Zombie-Apokalypse: Warum dein Überlebensplan scheitert

Ein Forum-Nutzer schätzt die Überlebenschancen bei einer Zombie-Apokalypse ohne befestigtes Haus, eigenes Wasser und geografisches Glück auf 1 zu 50.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zombie-Apokalypse: Warum dein Überlebensplan scheitert
Warum du eine Zombie-Apokalypse nicht überleben würdest: Nur 1 von 50, laut einem Forennutzer

Von fünfzig Menschen überlebt einer. Das ist die Berechnung, die der Eröffnungsbeitrag eines Threads liefert, der wenig einladend beginnt: Stelle deinen Plan vor, um eine Zombie-Apokalypse zu überleben, und ich erkläre dir, warum du unweigerlich sterben wirst. Und er räumt ein, dass es noch schlechter sein könnte. Das Ergebnis ist eine Sammlung guter Absichten, Kurbeltaschenlampen und vorhergesagter Leichen.

Der Anfang hat seinen Reiz: Wer verspricht, jeden zu widerlegen, gibt zu, dass seine 1-zu-50-Schätzung nur eine Annäherung ist. Ab diesem Punkt konkurrieren die anderen Teilnehmer darum, wer den am meisten fehlerhaften Plan hat.

Warum würden die meisten sterben? Das Problem ist nicht der Zombie

Das erste wiederkehrende Argument ist, dass die Liste der Opfer feststeht, bevor der erste Biss erfolgt. Familie haben, nicht in der Heimatstadt sein, von Umständen abhängen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Hast du eine Schusswaffe? Hält dein Fahrzeug länger als eine Woche durch? Hast du Vorerkrankungen? Würdest du jemanden zurücklassen, ohne zu wissen, ob er noch lebt?

Die Antworten auf diese Fragen trennen ernsthafte Pläne von Poseur-Gehabe. Manche akzeptieren direkt das Unangenehme: Sie würden ihr Leben nicht für Familienmitglieder riskieren, die doppelt so alt sind wie sie, und würden jeden zurücklassen. Es klingt zynisch, aber dahinter steckt die Logik langer Lagerübernachtungen, wo man lernt: Erst kommt man selbst, dann die anderen.

Und dann ist da der häufigste Fehler: Zu glauben, man überlebt durch Kämpfen. Eine Beinverletzung, Infektion, Fieber und die Unfähigkeit sich zu bewegen sind tödlicher als der Feind selbst. Kämpfen ist das letzte Mittel, nicht das erste.

Der Unterschlupf: Eine 5 Meter hohe Steinmauer und 500 Meter offenes Gelände

Der detaillierteste Plan, der auf dem Tisch liegt, beschreibt ein Haus mit Zugang über eine 5 Meter breite Steinmauer, dahinter nur 1 Kilometer Wasser und vor der Tür 500 Meter ungeschützter Weg. Mit zwei Tagen Vorlauf könnte Stacheldraht hinzugefügt werden. Es gibt Baupläne des Gebäudes, Schlüssel und Sicherheitssysteme, weil man jahrelang damit gearbeitet hat.

Ein anderer Ansatz setzt auf das Gegenteil: Nach oben gehen und sich verschanzen. Die Stockwerke eines Blocks besetzen, indem man über die Innenhoffenster eindringt, beginnend bei den oberen Etagen, Etage für Etage freimachen und die Ressourcen behalten. Selbstgebaute Schutzvorrichtungen aus Reifen und Schaumstoffgummi, befestigt mit Klebeband, Helm und einem Schalungshebel, der auch für Türen dient.

Geografische Isolation hat klassische Befürworter: Auf einem Hügel lagern, einen steilen Pfad vorbereiten und auf die Schwerkraft vertrauen. Oder direkt eine Insel nahe der Küste, fischen, weil Zombies nicht schwimmen können. Der Einwand kam schnell: Durchs Wasser laufen funktioniert auch nicht, denn ein Körper, der kaum koordiniert, schon gar nicht, und atmen muss man trotzdem.

Die Speisekammer: Dosen, die seit zehn Jahren abgelaufen sind, und 15 Liter Öl

Hier wird die Sache häuslich und deutlich nützlicher. Mindesthaltbarkeitsdaten werden eher als gesetzliche Vorschrift denn als Gesundheitswarnung wahrgenommen: Solange kein Rost oder Loch vorhanden ist, ist das Schlimmste ein Geschmacksverlust. Es wird der Verzehr von Oliven-, Thunfisch- und Fabada-Dosen (spanischer Eintopf) beschrieben, die seit zehn Jahren abgelaufen sind, ohne Konsequenzen. Das reale Risiko, das erwähnt wird, ist Botulismus.

Das typische Inventar umfasst jahrelang gelagertes Wasser, Hülsenfrüchte, Tetrapak-Pürees, die Monate nach Ablauf verzehrt wurden, und 15 Liter Olivenöl, gekauft, als der Preis noch günstig war. Die Einkaufsliste fügt Batterien, Kerzen, Powerbanks, ein altes Radio und LED-Taschenlampen mit wiederaufladbarem Akku und Solarlader hinzu.

Die berechtigte Frage ist die immer gleiche: Ohne fließendes Wasser oder Strom, wie kocht man, wie hält man Hygiene aufrecht, wie lange hält gestautetes Wasser? Die ehrlichste Antwort eines anderen Teilnehmers setzt die Frist auf eine Woche. Wer eine eigene Quelle hat, wird trinken.

Schnelle oder langsame Zombies? Warum langsame die Welt nicht auslöschen

Die Frage erhält eine Antwort mit fast epidemiologischem Sachverstand: Laut einem Teilnehmer wäre es unmöglich, wenn sie langsam wären, denn ein Ausbruch dieser Art würde global nie außer Kontrolle geraten. Die einzige Option für eine echte Apokalypse wäre der schnelle Zombie, der infiziert, bevor jemand reagieren kann. Ein anderer Teilnehmer fügt das gefürchtetste Szenario hinzu: Mehrere Tage Latenzzeit ohne Symptome, was das gesamte Paradigma bricht und alles verändert.

Das Gegengewicht ist militärisch und ziemlich logisch: Jede Armee würde Invasionen wie in den Filmen im offenen Feld aufhalten. Im besten Fall gäbe es Chaos in ein paar Städten. Nichts von Apokalypse.

Das Imaginäre speist sich aus einer konkreten Referenzserie: Die mit acht Staffeln, die Zug-nach-Busan-Story, die Videospiel-Adaption, die im zweiten Teil an Schwung verlor, und der britische Ausbruch der Infizierten. Es gab sogar eine denkwürdige 250-seitige Diskussion darüber, ob die Infizierten in diesem Film echte Zombies oder einfach Kranke waren.

Der Feind ist nicht der Tote: Es ist der hungrige Nachbar

Der solideste Konsens in dem gesamten Thread ist unbequem: Die Lebenden machen mehr Angst. In ein Dorf zu gehen, wo man niemanden kennt, mit Gerüchten über eine Krankheit unbekannter Übertragung, ist sein Todesurteil zu unterschreiben, denn erst wird geschossen, dann gefragt. Es gibt eine vernünftige Prävention gegen diese Bedrohung: Organisierte Gruppen mit vorherigem Zusammenhalt, Waffen und Kampferfahrung, sehr unterschiedlich vom spontanen, hungernden Einzelgänger.

Über städtische Horden gibt es zwei gegensätzliche Lesarten. Eine behauptet, Millionen Menschen ohne Trinkwasser erliegen innerhalb eines Monats und die Massen bleiben um die Städte herum gedrängt, bestehlen sich gegenseitig und sterben. Die andere erinnert an die historische Analogie: Kleine, isolierte Dörfer hatten es leichter als große, vernetzte Metropolen, als Invasionen das östliche Mittelmeer verwüsteten. Zerstörendes Gegenargument: Damals lebten viel weniger Menschen auf dem Planeten. Heute wird jedes Versteck lokalisiert.

Die Schlussfolgerung vor Ort liegt auf der Hand: Außer einem isolierten Haus mit hohen Mauern, Bergen im Rücken und eigenem Wasser sind die Chancen winzig. Und dennoch hat niemand die Kernfrage geklärt. Wenn die Massen in der Stadt bleiben, hält der ländliche Unterschlupf stand. Wenn sie sich ausbreiten, ist kein Gipfel hoch genug.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (555 Antworten).

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