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WM-Finale 2030 wird zu Infantinos Verhandlungsmünze
Das WM-Finale 2030 könnte der Preis sein, den Marokko für seine Unterstützung Infantinos erhält. Eine Analyse der Geopolitik, die den Fußball entscheidet.
Das WM-Finale 2030 wird in Infantinos Büro entschieden
Die WM 2030 sollte das große Bild der Eintracht werden: Spanien, Portugal und Marokko, vereint durch den Ball. Auf dem Papier eine vorbildliche Bewerbung. In der Praxis ist das Endspiel des Turniers zur Verhandlungsmünze geworden, die Gianni Infantino Marokko anbietet, um seine Wiederwahl an der FIFA-Spitze abzusichern. Die Gleichung ist so zynisch wie einfach: Im Gegenzug für das Endspiel würde sich der afrikanische Stimmenblock hinter den Schweizer stellen.
Das Detail ist nicht gering zu schätzen. Marokko, das seit Jahren der Bühne eines Endspiels hinterherjagt, wäre bereit, den Deal anzunehmen. Spanien hat nach einer Analyseströmung dem marokkanischen Druck mitten in einer diplomatischen Krise nachgegeben. Wirtschaftliche und politische Interessen wiegen schwerer als sportliche Kohärenz. Und der Blatter-Präzedenzfall hilft nicht: Infantinos Vorgänger endete in einem Korruptionsermittlungsverfahren; die Schatten über dem amtierenden Präsidenten ähneln jenen von damals immer mehr.
Die Alternative existierte: ein Finale in Lissabon, mit der atlantischen Achse im Hintergrund, und Marokko wartete zusammen mit Algerien und Tunesien auf seinen Platz. Doch die Geopolitik bestimmte etwas anderes. Währenddessen zeichnen die Analysen, die die Stimmenkarte und die internen Bündnisse aufschlüsseln, ein Einflussgeflecht, das weit über das hinausgeht, was der Fan sehen will. Wenn Fußball in Hinterzimmern verhandelt wird, welchen Sinn hat dann die WM? Mit Infantino an der Spitze ist die Antwort beunruhigend.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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