Wohnung in Bilbao: 400.000 € Preis bei 22.000 € Gehalt

In Bilbao kosten Wohnungen mit Garage und Aufzug rund 400.000 €, während die lokalen Gehälter nur zwischen 20.000 und 22.000 € liegen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wohnung in Bilbao: 400.000 € Preis bei 22.000 € Gehalt
Wohnung in Bilbao: 400.000 € im Vergleich zu einem Gehalt von 22.000 €

Wer seit Monaten Immobilienportale durchforstet, hat die Zahlen genau im Blick. Er würde gerne zwischen 200.000 und 250.000 Euro für eine Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung mit Garage, Abstellraum und Aufzug zahlen. Eine Steigerung auf 300.000–325.000 Euro wäre möglich. Das empfohlene Maximum liegt bei 400.000 Euro. Der Markt bietet jedoch ein Bild, in dem diese Obergrenze praktisch der geforderte Preis für das Gesuchte ist. Die wiederkehrende Schlussfolgerung lautet: In Vizcaya (Biskaya) wird deutlich mehr für Wohnraum gezahlt, als die regionalen Gehälter rechtfertigen.

Das Zentrum scheidet aus, neue Viertel retten die Rechnung nicht

Die Innenstadt von Bilbao fällt aus jeder Liste heraus, und zwar aus zwei Gründen, die sich gegenseitig verstärken: Es gibt kaum Garagenplätze, und die Preise bewegen sich im prohibitiven Bereich. Auch die neuen Stadtviertel fungieren nicht als Ausweg. In Miribilla werden Wohnungen für 400.000 Euro angeboten. In Irala oder Rekalde sinkt die Preisspanne bestenfalls auf 350.000–375.000 Euro, dafür mit Blick auf Betonblöcke und Sirenenlärm zu jeder Tageszeit. In Deusto kann man schnell bei 600.000 Euro landen. Getxo und das rechte Ufer bieten renovierungsbedürftige Wohnungen für 350.000 Euro an. Neben den Preisen taucht in Gesprächen oft ein weiteres Argument auf: der Verlust des Einzelhandels, die Verschmutzung und das Gefühl der Unsicherheit im Zentrum. Dies sind Wahrnehmungen der dort lebenden Menschen, keine datengestützte Diagnose.

Welche Preise herrschen am linken Ufer: Santurtzi, Portugalete und Trapagaran?

Trapagaran sowie Teile von Santurtzi oder Portugalete zeigen etwas ältere Wohnungen, die ins Budget passen, aber sonst nicht ideal sind: 300.000–350.000 Euro und Abhängigkeit vom öffentlichen Nahverkehr für den Weg zur Arbeit ins Zentrum. Hinzu kommt eine Kostenstelle, die Anzeigen oft verschweigen: die Miete für einen Garagenplatz, zwischen 100 und 150 Euro monatlich. Es gibt auch Beispiele für Neubauten auf ehemaligen Industriebrachen in Rekalde, mit unfertigen Fassaden und Preisen von 210.000 Euro für ein Schlafzimmer und 360.000 Euro für zwei. Beton wird hier wie Marmor bezahlt.

Castro Urdiales: 40 Kilometer, 200.000 € und ein Bus alle halbe Stunde

Die Gemeinde in Kantabrien ist zum natürlichen Ziel für jene geworden, die in Biskaya nicht ihr halbes Leben hypothekarisch binden wollen. Dort findet man ordentliche Objekte nahe am Strand, teilweise mit Meerblick, für 200.000–250.000 Euro. Die versteckte Rechnung ist der Pendelweg: 40 Kilometer hin und zurück, mit Angst vor Staus im Sommer und an Feiertagswochenenden. Die Busverbindung wird mit Frequenzen von alle halbe Stunde und Fahrzeiten von etwa 30 Minuten beschrieben, wobei andere Quellen von einem Bus pro Stunde sprechen. Ohne Auto schwindet die Unabhängigkeit erheblich.

Kann man in Biskaya mit einem Gehalt von 20.000 bis 22.000 Euro kaufen?

Hier liegt der Kern des Problems. Hilfskräfte, Lieferanten, Hausmeister oder Sekretärinnen verdienen weiterhin im Bereich von 20.000–22.000 Euro jährlich, und wer innerhalb dieser Gruppe gekauft hat, tat dies in Barakaldo, Santurtzi oder Portugalete: Wohnungen, die für 120.000–150.000 Euro erworben und später renoviert wurden, mit einer Gesamtinvestition von 150.000–200.000 Euro. Dies ist keine Kritik an der Leistung anderer, sondern die Feststellung, dass sich der Markt von diesen Einkommen entkoppelt hat. Ein Gehalt von 40.000 Euro, was nach Privileg klingt, wird in der Hauptstadt von Biskaya als zurraspa (ein lokaler Begriff für ein bescheidenes/normaliges Einkommen) bezeichnet.

Der Vergleich mit Deutschland, Salamanca und der Überalterung

Der Vergleichsansatz erklärt einen Großteil der Unzufriedenheit. Es wird argumentiert, dass baskischer Wohnraum etwa 30 % unter dem Niveau wohlhabender deutscher Gebiete liegt, während die Gehälter mindestens 50 % niedriger seien: Im Münchner Umland starten ordentliche Wohnungen bei 500.000 Euro, aber ein Ingenieur verdient dort zwischen 3.000 und 4.000 Euro monatlich. In Salamanca oder Albacete orientieren sich Wohnungssuchende an 150.000–200.000 Euro, und die Gehälter scheinen dort nicht halb so hoch zu sein. Die Erfahrung eines Umzugs vom linken Ufer in eine kantabrische Gemeinde mit 9.000 Einwohnern, 25–30 Minuten von Santander entfernt, bringt einen Mindestersparnis von 100.000 Euro, wenn man die Renovierungskosten einrechnet.

Für die Zukunft existieren zwei Szenarien parallel. Eines verweist auf die Demografie: Die Generation der Sechzigerjahre beginnt auszusterben, und das Überangebot könnte die Preise drücken. Das andere betont den Mangel an Neubauprojekten und den Druck der Mietnachfrage, der die Kaufpreise nach oben treibt. Niemand garantiert ein bestimmtes Ergebnis.

Angesichts dieser Differenzen ist die unbequeme Frage nicht mehr, warum jemand nach Castro Urdiales zieht, sondern wie stark die Preise fallen — oder die Gehälter steigen — müssen, damit der Wohnungskauf in Bilbao keine schlechte finanzielle Entscheidung mehr ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (234 Antworten).

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