria" anvertraut – derjenigen, die den Weg weist und führt.

Die Feier in diesem Jahr umfasst das Beten des Heiligen Rosenkranzes um 22:00 Uhr mit einer Liste von Anliegen, die von der Wiedergutmachung der Beleidigungen gegen Gott bis zum Schutz des Kreuzes im Valle de los Caídos und aller Kruzifixe reicht. Zu den Anliegen gehören Priester und ihre Familien, Papst Franziskus und Papst Leo, der Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, Kinder und Jugendliche sowie Familien. Die Andacht wird abgerundet durch die Rosenkranzversprechen, die den Marienerscheinungen zugeschrieben werden – fünfzehn Punkte, die von besonderem Schutz bis zur Befreiung aus dem Fegefeuer für jene reichen, die ihn andächtig beten.

Was gebetet wird und warum so

Die einleitende Botschaft erläutert mit erklärenden Aufzählungspunkten, wie der Rosenkranz gebetet wird, und verlinkt auf catholic-link.com. Sie enthält auch die Litaneien, das Salve Regina und das gesungene Ave Maria sowie die Geheimnisse des Tages. Die Struktur des Gebets mit seinen fünfzehn Versprechen funktioniert wie eine geistliche Gebrauchsanweisung, der die Teilnehmer ohne Diskussion folgen. Die Predigt von Pater Santiago Martín von den Franziskanern von Maria komplettiert das liturgische Paket.

Das Evangelium nach Lukas 11,27-28 wird im Kontext des Pilar-Festes gelesen, doch seine Botschaft ist universell: Die wahre Seligkeit liegt nicht in der leiblichen Verwandtschaft, sondern im Hören und Befolgen des Wortes. Die Frau, die aus der Menge ruft, steht für die volkstümliche Verehrung Mariens, und Jesus lenkt sie auf eine tiefere Dimension. Es ist keine Korrektur, sondern eine Erweiterung.

El Pilar als Zeichen von Identität und Kontinuität

Das Fest am 12. Oktober trägt eine symbolische Bedeutung, die über das rein Religiöse hinausgeht. Das Bildnis der Jungfrau del Pilar, auf dem das Jesuskind ein Vögelchen mit ausgebreiteten Flügeln hält, wird in der Betrachtung als Verweis auf den von Christus verheißenen und geschenkten Heiligen Geist gedeutet. Diese Lesart verbindet die marianische Tradition mit der Pfingstverheißung und stellt Maria ins Zentrum der jungen Gemeinde.

Der Text der Synode über die Synodalität, der in der Betrachtung zitiert wird, betont, dass Maria "im Abendmahlssaal der jungen Gemeinde half, sich für die Neuheit des Pfingstfestes zu öffnen". Die Anwendung ist unmittelbar: Die synodale Kirche geht gemeinsam, und Maria ist diejenige, die den Weg weist und führt. Das Pilar-Fest ist daher nicht nur ein lokales Fest, sondern eine Bekräftigung von Identität und Kontinuität.



Das Rosenkranzgebet um 22:00 Uhr mit seinen fünfzehn Versprechen und seiner Liste von Anliegen beschließt einen Tag, der die offizielle Liturgie mit der Volksfrömmigkeit verbindet. Die Übereinstimmung des Lukasevangeliums mit dem Pilar-Fest steht nicht im Kalender, wohl aber in der Absicht: das Wort hören und befolgen. Die Frau in der Menge rief es laut hinaus. Jesus sagte es präziser.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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