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Zugunglück von Urda: Zahl der Toten bei 69 eingefroren
Eine Woche nach dem Zugunglück von Urda bleibt die offizielle Zahl bei 69 Toten, während die Angaben zu Vermissten aus den Berichten verschwunden sind.
Todeszahl bei 69 eingefroren, Vermisste ohne Namen
Eine Woche nach dem Eisenbahnunfall von Urda ist die offizielle Bilanz auf einer Zahl festgefahren, die viele bezweifeln: 69 Todesopfer. Gleichzeitig hat sich die in den ersten Stunden genannte Zahl der Vermissten – bis zu 72 Personen – ohne öffentliche Erklärung verflüchtigt. Die Frage, die durch Flure und Bildschirme geistert, ist einfach: Wenn es 69 Tote und 72 Vermisste gab, wo sind die anderen? Oder beträgt die tatsächliche Zahl der Todesopfer 139, und niemand will sie benennen?
Minister Óscar Puente trat im Plenum auf, um ein Eilgesetz zu verteidigen, das die Verschuldungsgrenzen für Renfe, Puertos del Estado, ICEX und Salvamento Marítimo erweitert. Die Opposition kritisierte den gewählten Weg – ein Eilgesetz statt des Haushaltsplans – sowie dessen Inhalt. Über den Unfall wurde wenig gesagt. Über die Vermissten nichts.
Wie viele Vermisste gibt es beim Unfall von Urda wirklich?
Die erinnerliche Abfolge ist diese: Zunächst sprach man von 69 Toten und 72 Vermissten. Dann wurden fünf dieser Vermissten lokalisiert, die sich in Krankenhäusern befanden oder nie eingestiegen waren. Die Zahl sank auf 67. Dann folgte das Chaos: Es wurde angekündigt, dass alle 69 Toten identifiziert seien, und andererseits, dass auch die 67 Vermissten identifiziert seien. Wie identifiziert man eine vermisste Person ohne Leiche? Eine offizielle Antwort steht aus.
Einige behaupten, es handle sich nur um einen Nomenklaturfehler: Die Vermissten seien eigentlich in den Trümmern eingeschlossene Leichen, die auf ihre Identifizierung warteten. Andere sehen darin eine bewusste Manöver, damit die Summe die psychologische Schwelle von 100 nicht überschreitet. Die pessimistischste Rechnung addiert 69 plus 70 und kommt auf 139. Die wohlwollendste besagt, dass die Vermissten bereits unter den Toten gezählt werden und die Endzahl eben diese sei.
Das Präzedenzfall der DANA und der stehende Zähler
Das Misstrauen entsteht nicht aus dem Nichts. Bei der Bewältigung der DANA-Flutkatastrophe in Valencia stieg die Opferzahl in den ersten Tagen schnell an und stagnierte dann. Diese Erfahrung hinterließ einen Nachgeschmack: Wenn eine offizielle Zahl einfriert, wird die Bevölkerung misstrauisch. Hier ist etwas Ähnliches passiert. In den ersten Tagen gab es Aktualisierungen; danach Stille.
Das am häufigsten wiederholte Argument lautet, dass Züge keine Fischerboote sind. AVE-Tickets sind namensgebunden: Jeder Passagier wird beim Kauf identifiziert. Daher hätte die Liste der Fehlenden ab Minute eins abgeglichen werden können. Wenn das stimmt, ist die Frage nicht, wie viele vermisst werden, sondern warum die vollständige Liste nicht veröffentlicht wurde.
Die Auslastung der Züge: die bekannten Zahlen
Der AVE war voll besetzt: 397 Passagiere bei einer Kapazität von 404 Sitzen verteilt auf acht Wagen. Der Iryo hingegen fuhr mit einem Drittel seiner Kapazität: 147 Passagiere auf 460 Sitzen. Wagen 8 des Iryo wurde zerstört; die Wagen 7 und 6 erlitten ebenfalls schwere Schäden und fielen vom Bahndamm. Die Überlebenswahrscheinlichkeit in der hinteren Hälfte von Wagen 8 wird als praktisch null eingestuft.
Mit diesen Daten schätzt eine kursierende Berechnung zwischen 8 und 12 Todesopfern allein in Wagen 8, plus mehrere Schwerstverletzte. In Wagen 7 zwischen 2 und 5 Todesopfern. Das sind Schätzungen, keine offiziellen Zahlen. Aber sie passen schlecht zu einer Gesamtzahl von 69.
Das Schweigen der Medien und der unbestätigte Pakt
Das vorherrschende Gefühl ist, dass die Medien zur Tagesordnung übergegangen sind. Erstens, weil sich der Fokus auf den Rücktritt eines hochrangigen Beamten verlagerte – im Straßenjargon als 'Affe' bezeichnet. Zweitens, weil die Vermissten aus den Schlagzeilen verschwunden sind. Man spricht von Toten, nicht von Abwesenden. Und die Wagen sind bereits aus dem Gleis entfernt worden: Dort wird niemand mehr gefunden.
Einige gehen weiter und sprechen von einem Schweigepakt unter Einbeziehung der Versicherungen: DANA-Opfer wurden als Verkehrsunfälle verbucht, damit die Versicherer Entschädigungen leise zahlen konnten. Dafür gibt es keinen Beweis. Aber der Verdacht hat sich festgesetzt.
Am Ende ist die verstörende Tatsache nicht die 69. Es ist, dass eine Woche später, nachdem die Züge entfernt und die Verletzten entlassen wurden, niemand hervorgetreten ist, um zu sagen, wie viele Vermisste noch übrig sind. Noch wie viele es waren. Noch warum die Rechnung nicht aufgeht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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