Wall Street im 80er-Look: derselbe Lärm, neue Bildschirme

Ein Video von Patrick Boyle zeigt die Rückkehr der Börsen-Exzesse der 80er Jahre: Lärm, Gier und wenig Geduld.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das klassische Bild der Wall Street in den 80er Jahren – Zigarrenrauch, Schulterpolster und Adrenalin – ist in die Finanzkommentare zurückgekehrt. Der Finanz-Erklärer Patrick Boyle bringt es auf einen Satz: "The biggest jungle of them all". Sein 40-minütiges Video dokumentiert, wie Lärm, schnelles Geld und Maßlosigkeit wieder den Raum beherrschen.

Die Nostalgie auf Power Suits mit Schulterpolstern vermischt sich mit Anspielungen auf "Sens, Drugs & Rock'n'Roll" einer Zeit, in der Exzess die Norm war. Aber spannend ist nicht die Ästhetik, sondern die Deutung, die manche daraus ableiten: Das ist kein Fehler des Systems, sondern ein Merkmal.

Wall Street – in Sachen Substanz zurück in den 80ern?

Manche behaupten, der Markt verhalte sich wieder wie damals: heftige Ausschläge, Herdenverhalten und ein fast irrationaler Glaube an steigende Kurse. Der Ausdruck "it's a antiestéticature" – ein Merkmal, kein Bug – fasst diese Strömung zusammen: Die Volatilität ist kein Fehler, sie gehört zum Design.

Die Analyse endet mit einer Warnung: Dieselbe Kombination aus Gier und Lärm wie vor vier Jahrzehnten endet meist schlecht. Und die unbequeme Zahl: Das Video, das all das erklärt, dauert 40 Minuten – genau das, was jemand, der die endgültige Formel sucht, nicht zu investieren bereit ist.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (9 Antworten).

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