Zwei Polizisten bei Motorradunfällen in Spanien gestorben

Zwei Polizisten sind bei Motorradunfällen in Valencia und Barcelona ums Leben gekommen. Das Paradoxon eines riskanten Berufs: Sie sterben häufiger auf dem Weg als im Dienst.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwei Polizisten bei Motorradunfällen in Spanien gestorben
Zwei Polizisten bei Motorradunfällen gestorben: das Paradoxon eines riskanten Berufs

Zwei Beamte, zwei Motorräder, zwei Tote am selben Tag. Ein 52-jähriger Polizist der Policía Nacional (spanische Nationalpolizei) verunglückte in Valencia auf der Avenida de Blasco Ibáñez tödlich, einer der Unfallschwerpunkte des valencianischen Verkehrs. Stunden später starb ein 46-jähriger Angehöriger der Mossos d'Esquadra (katalanische Polizeitruppe) bei einem Frontalzusammenstoß auf der C-37 in Sant Salvador de Guardiola bei Barcelona. Beide waren außer Dienst, bei beiden war das Motorrad der gemeinsame Faktor. Die Frage, die sich aufdrängt: Warum sterben Beamte häufiger auf dem Weg als bei der Ausübung ihrer Arbeit?

Zwei Unfälle, ein Muster

Der Erste war ein Veteran der Policía Nacional, eingesetzt in der Einheit, die der Polizei der Generalitat (katalanische Regionalregierung) zugeordnet ist. Er arbeitete im Bürgerdienst. Er fuhr sein privates Motorrad, außer Dienst, als sich der Unfall an einem der Unfallschwerpunkte Valencias ereignete. Der Zweite, Beamter der Mossos d'Esquadra, verlor bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Pkw auf der C-37 in Sant Salvador de Guardiola sein Leben. Zwischen ihnen lag rund ein Jahrzehnt Altersunterschied: 52 und 46.

Sie sind nicht die einzigen. Ähnliche Fälle häufen sich: ein Beamter der UIP (Eingreifpolizei) im Mai, ein 49-jähriger Gemeindepolizist in Saragossa, ein Guardia Civil in Málaga, ein weiterer, 44 Jahre alt, ein von einem betrunkenen Fahrer überfahrener Beamter in Tavernes (33 Jahre), ein Guardia Civil in Calatayud und ein 47-jähriger Polizist in Madrid. Das wiederkehrende Fazit: Es ist gefährlicher, Motorrad zu fahren, als Polizist zu sein.

Die Zahlen, die das Berufsrisiko widerlegen

Das Paradoxon ist offensichtlich: Ein als riskant eingestufter Beruf, mit Todesfällen im Dienst, verliert mehr Kräfte durch Motorradunfälle im Straßenverkehr als durch Konfrontationen mit Kriminellen. Der dahinterliegende Sachverhalt: Die Beamten nutzen das Motorrad als tägliches Verkehrsmittel, sowohl für den Weg zur Arbeit als auch für Dienstreisen. Es wurde angemerkt, dass es leichter ist, auf einem Motorrad zu sterben, als Polizist zu sein.

In der Analyse wurde auch darauf hingewiesen, dass im vergangenen Jahr mehr als 700 Arbeitnehmer bei Arbeitsunfällen starben und sich niemand an sie erinnert. Der Unterschied: Beamte haben aufgrund ihres Status einen größeren symbolischen Wert.

Reaktionen, die eine Stimmung zeichnen

Die Reaktionen waren nicht einstimmig. Vom Beileid über Sarkasmus bis hin zur Kälte. Einige Kommentare stellten fest, dass nicht klar sei, wie die Unfälle passiert sind, was den Verdacht nährt, die Schuld könnte bei den Beamten liegen. Andere erinnerten daran, dass solche Fälle keine Demonstrationen oder Lohnforderungen auslösen, anders als wenn ein Beamter im Dienst stirbt. Die Anekdote der Schwiegermutter, die warnt: „Pass auf mit den Motorrädern auf“, fasst die Volksstimmung zusammen.

Das Fazit: Die Verkehrssicherheit macht keinen Unterschied zwischen Berufen. Das Motorrad, ein agiles, aber verletzliches Fortbewegungsmittel, fordert das Leben derer, die zum Schutz ausrücken. Währenddessen sammeln die Beamten weiter Kilometer auf ihren privaten Motorrädern. Ist Spanien ein so sicheres Land, dass das größte Risiko der Weg zur Arbeit ist? Die Zahl passt nicht zur Erzählung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (41 Antworten).

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