Zaragoza-Bar umgeht Rauchverbot als Gastronomieverein

Ein Bar in Zaragoza gründet einen Gastronomieverein, bietet Kunden kostenlose Mitgliedschaften an und berechnet Getränke als Materialersatz, um das Tabakverbot zu umgehen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zaragoza-Bar umgeht Rauchverbot als Gastronomieverein
Die Bar, die sich in eine Gesellschaft verwandelte, um den Aschenbecher nicht auszumachen

Kann man in einer Bar weiterhin rauchen, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen? Ein Lokal in Zaragoza behauptet: Ja. Es hat sich in eine Gastronomievereinigung (asociación gastronómica) umgewandelt, nimmt seine Kunden kostenlos als Mitglieder auf und berechnet die Verzehrten nicht als Getränke, sondern unter dem Begriff "Ersatz des verbrauchten Materials". Der Thread verweist zudem auf eine Nachricht über eine Bar im Zaragozaer Stadtviertel Santa Isabel mit demselben Ziel. Wer drinnen ist, ist Mitglied; der Gast, der zum ersten Mal eintritt, akzeptiert die Satzung und damit die Möglichkeit, einen Raucher am Nebentisch zu haben.

Was ist eine Gastronomiegesellschaft und was verlangt das Gesetz?

Eine Kultur- oder Gastronomievereinigung wird mit mindestens drei Mitgliedern, natürlichen oder juristischen Personen, gegründet. Sie erfordert eine Gründungsurkunde — öffentlich oder privat —, eine in der Versammlung genehmigte Satzung und eigene Verwaltungsorgane, einschließlich eines Vorstands. Das ist das rechtliche Gewand, das diese Lokale angelegt haben.

Das Problem ist, dass das Gewand eng sitzt. Wie in der Debatte angemerkt wird, dürfen gemeinnützige Organisationen keine Angestellten beschäftigen, und eine Bar lebt genau davon, Getränke und Essen zu verkaufen. Wenn das Etablissement die Barlizenz aufgibt, gibt es das Geschäft auf; wenn es sie behält, unterliegt es weiterhin dem Verbot. Die Quadratur des gastronomischen Kreises, mit dem Zusatz, dass die Buchhaltung gegenüber der Inspektion stimmen muss.

Der Gesetzesbetrug, den die Inspektion sofort erkennt

Für einen Teil der Analyse schreit die Erfindung zu sehr. Wenn die Verzehrten als "Materialersatz" fakturiert werden, bleibt offen, wie der Gewinn deklariert wird und welche Bilanz das Lokal vorlegt. Es wird sogar angedeutet, dass die Konstruktion zu etwas Ernsthafterem als einer Verwaltungsstrafe führen könnte, wenn sie als Gesetzesbetrug (embeleco de ley) ausgelegt wird. Man sollte dies vorsichtig formulieren: Es sind Szenarien, die diskutiert werden, keine rechtskräftigen Urteile.

Einige vertreten die Ansicht, dass ein gut strukturierter Rauchclub — gemeinnützig, mit Mitgliedern und ohne Personal — eine Formel ist, die die Vorschriften selbst vorgesehen haben und daher keine Überraschungen bereiten sollte. Dagegen spricht das Detail, dass solche Formen mit strengen Bedingungen verbunden waren, gerade damit niemand sie als Deckmantel nutzt.

Was sagt der Markt versus was sagt die Norm?

Die unangenehmste Erklärung ist die einfachste: Es gab Rauchbars, weil der Markt sie verlangte. Die Gastronomen öffneten keine Aschenbecher aus gesundheitlicher Überzeugung, sondern weil sie eine feste Stammkundschaft hatten, die fast namentlich bekannt war. Das Gesetz von 2006 ließ ihnen die Wahl; das spätere Gesetz schloss die Tür zur Wahl.

Darin liegt der Knotenpunkt. Einige verteidigen, dass wer ein privates Lokal betritt, dies freiwillig tut, niemand gezwungen wird und das Schild gewarnt hat. Andere entgegnen, dass das Einatmen von Rauch ein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit sei und ein Schild kein ausdrückliches Einverständnis darstelle. Dazwischen wiederholt ein Teilnehmer ein Detail: Dass das Gesetz das Rauchen in Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen erlaubt, öffentlichen Räumen mit unfreiwilligen Nutzern, und es in einer Bar verbietet, wo der Kunde frei entscheidet, einzutreten und zu gehen.

Listigkeit als Antwort auf die normative Schließung

Die Diskussion lenkt schnell auf den Klassiker ab. Wenn eine Norm auf eine Gewohnheit prallt, findet man in Spanien (España) die Formel, sie zu umgehen. Die Frage ist nicht, ob diese Bars durchhalten, sondern wie viele das Modell nachahmen werden, bevor die Inspektion ihre Sinne schärft.

Der Horizont hilft nicht. Während hier diskutiert wird, ob eine Gastronomievereinigung Aschenbecher haben darf, verlinkt der Thread eine Nachricht über die Aufhebung des totalen Tabakverbots in Griechenland.



Am Ende ist das Geschäft, das eine Strafe riskiert, indem es das Rauchen erlaubt, kein Kamikaze: Es ist jemand, der gerechnet hat. Und die Rechnung geht vorerst auf. Man muss sehen, ob sie auch für den Inspektor aufgeht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (144 Antworten).

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