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Wohnungseigentümergemeinschaft: 4.500 € im Voraus für nicht ausgeführte Arbeiten
In einer Versammlung der Wohnungseigentümergemeinschaft wurden 4.500 € im Voraus an eine Firma gezahlt, die keine Arbeit leistete; ein Gerichtsverfahren ist anhängig.
Eine Eigentümerversammlung, 40 Teilnehmer und 4.500 Euro auf dem Weg zum Gericht
Eine außerordentliche Eigentümerversammlung brachte etwa 40 Personen zusammen, deren Tagesordnung bereits beim ersten Punkt scheiterte. Laut den Aussagen der Bewohner ging es um ein Auto, das ein Gewerbebetrieb in der Gemeinschaftsgarage mitten auf den Parkplätzen und ohne angezogene Handbremse abstellte, damit andere es zur Ausfahrt verschieben mussten. Aufgrund des Gefälles rollte das Fahrzeug los und kollidierte mit einem geparkten Wagen. Der Rest der Sitzung drehte sich um 4.500 Euro, die verloren schienen, und einen offenen Konflikt mit der Hausverwaltung.
Man könnte sagen, dass eine Wohnungseigentümergemeinschaft ein demokratisches Mikrokosmos ist. Zu früheren Versammlungen kamen zwischen 100 und 120 Personen. Diesmal waren es nur 40. Während der Sitzung warfen einige Eigentümer dem Verwalter vor, die Gemeinschaft wie einen feudalen Hof zu führen, also ohne Regeln; es gab Schreiereien und Auseinandersetzungen.
Was passiert, wenn man in der Gemeinschaftsgarage ohne Handbremse parkt
Der erste Tagesordnungspunkt schwelt seit Monaten. Ein vermieteter Gewerberaum nutzt die Garage der Gemeinschaft als Kundenparkplatz. Die Autos werden quer gestellt, blockieren die Ausfahrt und haben die Handbremse nur teilweise oder gar nicht angezogen — damit andere sie bewegen, so die Darstellung der Bewohner. Das Gefälle tut sein Übriges, was zu einer Kollision mit einem anderen geparkten Fahrzeug führte.
Es gibt eine zweite Front, die nie behandelt wurde: Jemand nutzt einen Abstellraum für Aktivitäten, die von einem Nachbarn als illegal gemeldet werden. Und eine dritte Front, diese wurde lautstark diskutiert, betrifft die Buchhaltung der Gemeinschaft.
4.500 Euro im Voraus und eine Baumaßnahme, die vor Gericht landete
Die wirtschaftliche Seite: Die Gemeinschaft hatte letztes Jahr die Reparatur der Gesimse an zwei Blöcken beschlossen, genau den beiden, in denen der Verwalter wohnt. Die anderen acht Blöcke bleiben unverändert. Der beauftragten Firma — laut Aussage eines Eigentümers — wurden 4.500 Euro im Voraus gezahlt. Drei Monate später war kein einziger Stein gesetzt worden. Eine Einschreiben-Rückantwort (Burofax) blieb unbeantwortet. Nun läuft ein Verfahren zur Rückforderung des Geldes, und eine zweite Firma muss die Arbeit von Grund auf neu machen.
Unter den Teilnehmern kursiert ein unangenehmer Verdacht: Dass die Abstimmung, die die Maßnahme genehmigte, manipuliert war. Manche behaupten, bereits zwei Klagen gegen ihre Gemeinschaft gewonnen zu haben, gerade wegen solcher Machenschaften des Verwalters, und argumentieren, dass solche Unregelmäßigkeiten bei Versammlungen, zu denen kaum jemand geht, seit Jahrzehnten normalisiert sind.
Die Prüfung, die niemand rechtzeitig beantragt
Hier wird die Angelegenheit zu einer hochexplosiven Frage der Haushaltsökonomie. Einige fordern eine Wirtschaftsprüfung: Einsicht in die Buchhaltung, das Materialinventar und die Verwendung jeder Sonderumlage. Das gängige Argument lautet, dass Materialien aus gemeinsamen Baustellen verschwinden und in privaten Renovierungen wieder auftauchen. Dieses "Das war übrig und wollte keiner" angewandt auf 50 Liter Farbe.
Die Zahlungsmoral hat ihr eigenes Kapitel. Laut einem Teilnehmer sichern sich Gemeinschaften oft durch Klauseln mit 10% Säumniszuschlag auf überfällige Beiträge und durch Klagen mit Kostenübernahme ab. Das Problem ist nicht das Eintreiben von säumigen Zahlern: Es ist die Kontrolle derer, die im Namen aller kassieren.
Mieten, kaufen oder aufs Land ziehen
Das Gespräch driftete, wie üblich, zur Kernfrage ab: Warum weiter so leben? Eine Strömung verteidigt das Mieten als perfekte Alibi-Strategie. Wenn die Dinge schieflaufen, packt man seine Sachen und lässt den Ärger anderen. Der Nachteil, geben sie zu, ist, dass dieses Privileg auf dem aktuellen Markt Luxuspreise kostet.
Dem gegenüber steht das freistehende Haus, ohne Versammlungen, ohne Verwalter und ohne Sonderumlagen. Andere warnen, dass das ländliche Paradies mit Einsamkeit bezahlt wird, und einer erzählt, dass ein Freund, der auf dem Dorf aufgewachsen ist, im Alter doch weggezogen ist. Im Hintergrund liegt eine breitere Enttäuschung: Das Gefühl, dass das eigene Geld immer an fremden Tischen verwaltet wird, sei es in einer Wohnungseigentümergemeinschaft oder in einer anderen Institution.
Und jetzt?
Mit der nicht ausgeführten Arbeit, dem verschwundenen Geld und der Hausverwaltung im Visier ist der gerichtliche Weg der einzige Ausweg: Burofax, Klage und Warten. Die Versammlung diente kaum mehr dazu, festzustellen, wie viele Leute gleichzeitig genug haben. Wenn der Druck bis zur nächsten Einberufung anhält, werden die Bilanzen aufhören, ein Dokument zu sein, das niemand liest. Wenn nicht, werden es wieder vierzig Menschen sein, die in einem Raum diskutieren, während das Auto weiter den Hang hinunterrollt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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