Zucker- und mehlfreie Ernährung: Von Thunfisch bis zu 69 kg

Menüs ohne Zucker oder Mehl reichen von Ofenthunfisch bis Enten-Gazpacho. Die Erfahrungen sind gemischt: Einige nehmen ab, andere können nicht zunehmen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zucker- und mehlfreie Ernährung: Von Thunfisch bis zu 69 kg
Essen ohne Zucker und Mehl: Vom Paleo-Menü zum hartnäckigen Reflux

Ein Glas Gazpacho, eine Ente mit Haut, zwei gekochte Eier, Oliven mit Anchovis und halb Guacamole. Alles aus dem Supermarkt, nichts Bio, nichts Teures. Dies ist eines der Menüs, die auf den Tisch kamen, als jemand konkrete Beispiele für das Essen ohne Zucker und ohne Mehl verlangte. Die Anfrage war häuslich und sehr spezifisch: Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Snack und Dinner, schnelle Rezepte und ein nicht unwesentliches Extra, gastrischer Reflux.

Die überwiegende Antwort war eine Korrektur. Fünf Mahlzeiten am Tag seien kontraproduktiv, behaupteten mehrere Nutzer. Und die Idee, dass es bestimmte Lebensmittel fürs Frühstück und andere fürs Mittagessen gibt, sei eher eine kulturelle Gewohnheit unsererseits, kein physiologisches Bedürfnis.

Was frühstückt man, wenn man Getreide weglässt?

Hier zeigt sich das Beste an der Sache: die Logistik. Manche frühstücken gar nichts, nur Kaffee. Andere bereiten einen Trank aus reinem Kakao, Kaffee und Kokosfett zu und halten bis zum Mittagessen ohne Hunger durch, wobei sie den Effekt als Aktivierung der Lipolyse, wie Sport machen, ohne ihn zu treiben beschreiben.

Und dann gibt es die Anekdote vom Arbeitskollegen, der um sieben Uhr morgens frischen Thunfisch in den Ofen schiebt, nüchtern trainieren geht und zurückkommt, um Thunfisch zu frühstücken. Ohne Toast. Ohne Schuldgefühl.

Für diejenigen, die keine Hobbyköche sind, sind die am häufigsten genannten Gerichte fast beleidigend einfach: Lachs im Ofen mit Spargel, Rührei mit Schinken und Pilzen, Zucchini-Spaghetti, Brokkoli- und Süßkartoffel-Omelett, Thunfisch mit Avocado und Pistazien. Eine kursierende Berechnung besagt: 300 Gramm Salpicón, eine 250-Gramm-Avocado und Pistazien überschreiten 1.000 Kalorien und sättigen jeden.

Reflux: Brot als Experiment streichen

Einer der am häufigsten wiederholten Berichte handelt nicht vom Gewicht, sondern vom Magen. Manche berichten, dass sie täglich Omeprazol und Almax eingenommen haben und dass der Reflux verschwand, als sie das Brot wegließen; er kam für ein paar Tage nach einem üppigen Brotmahl zurück. Es ist eine persönliche Erfahrung, keine klinische Studie, und das sollte klar gesagt werden: Jeder Mensch reagiert unterschiedlich, und die professionelle Einschätzung bleibt maßgeblich.

Was sich wiederholt, ist das Gefühl kurzer Verdauungen. Streichen Sie das Brot weg, und Sie werden nie wieder eine lange oder schwere Verdauung erleben, fasst eine andere Antwort zusammen.

Leistung ohne Kohlenhydrate? Der Streit mit dem 100-km-Läufer

Der hitzigste Punkt. Ein Halbmarathon- und Marathonläufer, der zwischen 90 und 100 km pro Woche läuft, Intervallserien von 12–14 Wiederholungen über 500 Meter in Tempi von 1'40 bis 1'32 Minuten, oft um sieben Uhr morgens. Er behauptet, das nächtliche Glykogen reiche ihm aus. Die Gegenreaktion kam mit Sarkasmus: Mit solchen Diäten schafft man nicht einmal Kilometer 3, und 17 Stunden ohne Essen bei dazwischen liegendem Training führen direkt in die Notaufnahme.

Die Gegenerwiderung ist ein Klassiker: Menschen sind nicht dafür gemacht, Halbmarathons zu laufen, und genau das ist schädlich. Niemand gab auch nur einen Millimeter nach.

Taucht auch das Argument der Fundstätte auf. Die Ernährung des Hadza-Volkes — Affenbrotfrucht, Stachelbeere, Knollen, rote Beeren und frisch gesammelter Honig — dient als paläolithischer Spiegel, inklusive der Lehrbuchkorrektur: Die Lebenserwartung vor einer Million Jahren wird unter Einschluss der Kindersterblichkeit berechnet.

Der Jo-Jo-Effekt, den niemand beweist

Ein Bekannter, der „sich damit auskennt“, versicherte, dass diese Art von Diät einen Jo-Jo-Effekt erzeugt. Die Antwort war eindeutig: Fünf Jahre beibehalten, drei Kilo weniger im letzten Jahr und keinerlei Anzeichen einer Rückkehr zum alten Gewicht. Eine weitere Erfahrung, bescheidener und realistischer: Zucker, Pommes, Säfte und Brot weglassen, ohne Kalorien zu zählen, und neun Kilo weniger.

Das verwirrende Detail

Und hier die Wendung. Wer das Thema eröffnete, um schwere Verdauungsprobleme zu lösen, berichtet später, dass er immer noch Reflux hat, obwohl er Gluten weggelassen hat, Reis, Kartoffeln und glutenfreies Brot isst und dass er bei 1,80 Metern 69,3 Kilo wiegt, mit deutlich sichtbarem Hüftknochen „wie bei Models“ und dünnen Beinen. Er möchte mehr Volumen in der Kleidung sehen. Er vermutet ein Absorptionsproblem.

Vom Menü ohne Mehl zum Körper, der selbst beim Zunehmen-Wollen nicht mehr zunimmt. Niemand wusste recht, was damit anzufangen.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (211 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver