Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
WhatsApp unter Triebfahrzeugführern: Plan als Ersatz für die Leitstelle
Nach dem Auffahrunfall in Urda wird vorgeschlagen, dass Triebfahrzeugführer sich bei Störungen der Leitstelle per WhatsApp gegenseitig warnen. Funkloch und Vorschriften sprechen dagegen.
WhatsApp zwischen Triebfahrzeugführern, um die Strecke zu überwachen, die die Leitstelle nicht sieht
Kann eine WhatsApp-Gruppe verhindern, dass zwei Züge zusammenstoßen? Das ist der Vorschlag, der nach dem Eisenbahnunfall vom 28. Oktober in Urda kursiert, bei dem ein AVE-Hochgeschwindigkeitszug auf einen stehenden IRYO-Zug auffuhr. Der Triebfahrzeugführer des AVE hatte von der Leitstelle Atocha den Befehl „FAHREN SIE MIT NORMALE GESCHWINDIGKEIT FORT“ erhalten, obwohl nach der Regelung, von der diese Diskussion ausgeht, Sichtfahrt mit 40 km/h vorgeschrieben war. Die These lautet, dass Triebfahrzeugführer auf derselben Strecke sich in Echtzeit gegenseitig warnen sollten, unabhängig davon, was die Leitstellenbildschirme anzeigen.
Der Befehl, den niemand anzweifelte
Der Kern der Sache ist kein technischer, sondern eine Frage des Urteilsvermögens. Es wird argumentiert, der Triebfahrzeugführer hätte die Anweisung der Leitstelle missachten müssen, sobald sie der schriftlichen Vorschrift für diesen Störfall widersprach. Die Kritik geht über den konkreten Fall hinaus: Wer Befehle befolgt, ohne selbst zu denken, so die Argumentation, wird zur Gefahr für Hunderte Menschen. Der menschliche Fehler ist in dieser Lesart kein unvorhersehbarer Unfall, sondern das vorhersehbare Ergebnis einer Kultur, die Gehorsam über Urteilsvermögen stellt.
Mobilfunkempfang: die Schwachstelle des Plans
Der Vorschlag stößt sofort auf die Geografie. Gegen das Argument, dass es in Spanien überall Antennen gibt, gibt es eine konkrete Antwort: Zwischen El Guanol und Robledo de Chavela, mitten in der Comunidad de Madrid, gibt es mehrere kilometerlange Abschnitte ohne Empfang. Und wenn man Richtung Santa María de la Alameda oder Las Navas del Marqués hinauffährt, wird es noch schlimmer. Die Züge durchqueren dünn besiedelte Gebiete, in denen das private Handy ausfällt, und für die Sicherheit von Hunderten Reisenden von den Servern eines ausländischen Unternehmens abzuhängen erscheint zumindest leichtsinnig.
Das Handy im Führerstand: eine fast sichere Sanktion
Selbst bei perfektem Empfang bleibt das Problem der Vorschriften. Ein privates Handy am Führerstand, auch auf einer am Bedienpult befestigten Halterung und ohne es anzufassen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Grund für eine schwere Sanktion. Der Vorschlag, das Gerät nur bei einer eingehenden Warnung anzusehen, löst den Konflikt nicht: Die Vorschriften unterscheiden nicht zwischen Ansehen und Mitführen. Und der Triebfahrzeugführer, der meldet, dass er steht, fährt zwar mit 0 km/h, aber derjenige, der die Warnung erhält, ist mit kommerzieller Geschwindigkeit unterwegs und kann nicht auf den Bildschirm schauen.
Was es schon gibt und nicht genutzt wird
Die Eisenbahn verfügt über eigene Kommunikationsnetze, die sich vom privaten Mobilfunk unterscheiden. Der Vergleich, der sich aufdrängt: Flugzeuge haben ACARS, Schiffe haben AIS – dedizierte Systeme, die Position und Status melden, ohne von der kommerziellen Telefonie abzuhängen. Der Einwand betrifft die Sicherheit: Jeder könnte einen Sender aufstellen und das Signal fälschen, und bei einem gleisgebundenen System führt das zum Kollaps. Die technische Alternative wären Funk mit großer Reichweite und GPS oder Satellitenterminals, keine Messenger-Gruppe.
Die Paradoxe ist serviert: Ein Zustellunternehmen weiß jederzeit, wo jeder Lieferwagen ist, und der Infrastrukturbetreiber weiß nicht, wo jeder Zug ist. Der Plan der WhatsApp-Gruppe ist ein cleverer Flickenteppich für ein Loch, das gar nicht existieren dürfte. Dass die Sicherheit von den blauen Strichelchen abhängt, ist zumindest eine sehr spanische Art, das Dringende zu lösen, während das Wichtige weiter wartet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (39 Antworten).
Das LZB-System fiel laut einem Forumsbeitrag 170 Mal in einem Jahr aus. Für den Zugunfall in Urda, Spanien, kann nicht nur ein einzelner Arbeitsplatz verantwortlich sein.
Sechs Züge auf 90 km stehen geblieben, LZB ausgefallen und ein Befehl zu normaler Geschwindigkeit: die Fehlerkette des Zugunglücks von Urda in Spanien, die die Untersuchung bislang nicht erklärt hat.
Ein Foto einer Frau neben Donald Trump löst Reptiloid- und Cyborg-Theorien aus. Der Schwindel mischt Schönheitschirurgie, Geld und Paranoia in sozialen Medien.
Eine virale Nachricht führt Preiserhöhungen von 50-100 % bei Strom und Gas und 700 % bei RAM auf KI zurück. Was sie sagt, was dahintersteckt und warum sie so stark geteilt wird.
Elon Musk gibt zu, dass die KI mehr verbraucht, als sie einbringt. Der Energiekosten-Vergleich mit den Einnahmen befeuert die Blasen-Debatte. Wir erklären, warum.
Eric S. Raymond argumentiert, dass große KI-Anbieter Open-Source- und Open-Weight-KI verbieten lassen wollen, um einen regulatorischen Burggraben zu bauen. Wir erklären, was das bedeutet.