Butan, Erdgas oder Strom: Was warmes Wasser wirklich kostet

Ein Nutzer rechnet vor, dass Erdgas aus 10 Euro Verbrauch durch Grundgebühren und Prüfungen eine Rechnung von 55 Euro macht. Butan schlägt beim Preis; der Elektrospeicher…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Butan, Erdgas oder Strom: Was warmes Wasser wirklich kostet
Butan, Erdgas oder Strom: Was warmes Wasser wirklich kostet

Warmwasser ist eine jener Ausgaben, die einem erst auffallen, wenn die Rechnung kommt. Und das Fazit aus den Zahlen, die von Leuten geteilt werden, die alle drei Varianten durchprobiert haben, ist unbequem: Butan gewinnt beim reinen Preis, Erdgas punktet beim Komfort, und ein elektrischer Warmwasserspeicher ist ein Fass ohne Boden, wenn man ihn nicht diszipliniert. Die Falle steckt in den Grundgebühren des Erdgases, die – laut einer Aufstellung, die in der Diskussion kursiert – aus einer Rechnung von 10 Euro echtem Verbrauch einen Betrag von 55 Euro machen.

Das Ausgangsszenario ist eine Wohnung mit zentraler Gebäudeheizung. Gas würde nur für den Warmwasserbereiter genutzt. Da taucht das erste Problem auf: Ein Erdgasanschluss bedeutet, eine monatliche Mindestgebühr zu zahlen, auch wenn man nichts verbraucht, dazu kommen regelmäßige Prüfungen. Ein genannter Fall: 40 Euro Verbrauch plus 30 Euro Minimum. Ein anderer: 10 Euro echter Verbrauch und am Ende 55 Euro Rechnung. Die Frage, die im Raum steht: Lohnt es sich, für nichts zu zahlen?

Grundgebühr beim Erdgas: zahlen, ohne zu verbrauchen

Die Aufstellung einer zweimonatigen Erdgasrechnung für zwei Berufstätige, die das Gas nur zum Duschen nutzen, lässt laut dem Erzähler wenig Spielraum: 10 Euro Verbrauch, 15 Euro Fixkosten, 20 Euro für den Prüfservice und der Rest Steuern. Insgesamt 55 Euro. Das Fazit der Betroffenen: ein echter Abzocke. Wer fünfzehn Tage weg ist, zahlt trotzdem weiter. Und wer allein lebt, frisst der Mindestbetrag jede Ersparnis auf.

Manche halten dagegen, dass sich Erdgas trotzdem rechnet, wenn man auch damit kocht. Bei drei Personen im Haushalt kann der Unterschied zu Butan auf 2 oder 3 Euro im Monat schrumpfen. Die komplette Rechnung, mit Koch- und Warmwasserverbrauch, ergibt einen erstaunlich knappen Unterschied. Doch dieser Spielraum schwindet, wenn der Verbrauch niedrig ist oder die Wohnung lange leersteht.

Butan: die günstigste und die unpraktischste Option

Butan ist ohne Diskussion die wirtschaftlichste Option. Eine Flasche kostet rund 16 oder 17 Euro und hält bei drei Personen, die sie für Dusche und Kochen nutzen, zwischen einem Monat und 35 oder 40 Tagen. Eine Familie, die vom elektrischen Speicher auf Butan umstieg, zahlte im Zweimonatsrhythmus statt 265 Euro Strom nur noch 170, danach 130 statt 180. Die Ersparnis ist erheblich. Das Problem ist nicht der Preis, sondern die Logistik: die Flasche schleppen, auf den Gaslieferanten warten, Stauraum für die Lagerung brauchen. Manche tauschen sie an der Tankstelle, wenn sie ohnehin unterwegs sind.

Moderne Butan-Durchlauferhitzer müssen nicht mehr von Hand entzündet werden. Sie laufen mit Batterie und zünden sich beim Öffnen des Hahns. Modelle mit Fönabzug und Stecker haben keine Flamme und schalten sich beim Schließen des Hahns ab. Die Temperaturregelung ist entscheidend: Die Flamme auf das nötige Minimum stellen und mit dem Hahn feinjustieren halbiert den Energieverbrauch um mehr als die Hälfte, so ein Nutzer. Im Sommer reicht eine winzige Flamme, und das Wasser kommt mehr als heiß genug heraus.

Elektrischer Warmwasserspeicher: Komfort zum Goldpreis

Ein elektrischer Speicher ist bequem, aber sein unkontrollierter Verbrauch ist brutal. Rechnungen von 80 bis 100 Euro im Monat sind laut einem Nutzer üblich. Die Lösung: ihn so programmieren, dass er in Niedertarifzeiten lädt und in Spitzenzeiten nur das Nötigste läuft. Mit einem digitalen Zeitschalter für 10 Euro sind manche von 80-100 auf 40-50 Euro im Monat gekommen, ohne Komfort einzubüßen. Kalkablagerungen am Heizelement sind ein echtes Problem, lassen sich aber mit regelmäßiger Wartung in den Griff bekommen.

Demgegenüber präsentiert sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe als effiziente Alternative. Ein System wie der Nuos mit Wärmepumpe soll sich in drei Jahren amortisieren: 1.300 Euro Anschaffung plus 1.300 Euro Betrieb gegenüber 200 plus 4.900 Euro bei einem konventionellen Speicher. Die geschätzte Ersparnis über zehn Jahre beträgt 2.500 Euro. Der Haken: Es braucht ein Außengerät und Bauarbeiten, und es kühlt den Raum, in dem es installiert ist, wenn man nicht gut lüftet.



Die Entscheidung hängt vom tatsächlichen Verbrauch ab. Für eine Einzelperson, die Warmwasser nur zum Duschen nutzt, ist Butan unschlagbar. Für eine Familie, die täglich kocht und duscht, kann sich Erdgas lohnen, wenn man die Grundgebühr akzeptiert. Ein elektrischer Speicher ergibt nur mit einem Zeittarif und strikter Programmierung Sinn. Die Prognose, mit Vorbehalt: Verschwindet Butan aus manchen Regionen, wie ein Teilnehmer befürchtet, bliebe dem Erdgas ein gefangener Markt, und die Grundgebühren könnten steigen. Dann gäbe es keine Debatte mehr.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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