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Renditen von 10-Jahres-Anleihen steigen weltweit stark an
Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen erreichen in den USA und Japan Höchststände seit zwei Jahrzehnten. Auch europäische Anleihen folgen diesem Trend.
Weltweiter Anstieg der Renditen bei 10-Jahres-Anleihen
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe erreicht ihren höchsten Stand seit 2002, die japanische seit drei Jahrzehnten, wie ein viraler Post im Thread zeigt. Dies ist kein lokales Phänomen: Französischen, spanischen, deutschen, italienischen und britischen Anleihen folgt derselbe Trend. Die Diskussion, die mit einer Reihe von Links zu TradingView-Diagrammen beginnt, entwickelt sich schnell zu einer unbequemen Frage: Ist dies der Vorboten einer Schuldenkrise oder nur ein weiteres Volatilitätsereignis, das – wie in den beiden vergangenen Oktobern – mit einem Schrecken und einer Rückkehr zur Normalität endet?
Renditen von 10-Jahres-Anleihen auf 20-Jahres-Hoch
Der Auslöser des Gesprächs sind Daten, die in sozialen Medien kursieren: Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe liegt auf dem höchsten Stand seit 2002, ebenso die von 20- und 30-jährigen Anleihen. In Japan markiert die zehnjährige Anleihe ihr höchstes Niveau seit 30 Jahren, die 20- und 30-jährigen seit 1999. Britische und französische Anleihen stehen dem nicht nach. „Das Chaos ist global“, fasst eine der am häufigsten geteilten Nachrichten zusammen. Der Vergleich mit der vorherigen Krise drängt sich sofort auf: Wie geht es Portugal und Griechenland, den damaligen „schwachen Gliedern“? Diese Frage bleibt im Raum stehen, ohne Antwort im vorliegenden Material.
Warum steigen die Anleiherenditen weltweit?
Ein Anstieg der Rendite entspricht einem Verfall des Anleihekurses. Die diskutierten Erklärungen deuten auf eine Kombination von Faktoren hin: Schwächere als erwartete Arbeitsmarktdaten in den USA, was die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen senkt, sowie Schuldentilgungen, die angeblich besser liefen als in der Vorwoche. Das Ergebnis ist, dass der „Crash“ sich verzögert, aber nicht verschwindet. Manche argumentieren, dass die Fiskalpolitik der EZB, mit der Geldpresse als letztem Mittel, das Durcheinander letztlich eindämmen werde. Andere warnen, dass eine Rückkehr zu Nullzinsen bei der aktuellen Inflation die Kontrolle noch stärker untergraben würde.
Japan und der Yen: Die andere Seite der Schuldenkrise
Der Fall Japan verdient einen eigenen Abschnitt. Die japanische Anleihe steigt um 2,4 %, während der Yen gegenüber dem Dollar fällt. „Japan wackelt bedenklich“, lautet die Diagnose einer Nachricht. Die Kombination aus steigenden Renditen und fallender Währung ist das klassische Rezept für eine Staatsschuldenkrise. In Europa richtet sich der Fokus auf die französische Anleihe mit einem brutalen Anstieg, den einige auf die Intervention der EZB mit der „Liquiditäts-Spritze“ zurückführen. Deutsche, italienische und spanische Anleihen folgen dem gleichen Weg, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität.
IBEX und Aktienmarkt: Flucht in sichere Anlagen
Die Diskussion verlagert sich auf die Börsen. Der italienische IBEX und der amerikanische Markt öffnen schwach, und der spanische Markt hat keinen „glorreichen Tag“. Die aufgezeigte Paradoxie besteht darin, dass die Börse in einigen Fällen steigt, weil Fiat-Geld „wertlos wird“ und irgendwohin fließen muss. Aber eines Tages, so die Prophezeiung, werde es einen „historischen Knall“ geben. Die Warnung wird durch ein Szenario eines globalen Stromausfalls ergänzt: „Haben wir noch Strom für PC und Router?“, fragt man sarkastisch.
Ist dies die erwartete Schuldenkrise?
Das vorherrschende Gefühl ist, dass diesmal alles anders ist. „Ich habe immer gedacht, dass die große Krise wegen der Schulden kommen würde, und ich glaube, ich lag falsch“, schreibt ein Teilnehmer. Japan, USA, Europa: Der Westen steuert auf den Abgrund zu, so das Fazit. Die Schuldenlast trifft den „Kern des Systems“, und die vorhandenen Lösungen sind „unzureichend“. Demgegenüber erinnert die skeptische Haltung daran, dass auch in den beiden vergangenen Oktobern die Katastrophe prophezeit wurde und am Ende nichts passierte. „Im nächsten Oktober werden wir wieder hier sein und lachen“, schließt eine Nachricht.
Die Analyse stößt an ihre Grenzen bei der Frage, ob dies der „GROßE CRASH“ ist oder nur eine weitere Warnung. Die Daten deuten auf eine beispiellose globale Spannung im Anleihemarkt hin. Ob dies jedoch in eine systemische Krise mündet oder bei einem Schreckmoment bleibt, ist weiterhin offen. Und währenddessen steigen die Anleiherenditen weiter.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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