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Zapatero angeklagt im Plus-Ultra-Rettungsskandal
Die Audiencia Nacional klagt Zapatero wegen Einflussnahme bei der Rettung von Plus Ultra an. Falsche Rechnungen, Offshore-Gesellschaften und ein Netzwerk mit 40 Firmen.
Plus-Ultra-Rettung und Zapateros Anklage: Die Schlüsselelemente des Skandals
Der ehemalige Präsident José Luis Rodríguez Zapatero steht im Zentrum einer der unangenehmsten Justizermittlungen für die PSOE. Die Audiencia Nacional (spanisches Sondergericht) sieht ihn als „entscheidendes und strategisches Kernstück“ eines Netzwerks zur Einflussnahme, das für die Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra bezahlt worden sein soll. Der Fall ist jedoch kein einfacher Korruptionsfall: Er umfasst Übergepäck von bis zu 10 Tonnen in Flügen, gefälschte Rechnungen, Offshore-Gesellschaften und eine Aktienstruktur, die die Regierung auf Basis falscher Daten genehmigte.
Eine 53-Millionen-Euro-Rettung unter venezolanischer Kontrolle
Der Ministerrat genehmigte eine Rettungssumme von 53 Millionen Euro für Plus Ultra, eine spanisch-venezolanische Fluggesellschaft. Die SEPI (Staatsbeteiligungsagentur) validierte die Operation unter der Prämisse, dass die effektive Kontrolle beim spanischen Teil lag. Laut veröffentlichten Informationen gestand der Präsident der Fluggesellschaft dem Richter gegenüber jedoch, dass die reale Kontrolle beim Venezolaner Rodolfo Reyes lag. Das bedeutet, die Rettung wurde auf einer gefälschten Aktienstruktur genehmigt. Es stellt sich die Frage, wie dies den Prüfungen des Finanzministeriums und der Sozialversicherung entgehen konnte, die positive Berichte ausstellten.
Indizien des Richters: Gefälschte Rechnungen und ein Netzwerk aus 40 Gesellschaften
Der Beschluss des Richters Calama liefert laut Berichten zahlreiche Indizien dafür, dass Zapatero bei der Erlangung der Rettung half und dafür bezahlt wurde. Durchgesickerte Berichte der UDEF (Finanzpolizei) beschreiben ein Netzwerk aus fast 40 Gesellschaften, darunter einige Offshore-Firmen, „ad hoc“-Rechnungen und Zahlungen für Scheinarbeiten. Ehemalige Führungskräfte von Plus Ultra sollen die Zahlung einer „Schmiergeldzahlung“ an den Ex-Präsidenten bestätigt haben. Zudem deutet der Richter darauf hin, dass Zapateros Töchter die Gelder privat nutzten, etwa für Vermögensanschaffungen und vorzeitige Kreditrückzahlungen. Die Agencia Tributaria (Steuerbehörde) brauchte 570 Tage, um gegen Zapatero zu ermitteln – ein Detail, das nicht unbemerkt bleibt.
Reaktion der Regierung: Geschlossene Verteidigung und Verdacht auf Behinderung
Pedro Sánchez zwang Minister und sozialistische Führer, Zapatero zu verteidigen, bevor der Beschluss bekannt wurde. Nicht aus eigener Wahl, sondern aus purem Überlebensinstinkt, so die Analyse von El Debate. Währenddessen litt die Ermittlung unter Rückschlägen: Die SEPI löschte Dokumente nach Beginn der gerichtlichen Untersuchung, und das Innenministerium auflöste die Einheit, die Unregelmäßigkeiten bei Plus Ultra untersuchte, das Team Ares. Auch wurde darauf hingewiesen, dass das Netzwerk versuchte, den Fall bei der Staatsanwaltschaft zu entschärfen, unter dem Vorwand, die Chefanklägerin sei befreundet. Der Kommissar von Barajas im „Delcygate“ soll Zuwendungen der „Gruppe Zapatero“ erhalten haben, um illegale Geschäfte zu erleichtern.
Kontext: Drogenhandel, Barbate und europäischer Druck
Der Fall Plus Ultra kreuzt sich mit einem anderen Frontabschnitt: dem Kampf gegen den Drogenhandel. Europa hat festgestellt, dass Innenminister Fernando Grande-Marlaska seine Ermittlung zum Tod der Guardia Civil in Barbate „behinderte“, und fordert die Wiederherstellung der Spezialeinheit gegen Drogen. Zudem untersucht die Trump-Administration Bono wegen Verbindungen zu Unternehmen, die mit Drogenhandel in Zusammenhang stehen. All dies zeichnet ein Szenario, in dem „Narcosocialismo“ zum Begriff geworden ist, der die angebliche Komplizenschaft zwischen politischer Macht und illegalen Netzwerken zusammenfasst.
Die Anklage gegen Zapatero ist noch kein Urteil. Aber der Beschluss der Audiencia Nacional, die Geständnisse der Plus-Ultra-Führungskräfte und das Verschwinden von Dokumenten deuten darauf hin, dass der Fall Substanz hat. Wenn der Richter die Indizien bestätigt, muss die PSOE entscheiden, ob sie den Ex-Präsidenten weiter schützt oder fallen lässt. Die Geschichte ist vorerst offen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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