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Wer prüft die Briefwahl der neuen spanischen Staatsbürger
Die Eintragung ins CERA-Wählerverzeichnis ist freiwillig, wird aber bei der Passverlängerung verlangt. Wer überprüft, ob die Briefwahl der neu eingebürgerten Spanier echt ist?
Wer kontrolliert die Briefwahl der neuen spanischen Staatsbürger
Eine Zahl sorgt für Verwunderung: Die Eintragung ins CERA (das Wählerverzeichnis für Spanier im Ausland) ist freiwillig, doch vielen im Ausland lebenden Spaniern wurde sie bei der Passverlängerung abverlangt. Und dort beginnt das Problem. Wer als neu Eingebürgter nach dem sogenannten Enkelgesetz sich in einer spanischen Gemeinde anmeldet, wird ins ordentliche Wählerverzeichnis eingetragen und kann per Brief wählen, ohne dass jemand in seinem Wohnsitzland davon erfährt. Wer prüft, ob diese Stimme echt ist? Die Frage zieht sich durch eine Diskussion mit 146 Antworten, in der Zahlen, Verdachtsmomente und eine Handfull unbequemer Gewissheiten gemischt werden.
Doppelte Anmeldung ist möglich. Wer die Staatsbürgerschaft durch Abstammung erhält, kann sich in Spanien mit einem Mietvertrag oder einer Eigentumsurkunde anmelden und stimmt danach wie jeder Einwohner ab. Entscheidend ist: Wird die Stimme per Post aus Spanien abgegeben, zählt sie als CERA-Stimme, selbst wenn der Wähler eine spanische Postadresse angegeben hat. Das System unterscheidet nicht, ob die Person hier lebt oder 9.000 Kilometer entfernt.
Das Dorf, in dem die Wähler von außen die Einwohner überzahlen
Die Zahlen, die in der Analyse kursieren, sind aussagekräftig. In Junciana (Ávila) stehen 133 CERA-Eingetragene 32 Einwohnern gegenüber: 80,61 % des Wählerverzeichnisses. In Navaquesera 78 zu 36. In Gilbuena 93 zu einer nicht verfügbaren Zahl. Es sind Gemeinden, in denen die Auslandsstimme über Bürgermeisterposten und Provinzratsitze entscheidet. Die Frage ist nicht, ob Briefwahl legal ist, sondern ob jemand überprüft, dass jeder Stimmzettel zu einer Person gehört, die ihn tatsächlich abgegeben hat.
Manche halten das System für von Grund auf fehlerhaft: Die CERA-Eintragung ist freiwillig, in der Praxis aber zu einer Pflicht für Vorgänge wie die Passverlängerung geworden. Das treibt Menschen zur Registrierung, die jahrzehntelang darauf verzichtet hatten. Und die Zahl der neu Eingebürgerten stimmt nicht immer mit der Zahl der Registrierten überein. Die Korrelation, so heißt es, sei verdächtig hoch.
Der Umschlag, den man öffnen und wieder schließen kann, ohne Spuren zu hinterlassen
Auch die Mechanik der Briefwahl sorgt für Unmut. Die Umschläge, die an den Schaltern ausgehändigt werden, haben weder eine leicht zu öffnende Perforation noch eine unumkehrbare Versiegelung. Man kann sie kleben und wieder ablösen. Das erzählte jemand, der am 23J (Spaniens Wahl im Juli 2023) an einem Wahlvorstand arbeitete: Umschläge aus der Schreibwarenhandlung haben Klebstoff und Perforation; die von Correos nicht. Das ist kein Betrugsnachweis, aber eine offensichtliche Schwachstelle in der Beweiskette.
Die Anweisung von Sofía Puente — die Dienstanweisung, die nach einigen Stimmen die Stimmabgabe der neuen Spanier erleichterte — ist ein weiterer Brennpunkt des Unmuts. Es wird behauptet, die Regierung habe die angeforderten Unterlagen nicht an den Tribunal Supremo (den Obersten Gerichtshof Spaniens) übermittelt und die zuständigen Stellen des Außenministeriums nicht informiert. Die Opposition, so heißt es, habe auf ihre Kontrollfunktion an diesem Punkt verzichtet.
Wer kontrolliert das Wählerverzeichnis?
Die kurze Antwort: niemand gründlich. Das Wählerverzeichnis wird mit den Daten des Melderegisters und des CERA aktualisiert, aber es gibt keine individuelle Überprüfung, ob jede eingetragene Person wirklich die ist, für die sie sich ausgibt. Wer sich betrügerisch einbürgern lässt und sich anmeldet, wählt. Und solange ihm die Staatsbürgerschaft nicht aberkannt wird, zählt seine Stimme. Die Opposition sei zu spät aufgewacht, heißt es mehrfach; nur VOX und Organisationen wie Iustitia Europa hätten das Thema in den Fokus gerückt.
Die Rechnung, die kursiert, lautet, dass Sánchez Millionen betrügerischer Stimmen braucht, um zu gewinnen. Es ist eine unbelegte Behauptung, erklärt aber, warum die Auslandsstimme, die eigentlich bedeutungslos sein sollte, mit Händen und Füßen verteidigt wird. Die Debatte ist offen: Wer überprüft, ob die Briefwahl echt ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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