Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Was jeder für geschlossene Grenzen opfern würde
Ein Forumsthread fragt, was jeder bereit wäre zu opfern, um alle Migranten aus Spanien abzuschieben: vom Sozialstaat bis zu Grundrechten
Geschlossene Grenzen – aber um welchen Preis: Die Opfer, die zur Debatte stehen
Ein Forumsthread kehrt die Frage um: Was wäre jeder bereit zu opfern, damit Spanien alle Migranten ausweisen und niemanden mehr einreisen ließe? Die Antworten reichen vom Sozialstaat bis zu Bürgerrechten – und alle stoßen an dieselbe Wand: Kaum jemand will, dass die Kosten die eigenen treffen.
Den Sozialstaat opfern, um die Tür zu schließen
Ein Teil der Debatte verweist darauf, dass ganz oben auf der Liste das stehen würde, was laut seinen Befürwortern die Zuwanderung erst trägt: die Wirtschaft, der Sozialstaat und die Renten. Ein Teilnehmer erklärt, er wäre bereit, „die Wirtschaft, den Sozialstaat und die Renten“ zu opfern und „zu leben wie meine Großeltern“, wenn dafür die Einreise geschlossen würde.
Auch Rechte und Freiheiten stehen auf der Verzichtsliste
Ein anderer Teil der Debatte verlagert das Opfer auf rechtliches Terrain: der Verzicht auf Errungenschaften der Demokratie. Ein Teilnehmer zählt das Frauenwahlrecht, die Scheidung, Abtreibung, Sterbehilfe, Religionsfreiheit und die gleichgeschlechtliche Ehe auf. Es ist das unbequemste Geständnis des Themas: Manche würden eigene Freiheiten beschneiden, nur um fremde einzuschränken. Dass diese Verzichte so selbstverständlich benannt werden, sagt einiges über das Klima, aus dem sie stammen.
Aber kaum jemand setzt die eigene Familie auf die Liste
Der Knackpunkt kommt, wenn der Wunsch in persönliche Kosten übersetzt wird. Gefragt nach Opfern, die wirklich wehtun – Familie, Vermögen, Job –, weichen die meisten aus und zeigen auf andere: die Politiker, die Amtsträger, diejenigen, die so gewählt haben. Ein Teilnehmer warnt vor dem Bias des fremden Krieges: Über kollektive Folgen urteilt es sich leicht, wenn man glaubt, selbst verschont zu bleiben. In der Ich-Form springen fast alle ab.
Solange die Debatte auf dem Terrain des Wunsches geführt wird, wird so mancher feststellen, dass seine Opferbereitschaft vor allem rhetorisch war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (84 Antworten).
Ausländerarbeitslosigkeit bei 14 Prozent und hohe Schulabbrecherquoten befeuern die Debatte: Zehrt die Einwanderung gering Qualifizierter den spanischen Sozialstaat aus? Daten und Argumente.
Spanien verzeichnet 2.099 Tage mit Massenentlassungen – vom Tourismus in der Pandemie bis zur Autoindustrie 2026. Die Daten einer Umstrukturierung, die nicht endet.
Eine Umfrage sieht Spaniens PSOE unter 95 Sitzen und öffnet die Tür für das Ausscheiden von Óscar Puente. Wir erklären, was hinter dem Lärm steckt und was eine Umfrage wirklich misst.
Ein Nutzer behauptet, viele Marken hätten das Flaschenglas verdickt: weniger Inhalt und das Bier kommt warm an. Physik und Metrologie geben die Antwort.
Marta Shahbazi und Tamara González, spanische Forscherinnen in Cambridge und Wien, starben beim Zugunglück von Urda. Der Preis der Braindrain in Spanien.