Wizink: IT-Pannen und Beschwerden über die Abwicklung

Wizink (Spanien) kämpft mit IT-Fehlern, zwei Websites für dieselben Produkte und Beschwerden über den Kundenservice. Das Kleingedruckte zur Mindestzahlung treibt die Kosten hoch.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wizink: IT-Pannen und Beschwerden über die Abwicklung
Wizink verspricht Einfachheit und liefert zwei Websites und Pannen

Lohnt es sich, die Kreditkarte oder das Konto von Wizink zu beantragen, wenn die eigene Abwicklung des spanischen Bankunternehmens ständig auseinanderfällt? Die Bank, die sich selbst als „senzillo" (schlicht) bezeichnet, schleppt seit der Migration von Popular-e eine Kette von Problemen mit sich herum: zwei verschiedene Websites zur Verwaltung derselben Produkte, Umsätze, die nicht erscheinen, Kontomitteilungen, die sich nicht herunterladen lassen, und ein Kundenservice, der nach Aussage mehrerer Betroffener nicht auf die Daten zugreifen kann, die die andere Seite durchaus hat. Die Beschwerde ist kein Einzelfall. Sie wiederholt sich immer wieder.

Was genau bei Wizink schiefgeht

Das Muster wiederholt sich in fast allen Berichten. Abbuchungen aus einem Teil des Monats verschwinden aus der Liste, obwohl der Betrag ausgewiesen ist. Die Website zeigt nur die letzten zehn Kartenumätze. Eine am 18. Juli abgeschlossene Kontomitteilung war sechs Tage später immer noch nicht herunterladbar. Und mitten am Wochenende führte ein Login-Fehler zu einer Meldung, die die Pfusch-Arbeit verriet: „Jemand hat vergessen, eine Variable korrekt zu setzen."

Die Migration von Popular-e kommt hinzu. Es gibt zwei Websites zur Verwaltung derselben Produkte, und wer von Citibank kommt, sieht sich mit der Aufforderung konfrontiert, Umsätze zu belegen, die die Bank eigentlich bereits registriert haben sollte. Die offizielle Antwort lautet nach Angaben der Betroffenen, man könne das wegen des Wechsels von Popular-e zu Wizink nicht prüfen. Es ist ja schließlich dieselbe Bank.

Kundenservice: zwei Abteilungen, die nicht miteinander sprechen

Der Kundenservice von Wizink ist nicht der von Popular-e. Die eine Seite scheint nicht zu wissen, was die andere tut, oder kann nicht auf deren Daten zugreifen. Als ein Kunde bat, ein Anliegen im Rahmen des spanischen Geldwäschegesetzes schriftlich zu bestätigen, lautete die Antwort, nur telefonisch oder per E-Mail, Briefe könne man nicht versenden. Die versprochene E-Mail kam nie an.

Es gibt mehr. Eine E-Mail-Adresse für Beschwerden liefert einen Fehler. Ruft man an und bittet um eine andere, heißt es, es sei diese, Punkt. Das Ergebnis: Wer eine nicht erstattete Rückbuchung einfordern will, muss im 21. Jahrhundert aufs Fax zurückgreifen. Und in einem dieser Anrufe lautete die Antwort auf die vom Kunden eingereichten Unterlagen, da sie ihnen nicht vorlägen, seien sie wohl gefälscht.

Das Kleingedruckte der Karten: Mindestzahlung ohne Hinweis

Die häufigste Falle steckt nicht auf der Website, sondern im Vertrag. Auch wenn man eine Karte mit vollständiger Monatsabrechnung beantragt, kann die Bank stillschweigend eine Mindestzahlungsvariante zuweisen. Das bedeutet feste Gebühren von 18 Euro und Zinsen, die sich Monat für Monat festsetzen. Ein Kunde schildert, wie er den vollen Saldo zahlte, dann Zinsen vom Abrechnungsstichtag bis zur Zahlung, dann noch eine Zinsrechnung des Folgemonats. Die Schuld endet nie.

Der Ursprung eines Großteils des Kundenbestands ist keine freie Wahl. Es sind Kunden, die von Citibank übernommen wurden und seit fünfzehn Jahren eine funktionierende Visa Oro haben. Heute beschreiben sie ebendiese Plastikkarte als ein Stück Pappe, das ihnen Angst macht. Der Vergleich mit der früheren Zeit fällt schlecht aus.

Und das Sparkonto mit 0,75 %?

Das Vorzeigeprodukt zur Einlagengewinnung ist ein Sparkonto mit 0,75 % Rendite p. a. Das Problem, so die Analyse, die die Diskussion auslöste: Der Abschluss hat einen Preis. Es ist nicht einfacher als zu Zeiten von Banco Popular-e, und direkte Wettbewerber bieten ähnliche Konditionen ohne diese Umstände.

Manche halten dagegen, dass die Bank bei einer Festanlage oder einem Konto ohne Zusatzbedingungen liefert. Überweisungen dauern, kommen aber an. Das Problem taucht auf, sobald man ein anderes Produkt abschließt. Dort beginnt die Qual.

Der Kontext: Popular und seine Solvenz unter Verdacht

Irgendwann driftet die Diskussion zur Muttergesellschaft ab. Eine Meldung wurde zitiert, die Popular eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 15 % zuschrieb, eine Zahl, deren Überprüfung die Bank verlangte und die zunächst auf 3,1 % und dann auf 1,4 % korrigiert wurde. Der Vorgang nährte das Misstrauen gegenüber der gesamten Gruppe.

Der Schluss, zu dem die Betroffenen kommen, ist unbequem: Die Konditionen sind nicht gut genug, um die Probleme aufzuwiegen. Der Unterschied zur Konkurrenz ist so gering, dass die Abnutzung sich nicht lohnt. Und unterdessen verkauft die Bank weiter Einfachheit. Senzillez, mit z.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (41 Antworten).

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