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Warum wirken Australier attraktiver als Briten? Ein Forum diskutiert die Theorien
Ein Forum diskutiert Theorien zur Attraktivität der Australier: Sonne, fleischreiche Ernährung, europäische Einwanderung und genetische Selektion – ohne eindeutige Daten.
Sonne, Ernährung und Selektion: Warum die australische Attraktivität die britische übertrifft
Eine immer wiederkehrende Debatte in Geschichts- und Gesellschaftsforen stellt die Frage, warum Australier, die größtenteils von Briten und Iren abstammen, als attraktiver wahrgenommen werden als ihre europäischen Vorfahren. Die Frage, die in zwei Tagen 55 Antworten hervorgerufen hat, ist nicht trivial: Sie stützt sich auf Beobachtungen zu Klima, Ernährung und genetischer Selektion, die in kaum zwei Jahrhunderten einen eigenen Phänotyp geformt haben sollen.
Die am häufigsten genannte Hypothese verweist auf die Umwelt. Sonne, Strandleben und Outdoor-Sport hätten als ästhetisches Filter gewirkt. „Sonne und Klima“ sind für viele die Hauptursache: Der Lichtmangel auf den britischen Inseln führe zu Gesundheitsproblemen wie Rachitis oder Vitamin-D-Mangel, mit Folgen für Zähne und Körpergröße. Dazu kommt eine Ernährung mit fast dem doppelten Pro-Kopf-Fleischverbrauch gegenüber Großbritannien, was sich in mehr Muskelmasse und weniger Körperfett niederschlage.
Die genetische Selektion der Sträflinge und die spätere Einwanderung
Eine andere, kontroversere These besagt, dass die ersten australischen Siedler Sträflinge waren und diese erzwungene Selektion eine genetische Spur hinterlassen habe. Die in der Diskussion angeführten Daten relativieren das jedoch: Die meisten Deportierten waren wegen kleinerer Diebstähle verurteilt worden, nicht wegen Gewaltdelikten, und Nachkommen von Sträflingen machen weniger als 20 % der heutigen Bevölkerung aus. Der Großteil des Genpools stammt aus der späteren Einwanderung: Italiener, Griechen, Menschen vom Balkan, Deutsche und Austro-Ungarn kamen in Wellen nach den Weltkriegen und brachten Merkmale mit, die es in Großbritannien nicht gibt.
Auch die spanische Einwanderung spielte eine Rolle. Zwischen 1958 und 1963 brachte die Operación Canguro (Operation Känguru, ein spanisches Auswanderungsprogramm) rund 7.816 Spanier ins Land, viele davon zur Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern von Queensland. Der Plan Marta holte zwischen 1960 und 1963 mehr als 700 spanische Frauen, überwiegend junge Ledige, die als Hausangestellte arbeiten und Familien mit den bereits angesiedelten Einwanderern gründen sollten. Zwar war die Zahl im Vergleich zu anderen Strömen gering, doch sie hinterließ ihre Spuren.
Der britische Niedergang und die umgekehrte Selektion
Die Debatte behandelt auch den körperlichen Verfall in Großbritannien. Es wird argumentiert, dass die Industrielle Revolution und die beiden Weltkriege eine umgekehrte Selektion auslösten: Die Tauglichsten starben im Kampf oder wanderten aus, während sich die weniger Begünstigten stärker fortpflanzten. Ein Extremfall seien die Preußen gewesen, die Elite-Regimenter mit Größenanforderungen stellten und anschließend in die größten Schlachtfelder geschickt wurden – womit die Besten dezimiert wurden.
Die Diskussion driftet zur Gegenwart. Einige Teilnehmer meinen, Australien habe seinen ästhetischen Höhepunkt bereits überschritten und die jüngere Einwanderung aus Regionen mit anderen Schönheitsidealen könnte diese vermeintliche Attraktivität verwässern. Andere hingegen verteidigen die Auffassung, dass Durchmischung die Art stets verbessert, wie die Geschichte Argentiniens zeige. Der Konsens, falls es einen gibt: Attraktivität ist nicht nur eine Frage der Gene, sondern von Umwelt, Ernährung und kultureller Selektion.
Die verstörende Zahl: Während die Debatte ums Aussehen kreist, erinnert ein Teilnehmer daran, dass acht von zehn australischen Tieren tödlich sind – was, abgesehen vom Ironie-Faktor, darauf hindeutet, dass die natürliche Selektion in Australien keineswegs schmerzfrei war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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