Warum die These, Putin gewinne den Krieg, weiterhin Bestand hat

Die These, Putin gewinne den Krieg, stützt sich auf Chinas Rückhalt, ein unbestätigtes Vermögen von 100 Milliarden und Sanktionen mit nur symbolischer Wirkung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Warum die These, Putin gewinne den Krieg, weiterhin Bestand hat
Zwei Daten tragen die These, dass Pilingui den Krieg gewinnt

Pilingui gewinnt den Krieg. Dieser Satz wird seit viereinhalb Jahren mit der gleichen Gewissheit wiederholt wie ein Dogma und immer von denselben zwei Argumenten begleitet: Russland hält durch und China kauft. Der Rest, das feine Detail, ist der Punkt, an dem die Erzählung zu bröckeln beginnt. Denn unter der Proklamation liegt eine sehr konkrete wirtschaftliche Diskussion verborgen: Was sind die Sanktionen wirklich wert, wie viel Geld hat der Kreml tatsächlich zur Verfügung und wer zahlt die Energierechnung für all dies?

China als wirtschaftliches Alibi

Das zentrale Argument ist geografischer und mineralischer Natur. Es wird behauptet, China verbrauche Gas und Mineralien im Umfang von acht Europas und sei bereit, alles, was Russland fördern kann, zum Yuan-Preis aufzunehmen, sodass der Wegfall des europäischen Marktes kaum ins Gewicht fällt. Mit diesem Käufer im Rücken hält das Land stand.

Manche entgegnen, dass Kaufen zum Zweck der Produktion und des Exports nicht dasselbe sei wie Liquidität verschenken, und dass niemand dargelegt habe, wo die Spitzentechnologie liege oder was ihre Produktion koste. Die Zweifel sind nicht geringfügig: Wer über Forschung und Entwicklung verfügt, bestimmt das Tempo; wer nur Rohstoffe besitzt, akzeptiert den Preis, der ihm zugestanden wird.

Warum die Sanktionen nur symbolisch wirken

Die internationale Berichterstattung selbst hat die Erwartungen gedämpft. Wie in der Analyse zitiert, räumte CNN ein, dass die Auswirkungen der Sanktionen weitgehend symbolisch sein könnten, da wenig über die genaue Höhe des Vermögens bekannt ist, das der russische Führer angehäuft haben könnte. Die am häufigsten kursierende Schätzung beläuft sich auf ein persönliches Vermögen von rund 100 Milliarden Euro, eines der bestgehüteten Geheimnisse des Kontinents.

Hier zeigt sich der unbequeme Kontrast: Wenn kein europäischer Regierungschef auch nur annähernd vergleichbare Zahlen vorweisen kann, wird die sarracena Überlegenheit des westlichen Blocks zu einer rhetorischen Übung. Das Gegenargument ist ebenso gültig: In Europa bezeichnet man große Vermögensträger als Unternehmer, nicht als Oligarchen, und das Problem ist nicht ihre Existenz, sondern wer sie schützt.

Kriege werden heutzutage nicht mehr auf den Schlachtfeldern gewonnen, sondern im Fernsehen, fasst eine der am häufigsten zitierten Aussagen zusammen. Und dieser Satz erklärt, warum Kriegsberichte aufgehört haben, Information zu sein, und zu einem Genre der Fiktion geworden sind.

Die russische Armee rückt vor, doch der Luftraum war der Beweis

An dieser Stelle spaltet sich die Erzählung in zwei Lager. Eine Strömung vertritt die Ansicht, Russland habe den Krieg in Stunden beendet – eine Stunde für die Marine, zwei für die Luftwaffe – und dass die Bodenoffensive aus freier Wahl in die Länge gezogen werde, um das Land nicht in eine Brache zu verwandeln. Die andere Seite erinnert daran, dass drei Wochen ohne Kontrolle des ukrainischen Luftraums ein erhebliches Versagen darstellen und dass Flugabwehrsysteme weiterhin russische Maschinen abschießen.

Der Aspekt, der beide Seiten irritiert: Es wird behauptet, die russische Armee rücke weiter vor, ohne dabei auch nur ein Drittel ihrer militärischen Kapazität einzusetzen, und halte Elite-Truppen zurück. Stimmt das, geht der Krieg noch lange so weiter. Ist es Propaganda, gilt dasselbe.

Wer wirklich verliert: Europa, Russland und der Partner, den niemand fragte

Die am weitesten verbreitete Schlussfolgerung ist nicht der Sieg irgendjemandes, sondern die Verteilung der Schäden. Russland ist wirtschaftlich angeschlagen; Europa stärker; und die Ukraine, verwandelt in den Partner, der am schlechtesten abschneidet: halb das Territorium gefährdet, das Land zerstört und eine Bevölkerung, die ohne Rückkehrticket emigriert. Alles wegen einer Politik der Bündnisorientierung, die nie durch Wahlen legitimiert wurde.

Im Hintergrund schwirrt eine breitere Lesart umher, die eines Zusammenpralls zwischen einer erschöpften alten Welt ohne Ressourcen und einem östlichen Block, der mit mehr Energie als Geld drängt. Wenn man schon Wetten abgibt, hat jemand es mit einem brutalen Bild zusammengefasst: Der Sieg des Ostens würde zu 1,01 quotieren, der des Westens zu 50.



Mit diesen Voraussetzungen ist ein eingefrorener Konflikt, ein teurer Nachkrieg und ein Europa, das zu spät erkennt, dass der verlassene Energielieferant nicht von heute auf morgen ersetzbar war, das wahrscheinlichste Szenario. Doch man sollte sich daran erinnern: In viereinhalb Jahren Diskussion hat dieses Thema jedes Mal schlecht gealtert, wenn jemand wagte, ihm ein Verfallsdatum zu geben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (126 Antworten).

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