Zwölf Jahre alter Kindle und austauschbare Akkus: Das wahre Leben eines E-Book-Readers

E-Ink-Reader halten über ein Jahrzehnt durch; der Akku ist die Schwachstelle. Ein Austausch kostet ab 9,55 Euro und ist nichts für Anfänger.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwölf Jahre alter Kindle und austauschbare Akkus: Das wahre Leben eines E-Book-Readers
Zwölf Jahre Kindle und immer noch am Lesen: Die echte Lebensdauer eines E-Book-Readers

Wie viele Jahre hält ein E-Book-Reader durch, bevor er den Geist aufgibt? Diese Frage stellt sich jeder, bevor er zwischen 100 und 300 Euro für ein Gerät ausgibt, das nur zum Lesen da ist – und die Antwort ist unbequem: Es kommt darauf an, ob man den Akku austauscht. Denn die sich über die Jahre häufenden Erfahrungsberichte zeigen eines deutlich: Das E-Ink-Display und die Platine halten problemlos; was zuerst aufgibt, ist der Lithium-Akku, und der lässt sich ersetzen.

Manche haben seit über 12 Jahren einen Kindle und benutzen ihn täglich. Ein weiterer Fall: ein Modell der dritten Generation, das mit der physischen Tastatur, gekauft 2010, das noch „wie am ersten Tag“ funktioniert und nur eine neue Hülle bekommen hat. Ein Paperwhite der ersten Stunde, täglich eine Stunde benutzt, null Ausfälle. Die Veteranen unter den Readern, die Modelle von 2009 bis 2012, haben sich als die zähesten erwiesen: Geräte mit minimalem Funktionsumfang, ohne Schnörkel, die nicht gealtert sind, weil ihre einzige Aufgabe – das Umblättern – sich nie verändert hat.

Der Akku, das einzige Bauteil, das wirklich stirbt

Flash-Speicher hält nicht ewig: Er hat eine begrenzte Anzahl von Schreibzyklen. Aber ein Buch braucht so wenig Platz, dass dieser Verschleiß in der Praxis irrelevant ist. Beim Akku sieht es anders aus. Lässt man ihn monatelang komplett entladen, wird er beschädigt, und manche haben erlebt, wie er an Kapazität verlor und nach einer Lesepause anfing, verrückt zu spielen. Der immer wiederkehrende Rat: Gelegentlich aufladen, auch wenn man das Gerät nicht benutzt.

Der Austausch ist keine Kleinigkeit. Man muss das Ersatzteil online kaufen – es gibt sie ab etwa 9,55 Euro für ältere Modelle – und sich an einen kleinen Schraubendreher herantrauen. Nichts für Anfänger, warnen die einen. Wer es geschafft hat, gibt allerdings an, ein Gerät wiederbelebt zu haben, das er längst aufgegeben hatte.

Warum halten alte Modelle länger als neue?

Die kursierende Theorie ergibt industriell Sinn: Wenn man ein neues Produkt auf den Markt bringt, geht man ein Risiko ein, also fertigt man es so gut wie möglich, damit sich die Neuerung durchsetzt. Hat es sich etabliert, drückt man die Kosten. Die ersten Handys, die ersten Fernseher, die ersten MP3-Player: unzerstörbare Ziegelsteine. Neuere Modelle: schöner und zerbrechlicher.

Bei den E-Book-Readern gibt es speziell einen Vorfall, der den Verdacht nährt: die Phase, in der an vielen Kindles ein Riss im Gehäuse auftrat, den manche Nutzer auf den Qualitätsverfall durch die schnellere Massenproduktion zurückführen. Es ist keine formale Anschuldigung, sondern die Deutung derer, die es selbst erlebt haben.

Der USB-Stick geht kaputt; der E-Book-Reader nicht so sehr

Man sollte zwei Dinge auseinanderhalten, die oft vermischt werden. USB-Sticks fallen mit den Jahren tatsächlich aus: Es gibt Fälle bekannter Marken, die nach anderthalb Jahren sterben. Aber ein E-Book-Reader ist kein USB-Stick. Sein Speicher wird kaum beschrieben, und die übrigen elektronischen Komponenten sollten – von Fabrikationsfehlern abgesehen – nicht kaputtgehen.

Das Fazit liegt auf der Hand: Es mangelt uns nicht an Lebensdauer, es mangelt an austauschbaren Akkus. Das Gerät hält; der Akku nicht. Und solange der Hersteller es einem nicht leicht macht, ist die Obsoleszenz zwar nicht geplant, kommt ihr aber ziemlich nahe.



Am Ende hat sich der E-Book-Reader als das langlebigste Haushaltsgerät im Wohnzimmer erwiesen. Zwölf Jahre Lesen, und niemand hat je einen Test darüber geschrieben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (72 Antworten).

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