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Wenn ein Schusswechsel im Netz zur politischen Waffe wird
Ein virales Video eines Schusswechsels endet in politischen Anschuldigungen und schwarzem Humor: So wird der Tod in den sozialen Medien banalisiert.
Wenn ein Schusswechsel im Netz zur politischen Waffe wird
Ein neues Video eines Schusswechsels kursiert seit Stunden in den sozialen Medien und, wie es inzwischen üblich ist, verwandelt die öffentliche Debatte es rasch in eine politische Waffe. Die Aufnahme, deren genauer Ort nicht erkennbar ist, zeigt mehrere Menschen auf der Flucht, während eine andere erschossen wird. Innerhalb weniger Minuten wird der Vorfall zum ideologischen Schlachtfeld.
Die Reaktionen reichen von schwarzem Humor bis zur Empörung. Manche wischen es mit einem Spruch vom Tisch: „Wer das Schießstand-Feeling nicht aushält, soll eben wegziehen.“ Andere deuten den Vorfall als Beweis einer Gewaltkultur, die angeblich nach Spanien importiert werden soll. Die Diskussion driftet zur spanischen Sozialistischen Partei (PSOE) und zur rechtspopulistischen VOX, mit gegenseitigen Anschuldigungen von Faschismus und Kommunismus.
Die kuriose Pointe: Mancher krönt alles mit „Quelle: im Kino gesehen“ und fasst damit in einem Satz zusammen, wie leichtfertig mit dem Tod anderer umgegangen wird.
Niemand liefert Zahlen, soziologische Analysen oder Lösungen. Die reale Gewalt tritt in den Hintergrund und wird zum Meme reduziert. Währenddessen dient der Schuss-Echo nur dazu, dass jeder seine Vorurteile bestätigt bekommt. Die unbequeme Frage lautet, ob dieses Spektakel ein Symptom einer gewalttätigeren Gesellschaft ist – oder einfach einer gelangweilteren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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