Warum Schweigen ein Akt der Klarheit sein kann

Die Miene der Enttäuschung ist keine Passivität, sondern eine Diagnose: Schweigen als Protest gegen eine "teuflische" Welt. Reicht die Güte aus?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Schweigen als Protest in einer "teuflischen" Welt

Manche Ausdrücke sagen mehr als tausend Berichte. Äonen lang nicht zu sprechen, mit demselben Gesicht, ist keine Geste der Passivität: Es ist eine Entscheidung, und in dieser Entscheidung steckt eine ganze Diagnose des Zustands der Welt.

Wer schweigt, versichert, dass ihn nichts daran hindert, sondern dass er nicht will. Die Miene – die nicht einmal im Schlaf verschwindet – ist aus dieser Sicht das Gesicht dessen, der eine teuflische Welt betrachtet. Manche treiben die Analyse noch einen Schritt weiter: Das Böse wird nicht mit Güte besiegt, sondern mit furchtloser Entschlossenheit, mit Feuer und Schwert. So lautet das Karl Eckbrecht zugeschriebene Zitat, demzufolge der aufrechte Mann von Gott den stärksten Willen und die schärfste Waffe erhält. Eine Haltung, die erwartungsgemäß auch ihre burleske Version hat.

Schweigen oder Schwert? Das Dilemma hat keine endgültige Antwort. Klar ist: Die Geduld hat Grenzen, und der sogenannte "Ausdruck des Ekels" ist in Wahrheit die Miene der Klarheit. Wenn die Welt keinen Grund zum Optimismus bietet, wird das Gesicht wohl so bleiben. Es sei denn, jemand beschließt, wie die Maxime nahelegt, die Gebärde durch Taten zu ersetzen. Wir werden sehen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (43 Antworten).

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