Wenn er es nur auf Dummheit schieben könnte (Juan Carlos Girauta in El Debate)

In El Debate kritisiert Juan Carlos Girauta, dass El Mundo und La Razón Vox als Anti-PP-Operation darstellen. Er sieht darin einen Bruch mit den umfragetechnischen Erwartungen an eine Alternative.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Juan Carlos Girauta führt in El Debate an, dass El Mundo und La Razón zwei Titelseiten koordiniert haben, um Vox als eine Operation gegen die PP darzustellen – ein Fehler, den er auf 2023 zurückführt. Als Dummheit will er das nicht erklären: Er kennt Cayetana Álvarez de Toledo und Xavier Albiol und kann bezeugen, dass es nicht der Fall ist.

Der Artikel von **Juan Carlos Girauta** in **El Debate**, datiert auf den **26. Oktober 2026**, beginnt mit einem Eingeständnis der Ratlosigkeit. Er versteht nicht – und will so tun, als verstünde er es nicht –, warum sich zwei nationale Zeitungen am selben Tag auf ihren Titelseiten damit beschäftigen, Vox als eine gegen die PP gerichtete Operation darzustellen. Er hält das für ein koordiniertes und vor allem kontraproduktives Manöver.

## Zwei Titelseiten und ein Fehler von 2023

Die zentrale These lautet, dass **El Mundo** und **La Razón** eine Erinnerung geweckt haben, die die PP längst begraben hatte: den Fehler des Jahres 23, als Vox als Anti-PP-Operation präsentiert wurde. Damals, so der Kolumnist, haben diejenigen, die die Operation vorantrieben, nicht gerade davon profitiert. Jetzt wiederholt sich dasselbe – und zwar auf Titelseiten.

Girauta beschreibt den Moment als besonders unpassend. Das Verhältnis zwischen PP und Vox, ohne formale Allianz, erzeugte das, was er „spektakuläre umfragetechnische Erwartungen" nennt, für die einzige mögliche Alternative zum Sanchismo. Zwei Räume, die sich nur teilweise überschneiden, mit unterschiedlichen Programmen, deren gemeinsame Prioritäten sich aber in den Regionalregierungen beweisen. Dieses Gleichgewicht, so sein Urteil, wird mit einer einzigen Titelseite zerstört.

Der Autor verbirgt seinen Ärger über die Protagonisten nicht. Er nennt **Cayetana Álvarez de Toledo** und **Xavier Albiol** als die beiden großen Wetten von **Feijóo** und fragt sich, warum sie beschlossen haben, diesen strategischen Schatz zu zerschlagen. Er weiß es nicht und kann es sich nicht erklären, schreibt er, aber sie haben es in großem Stil getan.

## Die These, dass Sánchez das Wachstum von Vox fabriziert

Ein Abschnitt des Artikels widmet sich dem, was Girauta als das eigentliche Argument dieser Titelseiten betrachtet: dass das Wachstum von Vox nicht auf eigene Verdienste zurückgeht, sondern auf eine Entscheidung von **Sánchez** und der **PSOE**. Girauta führt das ins Absurde. Wäre die PSOE so mächtig, argumentiert er, hätte sie die größte Oppositionspartei drei Jahre lang eingefroren, ohne dass diese auch nur im Geringsten wuchs. Und gleichzeitig hätte sie – unabhängig von **Abascals** Fähigkeiten – ein anhaltendes, beständiges und robustes Wachstum von Vox erreicht.

Sein Fazit: All das auf Dummheit zu schieben wäre bequem, aber er erlaubt es sich nicht. Er kennt beide, schreibt er, und kann bezeugen, dass es nicht der Fall ist. Der Satz, mit dem der Artikel endet, ist eine Variante des berühmten Kommentars von **Jorge Luis Borges** über die Peronisten: weder gut noch schlecht, unverbesserlich.

## Der Fokus, der abgelenkt wird

Ein tieferer Vorwurf zieht sich durch den gesamten Text. Girauta führt an, dass die Titelseiten die Aufmerksamkeit von Themen abgelenkt haben, die seines Erachtens im Fokus stehen sollten: die Ausbreitung dessen, was er den plündernden Pogre gegen Geschäfte nennt, von Barcelona ausgehend, die Lage in **Ceuta**, die Korruption, die sanchistischen Milizen, die im ganzen Land Veranstaltungen von Vox sprengten, und das, was er als einen Versuch des Regimes beschreibt, das französische Zerstörungsmodell nach Spanien zu importieren.

Es ist keine neutrale Liste. Der Autor präsentiert sie als das Terrain, auf dem die eigentliche Schlacht geschlagen wird, und wirft den beiden Zeitungen vor, gerade dann weggeschaut zu haben, als die Bürger, so sagt er, am Abgrund einer Welt ohne bürgerlichen Frieden blickten. Die Wahl des Zeitpunkts sei kein Zufall, so seine Lesart: Sie fällt in die Phase, in der die Stimmung zwischen PP und Vox begann, sich bei Wahlen auszuzahlen.

Der Beitrag lässt eine Frage in der Luft hängen, auch wenn der Autor sie nicht ausdrücklich so formuliert. Wenn das Manöver koordiniert, kontraproduktiv und von Menschen ausgeführt wurde, denen er Fähigkeiten zubilligt, trägt die Erklärung über Inkompetenz für ihn nicht. Und wenn es keine Inkompetenz ist, bleibt der Verdacht einer bewussten Operation. Girauta führt das nicht weiter aus. Er stellt nur fest, dass er keine andere vernünftige Erklärung findet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (6 Antworten).

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