Zinsniveau bei 5 % für zehn Jahre: Belastung für Hypotheken und KMU

Eine Prognose sieht die Zinsen über zehn Jahre bei 5 %. Die Debatte dreht sich um Normalität oder Anomalie, mit Festzins-Hypotheken bis zu 7 %.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zinsniveau bei 5 % für zehn Jahre: Belastung für Hypotheken und KMU
Ein Jahrzehnt mit 5 % Zinsen: Das Ende des billigen Geldes

Ein Jahrzehnt mit Leitzinsen bei 5 % ist keine Apokalypse. Es ist eher die Rückkehr zum Ausgangspunkt. Die Prognose, die die Diskussion entfacht hat, beschreibt ein Szenario, das ohne Umschweife als verheerend bezeichnet wird: zehn Jahre, in denen der Preis des Geldes um die 5 % liegt, und die Schlagzeilen dazu sind ungeschönt. Diese Diagnose trifft eine Wirtschaft wie ein kalter Schauer, die sich mehr als ein Jahrzehnt lang praktisch kostenlos finanziert hatte.

Die erste Reaktion war nicht Panik, sondern Erinnerung. Die Anomalie waren nicht die 5 %, die Anomalie waren die Jahre mit 0 %, argumentiert eine Strömung der Analyse, die daran erinnert, dass kostenloses Geld die Ausnahme und nicht die Regel ist. Andere gehen noch weiter: Wir leben nicht seit zehn, sondern seit zwanzig Jahren über unsere monetären Verhältnisse. Der Streit dreht sich nicht um den Datenpunkt, sondern um die Geschichte, die ihn erklärt.

Die Anomalie waren die Null-Prozent-Jahre, nicht die Rückkehr zu 5 %

Während des Zyklus mit null Prozent behaupteten einige Prognosen, dieses Szenario würde drei Jahrzehnte andauern, mit Japan als dauerhaftem Spiegelbild. Diese Vorhersage alterte schlecht. Das Argument, das heute wiederholt wird, ist das Gegenteil: Ein Jahrzehnt mit Geld zu 5 %, einem Höhepunkt bei 8 % und einer Rückkehr zu 5 %, ähnelt eher einem normalen Zyklus als einer Tragödie. Manche sehen die Landung sogar früher: kein flaches 5 %, sondern eine Spanne von 3 % bis 4 %.

Der Skeptizismus folgt einem anderen Weg. Warum sollte man dieser Prognose glauben und nicht der vorherigen? Wer jetzt vor einem Jahrzehnt mit 5 % warnt, hat auch den Anstieg nicht kommen sehen, und die Modelle, die dies stützen, scheinen nicht zuverlässiger als Horoskope. Die Kritik richtet sich gegen die Methode, nicht gegen die Zahl: Die Ökonomie verhält sich wie eine Pseudowissenschaft, die systematisch auf einem regulierten Markt irrt. Zinsen für zehn Jahre vorauszusagen bedeutet, zu raten, wie eine Zentralbank auf eine Krise reagieren wird, die es noch nicht gibt.

Warum sind 5 % Zinsen real immer noch negativ?

Weil die Inflation darüber liegt. Bei einer Verbraucherpreisindex-Inflationsrate über 5 % lässt der nominale Zinssatz von 5 % den Sparer an Kaufkraft verlieren, und dieses Detail widerlegt einen großen Teil der Erzählung. Das Geld ist nicht teuer: Es ist weniger gratis als zuvor. Ein alltäglicher Beweis dafür, dass die Übertragung auf das Sparen weiterhin gestört ist, zeigt sich darin, dass manche Institute Einlagen nur mit 20 Euro Rendite verzinsen – eine Summe, die wie Almosen wirkt.

Daraus ergibt sich das Szenario, das am meisten beunruhigt: Wenn sich die Inflation festsetzt und die Zinsen hoch bleiben, nennt man den Cocktail Stagflation. Ein Jahrzehnt mit dem Preis des Geldes bei 6 % und ohne Wachstum ist, in den Worten dessen, der es skizziert, der Pavor. Und aus historischen Beispielen weiß man, dass der Ausweg oft schlimmer ist als die Krankheit selbst.

Festzins-Hypotheken bei 2,7 % und 7 % in den USA

Unterdessen hat sich der Hypothekenmarkt bereits gespalten. Manche haben diesen Monat einen Kredit zu 2,7 % Festzins, ohne Bindungen und über 30 Jahre, abgeschlossen, mit der Absicht, ihn in 15 Jahren zurückzuzahlen, und betrachten dies als einen Sieg des richtigen Timings. Andere blicken in die Vereinigten Staaten, wo der Durchschnittszins für 30-jährige Festzins-Hypotheken über 7 % liegt, um abzuschätzen, wie weit die Entwicklung hier gehen könnte.

Die Frage nach den Auswirkungen auf die Immobilienpreise bleibt offen. Wenn Euribor und Inflation zwei Jahre lang stabil bleiben, würde die Logik der Nachfrage eine Korrektur erzwingen: Wenn die Menschen nicht mehr mithalten können, steigen sie ab. Dies geschah bereits zweimal, 2011 und 2020. Das Problem ist, dass die Anpassung hier nicht nur durch die Rate kommt, sondern auch durch die Kaufkraft, was etwas anderes ist.

KMU und Selbstständige: Wenn 5 % zum Filter werden

Das schmerzhafteste Kapitel liegt nicht im Hypothekenbescheid, sondern in der Gewinn- und Verlustrechnung. Spanien ist ein Land von KMU und Selbstständigen, die unter Druck stehen, und für dieses Gewebe ist der Wechsel von kostenloser Finanzierung zu 5 % Zinsen keine Anpassung: Es ist ein Regimewechsel. Wer behauptet, 5 % Zinsen seien perfekt, fügt den Rest des Satzes hinzu: Wenn ein Unternehmen diese Kosten und die aktuelle Steuerlast nicht überlebt, schließt es, und die Mitarbeiter erhöhen die Arbeitslosigkeit.

Die Antwort kommt aus dem Gründer-Ökosystem selbst. jahrelang war das Problem nicht schlechte Finanzierung, sondern dass jeder finanziert wurde: Zwei von drei Unternehmen ließen innerhalb von zwei Jahren Zahlungsunfähigkeit entstehen, laut gängiger Berechnungen. Mit teurem Geld, so heißt es, werden nur diejenigen gründen, die schwere Maschinen, Kapital für lange Durststrecken und einen Plan haben, der nicht vom nächsten Kredit abhängt. Es kann natürliche Selektion sein oder einfach weniger Berufung. Beide Lesarten koexistieren.

Der institutionelle Gegenpunkt weist darauf hin, dass es keine Welle von Zwangsversteigerungen wie 2008 geben wird, da die Institute Umschuldungen zu Festzins anbieten und Verhaltenskodizes anwenden. Die Bank findet schon jemanden, der sie rettet, wenn die Bilanz nicht stimmt. Dies ist der Teil der Erzählung, der am wenigsten Diskussion auslöst und dennoch am meisten Sorgen bereiten sollte.

Das Szenario für die kommenden Jahre

Mit diesen Teilen ist die häufigste Prognose nicht die ewige 5 %. Es ist die eines relativ kurzen Phasen hoher Zinsen – zwölf oder sechzehn Monate –, gefolgt von einer gestaffelten Senkung und einer Stabilisierung im Bereich von 1,5 % bis 2 % über ein weiteres langes Jahrzehnt. Niemand glaubt, dass die 5 % endlos bestehen bleiben, besonders nicht in einer europäischen Wirtschaft, die vom Kredit abhängig ist.

All dies natürlich, falls die Dinge nicht vorher schieflaufen. Denn die Prognose, die in informellen Umfragen der Branche gewinnt, ist die einer klassischen Finanzkrise und einer Rückkehr zum billigen Geld, bevor das Jahrzehnt endet. Niemand weiß, welcher der beiden Fahrpläne eintreten wird. Sicher ist nur, dass wer zu 2,7 % Festzins unterschrieben hat, sich um dieses Thema keine Sorgen mehr machen muss.



Hinweis: Dieser Artikel basiert auf Analysen und Daten einer Gemeinschaft von privaten Investoren und Sparern.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (238 Antworten).

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