Zwei Dienstwagen Audi A6 in A Coruña seit Jahren unverkauft

Zwei Dienstwagen Audi A6 von 2008 sind in A Coruña weiterhin unverkauft: Die Auktion verlangt 10.000 €, während der Markt zwischen 5.000 und 8.000 € zahlt. Die Verwaltungstabelle…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwei Dienstwagen Audi A6 in A Coruña seit Jahren unverkauft
Zwei Dienstwagen Audi A6 finden seit Jahren keinen Käufer in A Coruña

Die Stadtverwaltung von A Coruña versucht seit Jahren, zwei Audi A6 3.2 TSi von 2008 zu verkaufen, ohne ein einziges Angebot zu erhalten. Die erste Auktion wurde 2013 mit einem Startpreis von 16.000 Euro pro Fahrzeug angesetzt und blieb ohne Bieter. Jetzt, mit fast zwanzig Jahren Alter, hält die Stadt die Fahrzeuge im Verwaltungskreislauf: gültige HU, Werkstattzertifikat und ein Startpreis von rund 10.000 Euro. Das Problem ist nicht die fehlende Nachfrage nach gebrauchten Premium-Limousinen. Das Problem ist, dass der Preis von einer Verwaltungstabelle festgelegt wird, nicht vom Markt.

Der Startpreis übersteigt den tatsächlichen Wert des Fahrzeugs um das Doppelte

Auf Gebrauchtwagen-Websites liegt ein Audi A6 dieser Eigenschaften und dieses Alters zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Die Stadtverwaltung verlangt 10.000. Es gibt keinen Verhandlungsspielraum: Da es sich um ein öffentliches Gut handelt, wird der Preis nach offiziellen Tabellen festgelegt und nicht nach der tatsächlichen Nachfrage. Das Ergebnis ist eine Auktion, die niemanden anzieht, weil potenzielle Käufer wissen, dass sie über dem Marktwert zahlen.

Manche argumentieren, dass das Problem nicht nur der Preis ist. Ein 3,2-Liter-Benzinmotor mit 256 PS war ab Werk mit 10 Litern auf 100 Kilometern homologiert. Mit den Jahren und der Nutzung verschlechtert sich dieser Wert nur. Auch das C-Label hilft nicht: In einem Kontext zunehmender Verkehrsbeschränkungen in den Städten ist der Kauf eines Autos mit fast zwei Jahrzehnten auf dem Buckel und diesem Verbrauch eine Entscheidung, die Rechtfertigung erfordert.

Die Ausstattung wiegt Alter und Verbrauch nicht auf

Die beiden Fahrzeuge verfügen über praktisch die gesamte Ausstattung der damaligen Zeit, was nicht wenig war. Sie sind von einer Werkstatt zertifiziert und haben eine gültige HU. Daten, die für sie sprechen, aber nicht ausreichen, damit jemand auf sie aufmerksam wird. Die Limousinenkarosserie, so komfortabel wie wenige, ist vor Jahren aus der Mode gekommen. Der Gebrauchtwagenmarkt belohnt andere Formen und andere Motoren.

Das administrative Paradox ist offensichtlich: Die Stadt kann den Preis nicht unter die Tabelle senken, aber auch nicht zu einem Preis verkaufen, den niemand zahlen will. In der Zwischenzeit verursachen die Fahrzeuge weiterhin Kosten für Wartung, Versicherung und HU. Öffentliches Geld trägt zwei Fahrzeuge, die keinen Dienst leisten und keinen Käufer finden.

Warum können die Dienstwagen nicht im Preis gesenkt werden?

Weil bei öffentlichen Gütern der Auktionspreis nach offiziellen Tabellen und nicht nach der tatsächlichen Marktnachfrage festgelegt wird. Diese Starrheit verhindert, den Preis an das anzupassen, was jemand zu zahlen bereit wäre. Das Ergebnis ist, dass das Auto im Limbo bleibt: Es wird nicht verkauft, kann aber auch nicht ohne Verstoß gegen die Vorschriften verschleudert werden.

Der Fall A Coruña ist nicht einzigartig. Regierungen, Institutionen und Stadtverwaltungen versteigern seit Jahren ihren Fuhrpark, nachdem praktisch alle Dienstwagen in Spanien durch ECO-Fahrzeuge, meist Hybridfahrzeuge, dank europäischer Fonds ersetzt wurden. Der Prozess erzeugt einen ständigen Strom von Fahrzeugen, die mit Verwaltungspreisen auf den Markt kommen und auf eine Nachfrage treffen, die nicht immer mitzieht.

Die versteckten Kosten für die Haltung nicht verkaufter Autos

Mit jedem Jahr, das vergeht, ist das Auto weniger wert und die Kosten, es in verkaufsfähigem Zustand zu halten, steigen. Die HU muss bestanden werden. Die Versicherung muss bezahlt werden. Die Werkstatt, die den Zustand des Fahrzeugs zertifiziert, berechnet ihre Arbeit. All das kommt aus öffentlichen Kassen, während der Startpreis an eine Tabelle gebunden bleibt, die die Marktrealität nicht widerspiegelt.

Manche berechnen, dass die Kosten für die Haltung eines Dienstwagens, einschließlich Fahrer, Benzin, Versicherung und Abschreibung, rund 60.000 Euro jährlich betragen. Die Zahl, auf die beiden Audis in A Coruña angewendet, gibt eine Vorstellung von dem Loch. Es geht nicht nur darum, dass sie nicht verkauft werden: Es geht darum, dass sie jedes Jahr, in dem sie nicht verkauft werden, Geld kosten.

Die erste Auktion dieser Fahrzeuge stammt aus dem Jahr 2013, als sie für 16.000 Euro zum Verkauf angeboten wurden. Auch sie blieb ohne Bieter. Zwölf Jahre später findet die Stadt immer noch keinen Käufer und kann den Preis nicht senken. Der Dienstwagen, den niemand will, ist zu einem kleinen Denkmal der administrativen Starrheit geworden.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (100 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver