Owen Power: Ein echter Name, der wie erfunden klingt
Manche Namen wirken, als kämen sie direkt aus einem Videospiel. Owen Power ist einer davon: ein kanadischer Eishockeyspieler mit einem W im Vornamen und einem W im Nachnamen. Diese Kombination hat eine Diskussion darüber ausgelöst, was einen Namen „tough“, künstlich oder wie einen Seriencharakter klingen lässt. Der Ausgangspunkt war ein Vergleich mit Max Power, dem Pseudonym, das Homer Simpson in einer Folge von Die Simpsons annimmt. Das meistgenannte Fazit: Owen Power gewinnt, weil er echt klingt, während Max Power nach einer Erfindung klingt.
Was einen Namen „tough“ macht
Das W verleiht laut den Teilnehmern Härte, eine nordische Ausstrahlung, Germanität und eine gewisse Robustheit. Das heißt, ein Name mit W hat einen gewissen Bonus an Härte und nordischem Ursprung – jemand, der nicht um den heißen Brei herumredet. Owen Power erfüllt dies: zwei Ws, ein kurzer Vorname, ein prägnanter Nachname. Das Ergebnis ist ein Name, der laut Konsens nach einem Typen klingt, der im Winter keine Gefangenen macht.
Dieses Phänomen ist nicht neu. Nordische und germanische Namen gelten als härter als lateinische. Ari Vatanen, Tomi Makinen oder Henri Toivonen sind Beispiele aus der Motorsportwelt. Im Gegensatz dazu stehen die Franzosen: Didier Auriol, Sebastien Loeb oder François Delecour, die als eher unspektakulär gelten. Der Grund dafür ist, wie argumentiert wird, das germanische Erbe der nordischen Länder, das ihnen eine gewisse Härte verliehen hat.
Deutsche Namen und ihre Bedeutungen
Das Deutsche hat eine erstaunliche Fähigkeit, Wörter zu schaffen, die markant klingen. Städte wie Kaiserslautern, Mönchengladbach, Regensburg, Schweinfurt, Bayreuth, Braunschweig oder Schaffhausen sind Beispiele dafür. Aber es gibt einen Fall, der verwirrt: Kris Knoblauch, Trainer der Edmonton Oilers, dessen Nachname auf Deutsch „garlic“ bedeutet. Ein Name mit viel Gewicht, wie es beschrieben wird, für etwas so wenig Episches wie eine Knoblauchzehe.
Die Diskussion verlagerte sich auf historische Namen. Lothar Matthäus oder Günter Treblinka wurden als Beispiele für deutsche Namen mit Gewicht genannt. Auch die Anekdote von Andrés Montes, einem spanischen Kommentator, kam auf: „Stell dir vor, deine Tochter kommt eines Tages nach Hause und stellt dir ihren Freund vor, und er heißt Mertesacker."
Eroberer, Adlige und Nachnamen mit Geschichte
In Spanien haben die Nachnamen der Conquistadores (Eroberer) ihre ganz eigene Aura. Hernán Cortés de Monroy y Pizarro Altamirano, Juan Ponce de León, Francisco Vázquez de Coronado, Pedro de Alvarado, Hernando de Soto. Die Kombination aus Patronym und Toponym deutet auf Adel (hidalguía) hin. Wenn man dann noch einen imposanten Vornamen hinzufügt, erhält man einen Eroberernamen, der, wie man sagt, die Einheimischen erzittern lässt.
Dem gegenüber stehen die „Waisenhaus-Nachnamen“: Expósito, Tirado, Incógnito, Blanco oder Diosdado. Der Unterschied liegt laut Argumentation im „harten Blut“, das die erstgenannten besitzen. Blas de Lezo wurde als das ultimative Beispiel genannt. Ebenso Álvar Núñez Cabeza de Vaca, Protagonist einer unglaublichen Geschichte aus der Ära der Entdeckungen.
Der markanteste Name des ehemaligen Jugoslawiens
Das ehemalige Jugoslawien lieferte seine eigene Ernte: Radovan Karadžić, Slobodan Milošević, Ratko Mladić. Letzterer wurde als der ultimative „Silverback-Alpha-Male“-Name hervorgehoben. Die Kombination aus Vor- und Nachname mit diesen Konsonanten klingt nach einer Person, die keine Spielchen spielt.
Die Debatte berührte auch fiktive oder reale Namen, die erfunden klingen. Pijus Magníficus aus Asterix oder Roberto Alcázar. Und Namen, die wie Seriencharaktere klingen: Kyle Chandler, beschrieben als Name eines Charakters aus einer Highschool-Serie in Wisconsin, der American Football spielt und die Cheerleader beeindruckt.
Namen, die erfunden klingen, aber echt sind
Es gibt Namen, die erfunden wirken, aber real sind. Armando Bronca, Aitor Menta, Máxima Mujercita waren einige Beispiele. Auch Massimo Gozzo, eine bekannte Persönlichkeit. Oder Arno Penzias, ein Physiker, dessen Name, wie man sagt, alles zu wissen scheint. Chuck Connors, der verdammt gute Zielgenauigkeit haben muss.
Der Thread erwähnte auch Fernando Segarro als eine Kombination, die gut klingt, und Jaime Tralleta. Das Fazit, sofern es eines gibt, ist, dass der perfekte Name Klang, Herkunft und einen Hauch von Selbstbewusstsein kombiniert. Owen Power hat das. Max Power nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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