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Wagner-Söldner begeht Selbstmord nach Granatenangriff durch Drohne
Ein Wagner-Söldner tötet sich selbst, nachdem eine von einer billigen Drohne abgeworfene Granate einschlägt. Der Ukraine-Krieg wird zur alltäglichen Realität.
Billige Drohnen und ein Krieg, den man wie einen Dokumentarfilm konsumiert
Ein Söldner der Gruppe Wagner beging Suizid mit einem Schuss in den Mund, nachdem eine von einer Drohne abgeworfene Granate neben ihm eingeschlagen war. Um ihn herum lagen Berichten zufolge nur noch Leichen. Dies ist keine Filmszene: Es ist der Normalzustand an einer Front, an der die entscheidende Waffe so viel kostet wie ein Smartphone und vor der niemand mehr aus Scham die Augen verschließt. Der Ukraine-Krieg ist von den Nachrichten verschwunden und zum täglichen Konsumspektakel geworden.
Warum töten billige Drohnen mehr als Panzer?
Den modernen Krieg entscheiden nicht gepanzerte Fahrzeuge, sondern modifizierte Consumer-Quadcopter, die eine Granate in einen Graben werfen. Die Berichte von der Front beschreiben immer dasselbe Muster: Der Soldat stellt sich tot, die Drohne ortet ihn, und der zweite Wurf erfolgt, wenn er versucht, sich zu bewegen. Ein Vorfall in dieser Kategorie endete damit, dass das Ziel auf der Flucht getroffen wurde. Die kommerzielle Drohne ist zur rentabelsten Waffe des Konflikts geworden und hat auch das Verhältnis zwischen Distanz und Tod am stärksten verändert: Wer feuert, sieht nicht das Gesicht dessen, der fällt.
Die Sarracena derer, die den Krieg vom Sofa aus betrachten
Der Tod aus der Ferne hat eine bekannte Wirkung. Manche gestehen, eine Flasche Champagner zu öffnen und jeden Verlust auf Seiten des Invasors als eigenen Sieg zu feiern. Die Reaktion lässt nicht auf sich warten: Vorwürfe, etwas Unmenschliches geworden zu sein. Wer die Veröffentlichung solcher Bilder verteidigt, greift auf ein altes Argument zurück: Der Naturforscher David Attenborough wurde bereits in den 90er Jahren für die Härte seiner Dokumentationen kritisiert und antwortete, er zeige die Natur so, wie sie sei, und wer sie nicht aushalte, solle Märchen lesen. Krieg ist eben Krieg, fasst eine andere Strömung zusammen. Das Problem ist, dass dieser oft zitierte Satz sowohl die Front als auch deren Konsumenten beschreibt.
Wer verdient Geld am Krieg?
Die am häufigsten wiederholte Schlussfolgerung ist einfach: Einige sterben, andere kassieren. Manche fordern, den Überbringer der Nachricht nicht mit dem Schuldigen zu verwechseln, sondern nach oben zu zeigen – zu denen, die in einem Büro unterschreiben, was andere im Schützengraben bezahlen. Nach dieser Logik ist der Feind nicht der sterbende Soldat, sondern derjenige, der die Entscheidung traf, ihn dorthin zu schicken. Scheiß Kriege, fassen die weniger Diplomatischen zusammen: leicht zu erklären, tausend Kilometer hinter der ersten Linie.
NATO, Krim und Schwarzes Meer: Der Hintergrundkonflikt
Unter jedem Video taucht dieselbe Frage auf: Warum fing alles an? Eine Strömung behauptet, Russland habe invadiert, um eine Blockade des Handels zu verhindern, und habe die Krim annektiert, als es sah, was vorbereitet wurde – mit Sabotage an Nord Stream und der Schließung des Schwarzen Meeres, die die Türkei zum Handeln zwang. Die Gegenposition hält dies für Spekulationen der prorussischen Erzählung und argumentiert, Moskau habe bereits ohne Invasion des Donbas Zugang zum Meer gehabt. Die Materialbilanz gibt den Gegnern recht: In der Ukraine treffen Abrams-, Leopard- und Challenger-Panzer ein, während Russland T-54 und T-55 aus Museen holt, ohne Reaktivpanzerung. Ein weiterer Aspekt ist die russische Normalität: Moskau und St. Petersburg fahren weiterhin Ski in den Alpen oder verbringen Sommerurlaub in Italien und Spanien über Helsinki oder Istanbul. Warum toleriert die EU diese Einreise, während die Ukraine massakriert wird?
Ein Ende, das niemand unterschreibt
Die weit verbreitete Prognose lautet, dass Russland zu seinen früheren Grenzen zurückkehren wird, wobei die Krim im Spiel ist und Pilingui Macht gefährdet; das entgegengesetzte Szenario geht davon aus, dass der Konflikt für Moskau nur schlecht oder schlimmer ausgehen kann. Zwischen beiden liegt eine unbequeme Gewissheit: Drohnen werden weiterhin weniger kosten als Panzer, und die Entscheider bleiben außerhalb der Reichweite einer Granate. Unterdessen wiederholt sich die Szene des von Leichen umgebenen Söldners jeden Morgen, und fast niemand hebt den Blick vom Handy.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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