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1- und 2-Cent-Münzen sind weniger wert als ihr Schrottmetall
Eine 1-Cent-Münze wiegt 2,30 Gramm kupferplattierten Stahl, ihr Metall ist 0,069 Cent wert. Das Aufheben macht sie nicht wertvoller: Es ist rostender Schrott.
Das Metall in 1- und 2-Cent-Münzen reicht nicht mal für einen Kaffee
Eine Blechdose in der Kommodenschublade. Darin Hunderte Ein- und Zwei-Cent-Münzen, die in der Geldbörse nur stören und die laut weitverbreiteter Überzeugung eines Tages durch ihr Metall an Wert gewinnen werden. Die Idee klingt vernünftig: stählerner Kern mit Kupferüberzug, und Kupfer ist ein gehandelter Rohstoff. Das Problem: Die Kupferschicht ist so dünn, dass der Wiederbeschaffungswert gegen null geht. Eine Ein-Cent-Münze wiegt 2,30 Gramm; nach einer kursierenden Rechnung liegt ihr Metallwert bei aktuellen Schrottpreisen bei rund 0,069 Cent. Also weniger als ein Zehntel ihres Nennwerts.
Was ist das Metall einer 1-Cent-Münze wirklich wert?
Die Aufschlüsselung ist gnadenlos. Die 1-Cent-Münze besteht aus 2,30 Gramm Stahl mit Kupferbad; die 2-Cent-Münze aus 3,06 Gramm desselben Materials. Bringt man sie zum Schrotthändler, so eine kursierende Rechnung, wird Stahlschrott mit 0,30 Euro pro Kilo bezahlt, Kupferschrott im konservativsten Szenario mit 0,10 Euro pro Kilo. Auf die kleine Münze angewandt ergibt das 0,0069 Euro, also 0,069 Cent. Bei der Zwei-Cent-Münze sieht es nicht besser aus: Der Metallwert ist vernachlässigbar.
Ein Detail besiegelt die Sache: Stahl rostet. Es genügt, die Münzen ein Jahr zu vergraben, dann bricht die hauchdünne Kupferschicht auf und das Stück ist unkenntlich. Das ist kein sicherer Hafen, sondern Schrott mit Verfallsdatum.
Die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen: Nordisches Gold bringt immerhin etwas mehr
Das Interesse verlagert sich also auf die mittleren Münzen, gefertigt aus der Legierung namens Nordisches Gold: 89 % Kupfer, 5 % Aluminium, 5 % Zink und 1 % Zinn. Mit den Preisen dieser Metalle — Kupfer bei 6,71 Euro pro Kilo, Zink bei 1,64, Aluminium bei 1,84 und Zinn bei 22,31 — ändert die Rechnung die Größenordnung, nicht aber das Vorzeichen. Nach einer kursierenden Rechnung enthält die 10-Cent-Münze Metall im Wert von 2,6 Cent; die 20-Cent-Münze rund 3,7; die 50-Cent-Münze etwa 5. Das günstigste Verhältnis von Metallwert zu Nennwert hat die 10-Cent-Münze, und selbst sie verliert mehr als zwei Drittel ihres Nominalwerts.
Selbst der Euro, mit seiner Kombination aus Cupronickel und Nickel-Messing, bleibt dahinter zurück. Eine grobe Rechnung für die 2-Euro-Münze, unter Annahme von 55 % Kupfer in der Legierung, ergibt 0,024 Euro Metallwert. Selbst als hundertprozentiges Kupfer käme sie nicht an den Nennwert heran.
Ist es legal, Münzen einzuschmelzen, um das Metall zu verkaufen?
Diese Frage schwebt über dem ganzen Thema, und die Antwort ist nicht eindeutig. Manche behaupten, Geld zu zerstören sei illegal, wobei eingeräumt wird, dass dieser Glaube eher urbaner Legende als nachgewiesener Rechtslage entspricht. Klar ist: Geld ist gesetzliches Zahlungsmittel, und der Nennwert lässt sich nicht gegen den Metallwert eintauschen. Die ausgebende Behörde kauft keinen Schrott zum Goldpreis.
Außerdem kostet der Herstellungsprozess mehr als der Nennwert der Münze selbst. Das bedeutet nicht, dass Privatleute sich diesen Mehrwert aneignen könnten: Was die Prägung kostet, ist eine Sache — was jemand für das daraus resultierende Blechstück zahlen würde, eine ganz andere.
Der Abschluss: eine Kuriosität, die verblüfft
Die 1- und 2-Euro-Münzen enthalten Nickel, ein Material, das die Europäische Union in Produkten mit langanhaltendem Hautkontakt einschränkt. Die Paradoxa ist fein: Dasselbe Metall, das im Ohrring verboten ist, wandert täglich durch Millionen von Hosentaschen. Und unterdessen steht die Blechdose weiter in der Schublade. Kleingeld aufheben macht nichts wertvoller; es verlagert den Ballast nur von der Geldbörse auf die Kommode.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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