Welche ausländischen Konten dem schleichenden Aussterben trotzen
Ist es heute noch möglich, ein ausländisches Bankkonto zu eröffnen, ohne dort ansässig zu sein? Die Frage klingt banal, ist es aber nicht. Die Liste der Institute, die Kunden ohne Wohnsitz im Land akzeptieren, schrumpft ständig. Die Reihenfolge der Schließungen ist entscheidend: Zuerst SQB, dann ING Luxemburg und die deutsche Deutsche Bank, und bis vor Kurzem auch N26.
Das Muster wiederholt sich mit ärgerlicher Präzision: Machbare, zugängliche und erschwingliche Optionen verschwinden nacheinander. Wer das Konto bereits hat, behält es; wer spät dran ist, stößt auf Formulare, die den spanischen Steuerwohnsitz ablehnen, oder auf eingeschränkte Produkte. Der eigentliche Grund zur Beschwerde ist nicht ideologisch: Es ist die Tatsache, dass sich die Tür jedes Jahr weiter schließt.
Warum möchte jemand ein Konto außerhalb Spaniens haben?
Das am häufigsten genannte Argument ist die geografische Diversifizierung, zusammengefasst in der alten Redewendung, man solle nicht alle Eier in einen Korb legen. Das Szenario ist ein Corralito: eine Intervention des Bankensystems, die den Zugriff auf in Spanien deponiertes Geld blockiert. Mit einem ausländischen Konto, so das Argument, könnte man weiterhin über Mittel verfügen und Bargeld mit einer Karte abheben, sogar über die Grenzen hinaus, die für lokale Konten gelten würden.
Der Einwand kommt sofort. Wenn das nationale Bankensystem interveniert wäre, wären es auch die Zahlungssysteme und damit die Karten. Was bringt es dann, das Geld im Ausland zu haben, wenn man es nicht im Supermarkt an der Ecke ausgeben kann? Hinzu kommt eine unangenehmere Zweifel: der tatsächliche Nutzen dieser Produkte für Menschen, die nichts zu verbergen haben. Die technische Antwort lautet, dass die betroffenen Länder Bankinformationen mit Spanien austauschen, sodass die Spur dennoch existiert.
Ein anderer Ansatz verschiebt den Fokus vom Corralito zum Euro. Wenn die Währung verfällt, ist es besser, Ersparnisse in Schweizer Franken oder luxemburgischen Francs zu halten, als sie in eine hypothetische neue Peseta umgewandelt zu sehen. Dies ist eine Wette, keine Gewissheit, und die Sache bleibt an diesem Punkt stehen.
Die Alternativen, die noch eröffnet werden können
Das Angebot ist heterogen und ändert sich je nach Jahr. Die meistgenannte Option ist Dukascopy: Laut Forennutzern, die sie empfehlen, bietet sie eine Schweizer IBAN, eine kostenlose, mit dem Mobilkonto verknüpfte Karte, hohe Abhebungslimits, Support auf Spanisch und Bedienung über Web oder App. Swissquote ermöglicht die Eröffnung von Anlagekonten mit einem auf den Inhaber lautenden Schweizer Bankkonto, bot jedoch früher keine Visa-Karte an.
Für diejenigen, die etwas Konventionelleres suchen, gibt es Banco Best in Portugal, das Anträge von Nicht-Residenten über ein spezielles Formular akzeptiert. Bunq (mit niederländischer IBAN), Vivid Money (mit deutscher IBAN und virtueller Debitkarte), der internationale Kundenservice von ABN AMRO und Ameriabank in Armenien vervollständigen eine Liste, zu der auch Europacific Bank, Caye bank, CIM Banque, Goldmoney und einige durch Edelmetalle gedeckte Konten gehören.
Die Verfügbarkeit ist nicht stabil. Institute, die ein Jahr zuvor Nicht-Residenten akzeptierten, lehnen den spanischen Steuerwohnsitz im eigenen Formular ab, und manche prüfen die Eröffnung nur bis zum letzten Klick, ohne sie tatsächlich abzuschließen. Auch wird gefragt, ob alte N26-Konten mit deutscher IBAN noch sicher sind; jedenfalls stellen sie keinen neuen Zugangsweg dar.
Gebühren, Mindestbeträge und Karten: Was die Führung kostet
Keines ist ganz kostenlos. Bei Dukascopy sind eingehende Überweisungen gebührenfrei, ausgehende kostenpflichtig: 2,30 Euro pro SEPA und 20 Euro pro SWIFT. Bei Banco Best verlangt das Nicht-Residenten-Konto laut einem Nutzer einen Mindestbetrag von 1.000 Euro und enthält keine Karte, die das Institut gegen eine Jahresgebühr von etwa 20 Euro anbietet. Bei einigen Anlageprodukten reicht hingegen eine Transaktion pro Halbjahr — Gebühren zwischen 0,10 und 0,20 Euro — um die Kontoführungsgebühr zu umgehen.
Auch der Bereich der Einnahmen variiert. Es gibt Girokonten, die keine Zinsen zahlen, und andere, die bescheidene Zinsen bieten: Nationale Nederlanden gewährt 0,40% TAE auf dem Girokonto, allerdings ohne Debitkarte. Die Einlagelimits bestimmter Produkte zwingen dazu, nach Alternativen zu suchen, und regelmäßige Überweisungen auf das ausländische Konto können Obergrenzen unterliegen, die überprüft werden sollten.
Das Kleingedruckte: Modell 720 und 50.000 Euro
Das Konto außerhalb Spaniens zu haben, nimmt es nicht vom Radar. Die genannten Länder tauschen Bankinformationen mit Spanien aus, und es wird darauf hingewiesen, dass die Erklärungspflicht bei 50.000 Euro Guthaben im Ausland zum Ende des Geschäftsjahres beginnt, mittels des Modells 720 (spanische Meldepflicht für Vermögenswerte im Ausland). Im Ausland erzielte Kapitalerträge müssen hier erklärt werden. Zudem wird die Schwelle von 3.000 Euro bei einer Überweisung als Kontrollreferenz genannt, und daran erinnert, dass es Ausnahmen für Personen gibt, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben.
In diesem Panorama bleibt die Ausgangsfrage unbeantwortet. Jedes Jahr gibt es weniger Banken, bereit, Kunden aus dem Ausland aufzunehmen, und mehr alte Anbieter, die die Tür schließen. Geografische Diversifizierung bleibt eine vernünftige Idee. Das Problem ist, jemanden zu finden, der sie verkauft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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