Warum sich manche Angestellte für Milliardäre einsetzen

Die Debatte darüber, warum Angestellte, die kaum über die Runden kommen, die Privilegien großer Vermögen verteidigen: Philanthropie, Leistung und Wahlverhalten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Warum sich manche Angestellte für Milliardäre einsetzen
Den Milliardär verteidigen, ohne einer zu sein: das Paradox, das nicht aufgeht

Ein Angestellter, der kaum über die Runden kommt und die Privilegien dessen verteidigt, der sein Gehalt festlegt. Die Szene, die sich bei Tisch und in sozialen Netzwerken wiederholt, hat im Volksmund einen eigenen Namen: der Arme, der gegen sich selbst wählt. Die Diskussion beginnt mit einer unbequemen Frage – warum es Menschen gibt, die die Interessen großer Vermögen über ihre eigenen stellen – und mündet in einen Schlagabtausch, in dem niemand sich darüber einig ist, wer wirklich der Feind ist.

Das Argument der Philanthropie als Schutzschild

Die erste Verteidigungslinie ist die Spende. Es werden millionenschwere Beiträge für Krankenhäuser und onkologische Diagnosegeräte angeführt, und es wird daran erinnert, dass es Unternehmer gibt, die spanische Marken in die ganze Welt gebracht und Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen haben. Für diese Strömung verdient das große Vermögen, das einen Teil seines Reichtums weitergibt, Respekt, nicht Misstrauen.

Die Antwort kommt schnell: Wohltätigkeit wiegt den Ursprung nicht auf. Manche behaupten, eine einmalige Spende befreie nicht davon, das Vermögen auf Kosten anderer aufgebaut zu haben, und die philanthropische Geste funktioniere eher als steuerliches Schaufenster denn als Wiedergutmachung. Die vollständige Berechnung dessen, was der Spender spart, aufgeschlüsselt Posten für Posten, ist einer der Punkte, an denen der Austausch bitterer wird.

Das Verdienst, die Elster und der Ursprung des Vermögens

Eine andere Linie verteidigt, dass das Verdienst, Reichtum zu schaffen, bewundernswert sei, allerdings mit Einschränkung: Es gibt Multimilliardäre mit Interessen, die sich als Humanisten präsentieren, und andere, die nur wie eine Elster anhäufen. Die Nuance ist wichtig, weil sie die Achse der Debatte verschiebt: Es geht nicht um Reich gegen Arm, sondern darum, was mit der angesammelten Macht geschieht.

Dem steht der Verdacht über den Ursprung gegenüber. Ein Textilunternehmen, das in wenigen Jahren vom lokalen Betrieb zum Global Player an jeder Ecke des Planeten wird, erregt Stirnrunzeln: der Sprung vom Lumpensammler zum globalen Imperium wird als mehr denn nur Anstrengung gelesen. Niemand liefert Beweise, aber die Intuition kursiert und vergiftet jede Verteidigung des Verdienstes.

Niemand kümmert sich um niemanden

Die zynischste Wendung des Austauschs kommt, als der Fokus auf den Rest der Gesellschaft gerückt wird. Beamte, die sich nicht anstrengen, Rentner mit Renten, die sie für Wein ausgeben, zweifelhafte Erwerbsunfähigkeiten: Das Argument lautet, dass wenn niemand an niemanden denkt, warum sollte es dann der Reiche tun. Es ist die Theorie des Rette-sich-wer-kann, angewandt auf die Klassensolidarität.

Die Erwiderung lässt nicht auf sich warten: Genau das brauche der Mächtige, dass die da unten sich gegenseitig zerfleischen. Jemanden Sklave nennen, der den Herrn verteidigt, dem Herrn das Auge lecken, sind Ausdrücke, die in der Unterhaltung auftauchen. Die Schlussfolgerung: Wenn du könntest, würdest du jedem auf den Kopf treten, um genauso zu profitieren wie sie.

Der Patriotismus derer, die gehen, und derer, die bleiben

Eine weitere Ableitung ist der Wirtschaftspatriotismus. Man wirft den großen Unternehmern vor, sich politisch nicht zu positionieren, sich in Deckung zu bringen, wenn das Land auseinanderfällt. Die Antwort: Wer sich in Spanien in die Politik einmischt, endet schlecht, und es werden Fälle von öffentlichen Figuren zitiert, die es versuchten und nicht gut davonkamen.

Die Gegenantwort ist hart: zu akzeptieren, dass das Land ein Desaster ist, und nichts zu kritisieren, ist das Rezept dafür, dass sich nichts ändert. Echter Patriotismus, so wird argumentiert, sei nicht, dem zu applaudieren, der das Geld außer Landes bringt, sondern von ihm zu verlangen, dass er einen Teil dessen zurückgibt, was er mitgenommen hat.

Die Verschmutzung, die Steuern und die unerklärliche Wahl

Der letzte Abschnitt des Austauschs konzentriert sich auf das Greifbare: Gesetze, die große Vermögen privilegieren, multinationale Konzerne, die Gesellschaften zum Schleuderpreis kaufen und Werke schließen, Verschmutzung, die Luft und Wasser in Gift verwandelt. Die Frage, die in der Luft hängt, ist, wem es nützt, den zu wählen, der all das ermöglicht.

Niemand gibt eine Antwort, die den Kreis schließt. Es wird auf Indoktrination verwiesen, auf parteiischen Glauben wie bei einer Fußballmannschaft, auf die Vererbung von Eltern an Kinder. Und die Analyse stockt genau dort: bei der Frage, warum derjenige, der am wenigsten hat, am meisten denjenigen verteidigt, der am meisten anhäuft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (103 Antworten).

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