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Warum Marokko eine Invasion Spaniens nicht bezahlen könnte
Marokko hat keine Wirtschaft für einen langen Krieg: Die Analyse widerlegt eine konventionelle Invasion und deutet auf stillen Druck hin.
Könnte Marokko Spanien angreifen? Die Antwort liegt in seiner Wirtschaft
Man stelle sich das Szenario vor: ein Militärkonvoi, der die Straße von Gibraltar überquert. Es klingt wie ein Drehbuch, doch die Debatte brodelt seit Monaten in Wirtschafts- und Strategiekreisen – und nicht aus Skrupeln Rabats. Das Fazit, das aus den Zahlen hervorgeht, ist weniger episch und bodenständiger: Marokko hat keine Wirtschaft, die einen langen Krieg tragen könnte.
Drei Fronten werden genannt: die Besetzung von Ceuta, Melilla und den Chafarinas-Inseln, eine großangelegte Landung auf dem Festland und stiller Druck. Das erste ist logistisch machbar, das zweite unmöglich. Das dritte läuft möglicherweise bereits.
Die Invasion ohne Panzer
Eine Strömung vertritt die Ansicht, dass die Eroberung keine Raketen braucht: Sie geschiehe durch Abkommen, Migrationsdruck und demografische Veränderungen. Nach dieser Lesart hätte Spanien Souveränität durch vollendete Tatsachen abgegeben. Die Regierungspartei wird als mutmaßliche Lobby marokkanischer Interessen bezeichnet, die Zusammenarbeit bei der Migrationskontrolle als Verhandlungsmünze. Es ist eine These, die sich mit einem Kriegsbericht nicht belegen lässt, aber das Gefühl vieler Menschen erklärt, das Land werde nicht mehr von Madrid aus regiert.
Die ökonomische Mauer eines konventionellen Krieges
Die belastbarste Zahl, die kursiert, ist Marokkos Unfähigkeit, einen langen Konflikt zu tragen. Die Besetzung einzelner Enklaven ist eine polizeiliche Operation im großen Stil; eine Landung auf dem Festland würde eine Logistikkette, Materialersatz und eine Wirtschaft erfordern, die einer Blockade standhält. Nichts davon findet sich in Rabats Haushalt. Das Ergebnis der Berechnungen: Würde Marokko angreifen, hätte die spanische Armee Zeit zu reagieren, bevor die marokkanische Maschinerie den Angriff durchhalten könnte.
Die Kanaren, das Ziel, das auf kleiner Flamme köchelt
Manche Analysen rücken Ceuta und Melilla aus dem Fokus. Wäre das eigentliche Ziel die spanischen Enklaven in Nordafrika gewesen, so das Argument, wären sie längst marokkanisch. Das Interesse gelte den Kanarischen Inseln – wegen ihrer strategischen Lage und ihrer Abhängigkeit von Ressourcen. Eine Theorie, die in Kreisen an Boden gewinnt, die eine direkte Militärinvasion ausschließen, nicht aber langfristigen Druck.
Die letzte Paradoxie: Die glaubwürdigste Bedrohung ist nicht die Invasion, sondern diejenige, die bereits ohne Kriegserklärung stattfindet. Und da gehen die Zahlen nicht auf: Marokko muss keinen Krieg gewinnen, wenn es das Spiel in den Hinterzimmern gewinnen kann.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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