Zara-Duft vs. Nische: Umformulierung spaltet die Community

Ein 20-Euro-Zara-Parfüm konkurriert mit 30-Euro-Klassikern und Nischen-Düften. Im Zentrum der Debatte steht die Umformulierung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sommer- oder Winterkolonien: Die gemeinsame Beschwerde gegen die Umformulierung

Laut Nutzern eignet sich eine bei Zara gekaufte Kolonie für 20 Euro für alle Jahreszeiten und jeden Zeitpunkt des Tages. Eine andere um die 30 Euro – Dunhill Desire Red oder Ted Lapidus Black Soul – wird als erschwinglicher Ersatz für deutlich teurere Klassiker genannt. Zwischen diesen Extremen wiederholt sich ein für die Industrie unbequemes Muster: Der Flakon ist am wenigsten wichtig. Am meisten diskutiert wird, ob die Formel noch dieselbe ist wie vor zwanzig Jahren.

Der Ausgangspunkt war einfach: zu entscheiden, ob die Lieblingskolonie für Sommer oder Winter ist, und sie auf einer Skala von Alfa bis Paco einzuordnen. Das Gespräch entwickelte sich zu etwas Interessanterem.

Sommer oder Winter und das inoffizielle Alfa-Beta-Paco-Ranking

Die Klassifizierung nach Jahreszeiten ist die erste Achse. Einige Düfte sind der Hitze vorbehalten, andere funktionieren nur bei Kälte. Die zweite Achse ist sarkastischer: eine ungeschriebene Hierarchie, die Etiketten zwischen Alfa, Beta und einer中间 Kategorie namens „Urogallo Guay“ verteilt, wo Marken wie Mugler oder Jean Paul Gaultier landen. Darunter liegt die „Paco-Kolonie“, ein Sammelbecken für Gerüche einer anderen Generation.

Dieses Etikett diente während eines Großteils der Diskussion als wiederkehrender Witz: Es identifizierte Opa-Düfte, ranzig und aus dem Markt. Der Höhepunkt der Ironie kam, als einer dieser verbannten Parfums als der beliebteste einer ganzen Generation beansprucht wurde. Er existiert immer noch, wenn auch mit neu gestaltetem Behälter. Sogar die Flasche, so der Kommentar, war „paco paco“.

Warum dominieren One Million und Invictus die Regale?

Gegen die Nostalgie hat die Gegenwart zwei Eigennamen: One Million und Invictus. Kritiker stimmen in einem Punkt überein: Sie verkauften sich „wie Zombies“ und verkaufen sich weiterhin. Ihre Werbung erhielt den Vorwurf, die schlechteste der Geschichte zu sein, sodass allein das Sehen der Anzeige genügt, um nicht wissen zu wollen, wie der Flakon riecht.

Der Vorwurf ist nicht nur ästhetisch. Eine konkrete Szene wird beschrieben – abends in Madrid ausgehen und feststellen, dass alle jungen Leute nach denselben dichten, unspektakulären Gourmand-Düften riechen – woraus sich die Beschwerde über die Schublade ergibt. Der süße, massive Duft ist zur Uniform geworden. Manche gestehen, nach einem bestimmten Launch vom Zug dieser Marke abgesprungen und nie zurückgekehrt zu sein.

Umformulierung: Der Streitpunkt, den niemand bestreitet

Wenn es einen Punkt gibt, an dem unterschiedlichste Profile übereinstimmen, dann die Umformulierung. Eine Kolonie, die als Essenz des Alpha-Männchens beschrieben wird, erinnert man sich als authentisch in ihrer Version der Achtziger; die aktuelle, sagen sie, habe nichts damit zu tun und koste „Drucker-Tinten-Preise“. Die Beschwerde ist nicht isoliert: Sie betrifft Lebenszeit-Klassiker, einschließlich Calvin Kleins Eternity, sowie aktuelle Bestseller.

Die zirkulierende Diagnose ist wirtschaftlich vor olfaktorisch. Die Änderung der Formel senkt die Produktionskosten, bricht aber die Bindung zum treuen Kunden, der die Variation vor jeder Kampagne bemerkt. Und wenn der umformulierte Duft an Körper verliert, kehren jene, die gehen, selten zurück.

Vom 20-Euro-Zara zur Nische: Die Preisleiter

Das Spektrum ist breit. An der Basis die Zara-Kolonien für 20 Euro, spöttisch als „Massengrab der Parfums“ bezeichnet, aber überraschend wirksam. Eine Stufe höher, 30 Euro für Dunhill oder Ted Lapidus. An der Spitze Nischenparfums wie Nasomattos Black Afgano, ohne Umschweife als teuer anerkannt.

Die Pyramide hat Abkürzungen. Davidoffs Cool Water wird als erschwingliche Version eines Creed-Klassikers zitiert. Für den Winter tauchen andere potente Formeln auf, die versprechen, „zu viel“ zu riechen, im Austausch für Ausgaben über dem Durchschnittsbudget. Das Thema wurde später mit einer direkten Frage reaktiviert: Welche Kolonie benutzt ihr diesen Sommer?

Billige Chemikalien und täuschende Imitate

Die Grundfrage bleibt: Woraus bestehen sie? Ein Verbraucher gibt zu, wissen zu wollen, ob es teure natürliche Essenzen gibt oder, wahrscheinlicher, „billige Chemikalien pro Liter“. Die angebotene technische Antwort lautet, dass jeder Duft auf einer bereits identifizierten und synthetisierten verantwortlichen Substanz beruht und heutzutage der teuerste Teil einer Kolonie der Alkohol ist.

Bezüglich Imitaten ist das Urteil nuanciert. Sie riechen dem Original sehr ähnlich, behaupten Tester, aber der Unterschied zeigt sich mit den Stunden: Die Haltbarkeit ist kürzer und die Projektion nimmt ab. Dort zeigt der billige Klon seine Nähte.



Die Industrie weiß, was sie verkauft. Sie weiß auch, was sie umformuliert und wen sie zurücklässt. Mit einem Markt, der massive Gourmands belohnt und stabile Formeln bestraft, bleibt die Frage offen: Gibt es noch eine Kolonie, die ihre eigene Gewinn- und Verlustrechnung intakt überleben kann?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (129 Antworten).

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