Warnte Zapatero Maduro, damit die Agenten verhaftet wurden, die ETA-Terroristen suchten? Die Audiencia Nacional deckt den mutmaßlichen Verrat auf
Ein Bericht der Audiencia Nacional (ein oberstes Strafgericht Spaniens) hat eine gescheiterte Operation des CNI (spanischer Inlandsgeheimdienst) in Venezuela aufgedeckt, die direkt auf den ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero verweist. Laut den Notizen des Exkommissars José Manuel Villarejo –bekannt als «Julito Martínez»– soll Zapatero das Regime von Nicolás Maduro gewarnt haben, damit zwei baskische Agenten des Centro Nacional de Inteligencia festgenommen würden: José María Basoa und Andrés Martínez. Ihre Mission: vierzehn ETA-Mitglieder, die im karibischen Land Zuflucht gefunden hatten, ausfindig zu machen und festzunehmen.
Die Anordnung der Audiencia Nacional, die nach dem Scheitern der Operation erging, enthüllt, dass die Regierung Sánchez selbst den Geheimdiensteinsatz vereitelt haben könnte. Die Liste der gesuchten ETA-Terroristen umfasst Schlüsselfiguren wie José Ignacio de Juana Chaos, Arturo Cubillas Fontán oder Asunción Arana Altuna, unter anderen. Die Schwere der Angelegenheit hat eine Kaskade von Reaktionen ausgelöst, die von Unglaube bis zur Forderung nach strafrechtlicher Verantwortung reichen.
Der Verrat, der die institutionelle Beziehung sprengt
Die Anschuldigungen stellen Zapatero als Mittelsmann zwischen dem CNI und der chavistischen Diktatur dar. Bestätigt sich dies, läge ein Hochverrat im Sinne des Strafgesetzbuches vor. Die zeitliche Übereinstimmung zwischen der Warnung des Ex-Ministerpräsidenten und der Festnahme der Agenten durch die venezolanische Polizei stützt die These. Das Detail ist nicht gering zu schätzen: Venezuela ist seit Jahren ein Zufluchtsort für ETA-Terroristen auf der Flucht vor der spanischen Justiz – mit Duldung des Maduro-Regimes.
Reaktionen und Skepsis
Während einige Kreise gegen den «Verrat an Spanien» wettern und fordern, dass Zapatero vor Gericht gestellt wird, bezweifeln andere die Glaubwürdigkeit der Quellen. «Dieses Medium ist nicht sehr unparteiisch», fassen die Skeptiker zusammen und spielen auf die Herkunft der Indiskretion an. Dennoch bestreitet niemand, dass die rechtlichen Folgen für den Ex-Ministerpräsidenten verheerend wären, sollten sich die Fakten bestätigen. Die von der Regierung kontrollierte Staatsanwaltschaft wird entscheidend sein.
Die Kontroverse offenbart eine unbequeme Realität: Der Schutz, den Venezuela ETA-Terroristen gewährt, ist kein Geheimnis, und Zapateros kürzlicher Besuch in Caracas erhält nun eine neue und trübe Bedeutung.
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