Warmwasserbereiter: Gas oder elektrisch, die Rechnung entscheidet

Ein 50-Liter-Boiler verbraucht laut Messungen eines Forumsnutzers gut 1 kWh pro Tag. Die Opferanode und die Gas-Grundgebühr entscheiden am Ende über die Kosten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Warmwasserbereiter: Gas oder elektrisch, die Rechnung entscheidet
Warmwasserbereiter: Gas oder elektrisch, die Rechnung entscheidet

Ein Gasdurchlauferhitzer nach fünfzehn Jahren am Ende, zwei Reparaturen von je 200 Euro und ein Angebot über 1.200 Euro für den Ersatz durch das normgerechte Modell. Das ist der Ausgangspunkt einer jener Haushaltsentscheidungen, die klein wirken und am Ende mehrere hundert Euro pro Jahr bewegen: der Wechsel zum elektrischen Boiler. Die Frage stellte ein Leser mit Zweipersonenhaushalt, Dusche über einer Wanne und einer Umständ, die alles verändert: einem Stromflatrate-Tarif. Mit diesen Karten kippt die Rechnung – nur nicht dahin, wo man es erwartet.

Wie viel Leistung man für einen elektrischen Boiler braucht

Die häufigste Frage lautet, ob 3 kW reichen. Die kurze Antwort: Es hängt davon ab, ob die Küche auch elektrisch ist. Mit Induktionsherd und Backofen reicht die vertraglich gebuchte Leistung nicht aus, und der Leitungsschutzschalter fliegt, sobald mehrere Verbraucher gleichzeitig laufen. Der Sprung auf 4 kW erfordert, dass ein Techniker den Hauptschalter gegen einen 20-Ampere-Schalter tauscht – und das ist nicht gratis. Ohne elektrische Küche halten 3 kW problemlos durch.

Der real gemessene Verbrauch räumt mit mehreren Mythen auf. Ein 50-Liter-Boiler für vier Personen auf den Kanarischen Inseln, mit dem Regler in Mittelstellung und 1,6 kW Nennleistung, verbrauchte 16 kWh in fünfzehn Tagen. Gut ein Kilowatt pro Tag. Eine andere Messung im März mit drei Personen ergab 4,2 kWh täglich; im August, mit wärmerem Leitungswasser, sank der Wert auf 2 kWh. Die Saisonalität ist mindestens so wichtig wie die Dämmung.

Liter: 50 oder 80 für zwei Personen?

Der Konsens: 50 Liter genügen für zwei Erwachsene, 80 rechtfertigen sich nur, wenn jemand badet. Der Preisunterschied beträgt rund 40 Euro, aber das kleinere Gerät heizt schneller auf und verliert weniger. Die Erfahrung mit vier Personen und einem 50-Liter-Boiler zeigt, dass das warme Wasser ausgeht, wenn die Kinder sich ewig Zeit lassen – manche empfehlen sogar, auf 30 Liter zu reduzieren, um kurze Duschen zu erzwingen. Der eigentliche Haken liegt in der Wartung.

Die Opferanode, das Teil, das niemand wechselt

Hier liegt der Schlüssel zum schlechten Ruf des elektrischen Boilers. Im Inneren befindet sich ein Bauteil, die Opferanode, die sich zersetzt, um den Tank zu schützen. Sie sollte alle zwei bis vier Jahre ausgetauscht werden, bei hartem Wasser früher – und dabei gleich den Kalk von Heizstab und Fühler abkratzen. Wer das nicht tut, endet mit einem verrosteten Tank und einer Reparatur, die sich nicht mehr lohnt. Es gibt Berichte über Boilers, die nach zwei Jahren platzten, und andere, die zehn Jahre ohne jede Pflege hielten. Gleiche Stadt, gleiches Wasser, gegenteilige Ergebnisse: Die Variable ist die Wartung, nicht die Marke.

Erdgas, Butan und die unsichtbare Grundgebühr

Das eigentliche wirtschaftliche Argument ist nicht der Kilowattpreis, sondern die Grundgebühr. Die Abmeldung des Erdgasanschlusses streicht eine komplette Rechnung. Demgegenüber schlägt sich Butan gut: Eine Gasflasche für Boiler und Herd reichte in einem Vierpersonenhaushalt einen Monat, im Sommer länger; bei zwei Personen deutlich länger. Das Problem sind die Logistik und die Angst vor Katalytofen in geschlossenen Räumen. Und die Vorschriften: Ein Gaserhitzer in einem geschlossenen Waschraum erfordert ein raumluftunabhängiges Modell, was das Budget sprengt.

Die Alternative, die kaum jemand anschaut

Es gibt ein drittes Gerät, den Warmwasser-Wärmepumpenboiler, der einen Bruchteil des Stroms eines konventionellen Heizstabs verbraucht. Er kostet das Dreifache, amortisiert sich aber laut kursierenden Berechnungen in drei bis vier Jahren. Für Flatrate-Kunden ist der Anreiz geringer, für alle, die den Kilowatt zum Marktpreis zahlen, ändert sich die ganze Gleichung.

Die komplette Rechnung, mit Amortisation über fünfzehn Jahre und monatlicher Gasersparnis, ergibt einen erstaunlichen Unterschied. Dass der elektrische Boiler gewinnt, wenn das Gas auszieht, bestreitet niemand mehr. Die Frage ist, wie lange das Gerät durchhält, bevor der Kalk seine Rechnung präsentiert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (58 Antworten).

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