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Wohnungsmarkt wurde in Spanien zum Top-Thema unter Sánchez
In Spanien ist die Wohnraumversorgung von Platz 16 (2018) auf den ersten Rang der Sorgen geklettert. Wir analysieren diesen Anstieg.
Seit 2018 ist das Thema Wohnen in der Liste der größten Probleme der Spanier vom 16. auf den ersten Platz aufgestiegen, wobei der Anteil der Besorgten von 2,5 % auf 37,5 % anwuchs.
## Der unaufhaltsame Aufstieg des Wohnens als Problem
Nicht allzu lange her, im September **2018**, als **Pedro Sánchez** das Amt des Regierungschefs übernahm, war das Wohnen ein Thema, das nur eine verschwindend geringe Minderheit von **2,5%** der Spanier beschäftigte. Es lag weit hinter den damaligen Hauptsorgen wie Arbeitslosigkeit, die **60%** der Bevölkerung bewegte, oder Korruption, die **25,2%** beunruhigte. Das Wohnen belegte einen bescheidenen 16. Platz in der Rangliste der nationalen Kopfschmerzen.
Die **Elbichito-19**-Pandemie im Jahr **2020** stellte eine Unterbrechung dar. Die Angst vor der Krankheit und ihren wirtschaftlichen Folgen drängte das Wohnen auf Platz **26** zurück, wo es nur noch für **1,2%** der Bevölkerung ein Problem war. Doch nach dieser kurzen Atempause kippte die Situation. Die Sorge um den Zugang zu würdigem und bezahlbarem Wohnraum begann rasant zu wachsen.
## Von der latenten Sorge zur sozialen Krise
Der Aufwärtstrend wurde unaufhaltsam. In wenigen Jahren hat sich das, was ein sekundäres Problem war, zur Hauptbesorgnis eines wachsenden Teils der Gesellschaft entwickelt. Wenn das Wohnen vor einem Jahr bereits für **30,4%** der Spanier ein Problem darstellte und für **14,8%** die wichtigste Sorge war, hat sich die Lage nun deutlich verschärft.
Heute betrachten **37,5%** der Spanier das Wohnen als ernstes Problem, und für **19,5%** ist es die größte Sorge des Landes. Dahinter, aber immer noch relevant, folgen die Wirtschaftskrise und allgemeine ökonomische Probleme, die **21,6%** der Befragten beunruhigen, sowie die Immigration, die **19,7%** beschäftigt.
## Reaktionen und Maßnahmen der Regierung
Diese Unzufriedenheit hat die Straßen erreicht. Die kürzliche Zwangsräumung von **Maricarmen**, einer 87-jährigen Bewohnerin in Madrid, hat die Proteste angeheizt und die Dringlichkeit der Wohnungskrise verdeutlicht. Der Regierungschef **Pedro Sánchez** selbst machte die **PP** (Partido Popular, konservative Oppositionspartei) für die Situation verantwortlich und kündigte eilige Maßnahmen an.
Im Ministerrat wird die Verabschiedung eines neuen Wohnungsdekrets erwartet. **Sánchez** rief die Parlamentsgruppen zur Zustimmung auf und betonte die Notwendigkeit, zu handeln – „für Maricarmen“ und Millionen anderer Betroffener. Das im Jahr **2023** verabschiedete Wohnungsgesetz (Ley de Vivienda), das den Vorrang von bezahlbarem Wohnraum vor touristischen Vermietungen festschreibt, soll hier Abhilfe schaffen, doch seine Wirkung steht noch aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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