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Deutschland: Stahlwerk verabschiedet sich von seiner letzten Röhre
Das deutsche Stahlwerk verabschiedet sich von seiner letzten Röhre, während in der Debatte behauptet wird, Stromerzeugung und -verbrauch lägen unter dem Niveau von 1992.
Deutschland verabschiedet seine letzte Röhre: Industrie und Strom unter dem Niveau von 1992
Das Industriesymbol der größten europäischen Volkswirtschaft ist kein Auto und keine Turbine mehr: Es ist eine Stahlröhre, von der sich die Arbeiter eines deutschen Stahlwerks verabschieden. Die Szene wurde als Begräbnis des Modells gelesen, und die Zahl, die sie begleitet, wiegt schwerer als jede Rede: Laut einem der Teilnehmer der Debatte sind Stromerzeugung und -verbrauch des Landes unter die Werte der Krise von 1992 gefallen. Bestätigt sich das, wäre es ein Rückschritt um drei Jahrzehnte, mit dem die Deindustrialisierung Deutschlands nicht mehr eine akademische Hypothese ist, sondern eine Schlagzeile mit Datum.
Was da genau ausgeht
Was da endet, ist nicht nur eine Nachtschicht. Es sind die Zuliefererkette, die Wartungsverträge, die technische Ausbildung, die niemand mehr erbt, und der Stolz eines Landes, das seine Identität auf der Werkstatt aufgebaut hat. In einer Volkswirtschaft, in der die Fabrik als nationale Erzählung fungierte, hat die letzte Röhre den Wert eines Nachrufs.
Die Diagnosen kreuzen sich und stimmen beim Was überein, nicht beim Wer. Eine Richtung zeigt auf die politische Klasse und die EU-Institutionen; eine andere setzt beim Energiekosten an; eine dritte erinnert daran, dass der Strukturwandel in Südeuropa vor Jahren als unvermeidliche Rechnung für die Wettbewerbsfähigkeit verkauft wurde. Jetzt erreicht die Anpassung den Norden und wirkt nicht mehr so selbstverständlich. Willkommen im Club, fassen manche zusammen.
Warum heißt es, Deutschland verbrauche weniger Strom als 1992?
Weil die Industrie, die das Netz previously belastete, nach und nach ausgegangen ist und der Rest weniger verbraucht – so jene, die mit dieser Zahl arbeiten. Der Einbruch des Stromverbrauchs spiegelte keine Effizienz wider, sondern verlorene Aktivität, und die Erzeugung fiele aus demselben Grund: Mit weniger Industrie sind Gigawatt übrig und es fehlt an Nachfrage.
Hier kommt das Energieargument ins Spiel: Im Thread wird behauptet, eine Stahlindustrie sei mit Strom aus erneuerbaren Energien nicht rentabel, und mit Windrädern und Solarmodellen funktioniere keine wettbewerbsfähige Industrie. Der Ofen, so das Argument, verhandelt keine Energiepreise.
Das Gas, das nicht mehr kommt, und die Sanktionen
Im Thread führt mancher den Verlust der billigen russischen Gasversorgung auf eine mutmaßliche Sprengung der Pipelines Nord Stream 1 und 2 zurück – mit ungeklärter Urheberschaft. Zu diesem Szenario kommen, so ein weiterer Beitrag, die Verteuerung der Energie durch die Sanktionen gegen Russland, die die Margen der energieintensiven Industrie auspresst. Was 1992 eine zyklische Rezession war, sieht heute nach einem strukturellen Wandel aus, und genau dieser Unterschied zerschlägt die Zehnjahrespläne.
Es fehlen nicht an Lesarten, die den Schlag großen angelsächsischen Fondsverwaltern zuschreiben. Das Material liefert dafür keinen Beleg; der Verdacht funktioniert eher als Symptom der Wut denn als Analyse.
Wann starb das industrielle Europa?
Die Frage hat keine eindeutige Antwort, nicht einmal im Material selbst. Manche verorten das Ende 1945, als das frühere Europa unter den Trümmern begraben lag; andere korrigieren das Datum auf 1991, mit der Ära Jelzin und der Demontage des Ostblocks. Beide Versionen teilen eine unbequeme Idee: dass das, was jetzt zusammenbricht, seit Jahrzehnten an den Nähten locker war.
Hans, Antonio und das Versprechen der neuen Technologie
Am meisten schmerzt der Vergleich der Arbeiter. Der 55-jährige deutsche Reaccionariorbeiter, der seit 30 Jahren in der Gießerei steht, wird sich nicht zum Softwareentwickler umschulen lassen, genauso wenig wie sein spanisches Pendant es tat, als es so weit war. Der Rat, sich selbstständig zu machen, klingt bei jemandem mit halb abbezahlter Hypothek und schwieligen Händen wie ein Scherz aus dem Büro.
Parallel dazu erscheint der spanische Spiegel: die Figur des Antonio, der laut einem der Beiträge weiter dasselbe wählt, während sein deutscher Kollege zum Rechtsensrecht driftet. Eine weitere wiederholte Warnung lautet, dass die Abhängigkeit von Schulden und EU-Geldern erst auffällt, wenn sie gekappt wird. Und dass die Heizung in Hamburg bereits mit den Makkaroni-Packungen aus jedem Viertel im Süden konkurriert.
Die Unzufriedenheit mit der europäischen politischen Klasse
Zur Industrieklage kommt die politische. Ein Teil des Materials wirft Schweden und Finnland vor, ohne Volksabstimmung der NATO beigetreten zu sein, zielt auf Macron in Frankreich und die italienische Regierung und betrachtet die Europawahlen als Thermometer, um die Mehrheit an der Spitze der Kommission zu verändern. In diesem Klima ist die Schließung einer Fabrik keine Wirtschaftsnachricht mehr, sondern Munition.
Wenn, wie ein Teilnehmer behauptet, der deutsche Stromverbrauch bereits unter dem Niveau von 1992 liegt und Südeuropa diesen Weg seit drei Jahrzehnten geht, lautet die offene Frage nicht, wann die Industrie zurückkehrt, sondern wer in der Zwischenzeit die Rechnung bezahlt. Niemand wagt eine Zahl.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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