Ein 15 Monate altes Baby stirbt in Eboli nach einem Angriff von zwei Pitbulls
Das Baby lag im Arm seines Onkels, als die beiden Hunde auf ihn losgingen. Es war 15 Monate alt. Der Angriff ereignete sich in Eboli in der italienischen Provinz Salerno im Süden des Landes; das Kind erlag seinen Verletzungen. Die Mutter wurde verletzt, als sie versuchte, es zu retten. Die Tiere waren zwei Pitbulls. Der Fall, der am Montag bekannt wurde, hat eine seit Jahren im Kreis drehende Diskussion wiederbelebt: Was geschieht mit Hunden gefährlicher Rassen, wenn sie in Wohnungen, Parks und Aufzügen leben?
Was über den Angriff in Eboli bekannt ist
Die Rettungsdienste mobilisierten mehr als hundert Sanitäter und ein Team der Carabinieri, der militarisierten italienischen Polizei, zum Tatort, der etwa 85 Kilometer von Neapel entfernt liegt. Ein solcher Aufwand für einen Bissalarm zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wurde. Die Mutter wurde wegen ihrer Verletzungen behandelt, die sie beim Versuch, das Kind von den Hunden wegzuziehen, erlitten hatte. Das Baby starb noch am selben Tag.
Der Rest ist bekanntes Terrain. Die Abfolge wiederholt sich bei jedem Vorfall: großer Hund, Besitzer, der schwört, dass er nie etwas getan habe, und ein Opfer, das keine Möglichkeit hatte, dies zu wissen. Was sich ändert, ist nicht die Diagnose, sondern der Vorschlag.
Warum wird ein Verbot dieser Rassen in Städten gefordert?
Weil sie immer wieder auftauchen, wenn der Ausgang tödlich ist, und weil die Fehlermarge eines großen Hundes irreversiblen Schaden bedeutet. Das häufigste Argument fordert ein Verbot bestimmter Haustier-Rassen – nicht Arbeitshunde – in städtischen und bewohnten Gebieten aufgrund von Größe, Aggressivität, Beißkraft und der Gewohnheit, sie zu halten. Manche fassen es so zusammen, dass es nichts mehr zu diskutieren gibt.
Dagegen spricht ein berechtigtes Einwand: Wir leben mit Millionen von Haustieren, und schwere Zwischenfälle sind selten. Befürworter dieser These ergänzen eine unbequeme Bemerkung für Verbotsbefürworter: Welch Zufall, die wenigen ernsten Fälle betreffen immer dieselben Hunderassen. Eine andere Strömung legt die Verantwortung auf den Besitzer und sieht das Problem eher im Profil dessen, der ein großes Tier zur Schau stellt, als im Tier selbst.
Nützt die kommunale Lizenz für potenziell gefährliche Hunde?
Nein, wenn man dem Gedankengang folgt, der diesen Fall begleitet: Ein vom Stadtrat unterschriebenes Papier hindert den Hund nicht daran, zuzubeißen. Die Kritik richtet sich nicht gegen die Existenz von Lizenzen, sondern gegen die Vorstellung, dass die Einhaltung der kommunalen Verordnung die Haftung ausschließt, wenn das Tier Schaden anrichtet. In der Praxis bleibt die administrative Antwort hinter den Erwartungen zurück: Es wird der Fall eines Nachbarn ohne Maulkorb geschildert, der per Video bei der Gemeinde angezeigt wurde, woraufhin eine Inspektion lediglich über die Vorschriften informierte; die zweite Anzeige mit neuem Video wurde laut diesem Bericht nicht einmal bearbeitet.
Mit Maulkorb beißen sie nicht, wiederholen jene, die Wachhunde hatten. Das Problem ist das alte: Die Norm existiert, die Pflicht existiert, und niemand setzt sie um, bis eine Leiche gefunden wird.
Die Kosten des Zusammenlebens mit fremden Hunden
Es gibt eine wirtschaftliche Komponente, die jedes Mal auftaucht, wenn die Angelegenheit im urbanen Kontext diskutiert wird. Wer keinen Hund hat, sieht, wie ihm die Reinigung von Gehwegen auf der kommunalen Rechnung belastet wird, die seiner Meinung nach immer schmutziger werden, und wie er eine Lokalpolizei finanziert, die seiner Ansicht nach nicht die Übeltäter bestraft. Es gibt keine offiziellen Zahlen, die diese Beschwerde untermauern, aber eine Beharrlichkeit: Die öffentlichen Ausgaben steigen, und rücksichtsloses Verhalten wird nicht sanktioniert.
Hinzu kommt die Nutzung des öffentlichen Raums. Parks, in denen zwei Tiere frei herumlaufen, die, obwohl der Park groß ist, nicht ohne Leine sein sollten; ländliche Wege, auf denen der Hund sein vermeintliches Territorium verteidigt; Grundstücke, die Spaziergänger mit touristischen Wegen verwechseln. Die Diskussion geht über den Pitbull hinaus und betrifft das Modell des Zusammenlebens.
Was tun, wenn ein Hund angreift?
Die kursierenden Antworten sind Formen der Selbstverteidigung und mischen gesunden Menschenverstand mit Exzess: Augen als empfindliche Zone jedes Tieres, Stahlstangen im Rucksack des Wanderers, Klappmesser und sogar Waffenlizenzen, um eine Pistole bei sich zu tragen. Manche sehen dies als präventive Abschreckung, andere erinnern daran, dass es zu spät ist, wenn der Hund bereits aufliegt.
Auch die Schuld wird nachträglich verteilt. Die häufigste Warnung lautet, dass Rache das Kind nicht zurückbringt und dass die Zeit, die man damit verliert, mit einem uneinsichtigen Besitzer zu streiten, besser genutzt wird, indem man direkt die Polizei ruft. Andere bestehen darauf, dem Besitzer klar zu machen – mit Worten oder ohne –, was passiert, wenn sein Tier ein Kind berührt.
Der Einsatz in Eboli bestand aus hundert Sanitätern, einem Team der Carabinieri und einem 15 Monate alten Baby, das bereits verletzt ankam. Diese gesamte Maschinerie bewegt sich erst, wenn der Schaden angerichtet ist. Daran zweifelt niemand.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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