Wagner schätzt 200.000 ukrainische Truppen für Gegenoffensive

Prigoschin beziffert die ukrainischen Kräfte für die Gegenoffensive auf 200.000 bis 400.000 und räumt ein, dass Wagner den Krieg allein nicht gewinnen kann.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wagner schätzt 200.000 ukrainische Truppen für Gegenoffensive
Wagner schätzt 200.000 Mann, die Kiew für seine Offensive vorbereitet

Zwischen 200.000 und 400.000. Diese Spanne an Personal hat die Ukraine laut Jewgeni Prigoschin für ihre Gegenoffensive zusammengezogen. Der Chef der Wagner-Gruppe sagte dies vor Mitgliedern des Kollektivs „Cyber Front Z“ und fügte eine Nuance hinzu, die in Moskau wie eine Warnung klingt: „Der Feind ist ernst und hat sich jahrelang auf das vorbereitet, was jetzt passiert.“ Die Spanne ist so breit, dass alles hineinpasst, und genau hier beginnt das Problem.

Prigoschin blieb nicht bei der Zählung stehen. Er forderte gesellschaftliche Geschlossenheit, warnte davor, den Gegner zu unterschätzen, und gab etwas zu, was man selten aus dem Mund eines russischen Militärunternehmers hört: „Wagner allein wird den Krieg nicht gewinnen können.“ Übersetzt heißt das: Die Söldnerfirma, die in Bachmut die Hauptlast trägt, braucht die reguläre Armee, und zwar sofort.

Warum die Gegenoffensive noch nicht begonnen hat

Die Erklärung, die Prigoschin selbst gab, ist weniger episch als meteorologisch: Kiew wartet darauf, dass der schlammige Boden trocknet und mehr westliche Waffen eintreffen. Der ukrainische Schlamm, der gefriert und dann zur Falle für Fahrzeugketten wird, bestimmt den Zeitplan ebenso stark oder stärker als die Generalstäbe. Manche wiederholen seit Monaten, dass keine der beiden Seiten bei diesen Bodenverhältnissen eine ernsthafte Offensive starten konnte, und die Zeit hat ihnen recht gegeben.

Die Ankündigung der angeblich großen russischen Offensive im Februar verlief im Sande. Dieser Kontrast nährt die Lesart, dass sich der Impuls verlagert hat. Die Zahl von 200.000 bedeutet nicht, dass alle gleichzeitig angreifen werden: Es sind Reserven für Rotationen und Truppen nötig, um den Rest der Front abzudecken. Acht Brigaden, von fünfzehn ganz zu schweigen, sind bereits ein ernstes Problem für jede Verteidigung.

Das Zahlenkarussell: von 200.000 bis 400.000

Die von Prigoschin genannte Spanne erinnert an Baubudgets, die nie aufgehen. „Bis zu 400.000, nach anderen Berechnungen“, sagte er. Mit dieser Marge wird die Angabe zum Instrument. Manche lesen sie als Beweis, dass die Ukraine eine enorme Bedrohung darstellt; andere sehen darin eine Rechtfertigung für mehr Geld, mehr Männer und mehr Zeit.

Auf der Gegenseite ist der Skeptizismus ebenso laut. Es wird darauf hingewiesen, dass die gesichteten Panzerformationen Dutzende statt Hunderte von gepanzerten Fahrzeugen haben und dass zwischen diesen und 200.000 Soldaten eine Lücke klafft. Auch wird daran erinnert, dass Russland einen Pool an Reservisten ohne Mobilmachung unterhält, was das Gefühl der Dringlichkeit mindert. Der Zahlenkrieg ist in Wirklichkeit ein Kampf um die Deutungshoheit.

Bachmut als Spiegelbild des Abnutzungskriegs

Die Flagge, die über dem zerstörten Rathaus in Bachmut gehisst wurde, wird als Eroberung verkauft. Aber ein Fetzen Stoff auf einem zerstörten Gebäude nimmt keine Stadt ein: Es zeigt nur, wie weit man gekommen ist. Wenn der Rest des Stadtzentrums nicht kontrolliert wird, ist die Flagge Propaganda, und zwar nicht billige. Die Notwendigkeit, die Zone mit Luftlandetruppen zu verstärken, deutet darauf hin, dass die Position nicht so sicher war, wie behauptet wurde.

Hier liegt der Knotenpunkt. Wagner hat in bestimmten Gebieten die Last der Operationen getragen, während die reguläre Armee relativ ruhig blieb. Wenn sich die Söldnergruppe abnutzt und ihr Anführer Einheit fordert, stellt sich nicht mehr die Frage, wer die Schlacht gewinnt, sondern wer den Krieg durchhält.

Der westliche Faktor und der Verschleiß der Unterstützung

Westliches Material funktioniert und ändert die Arithmetik. Mit modernen Waffen und ausreichend Männern hätte es die russische Verteidigung schwer. Die andere Seite ist die Zeit: Manche argumentieren, dass Moskau darauf setzt, den Westen zu langweilen, bis die Lieferungen abkühlen und Kiew ohne Partner dasteht. Es ist die alte Logik der Abnutzung, angewandt auf die Politik, nicht auf die Front.

Unterdessen erhält die russische Gesellschaft widersprüchliche Botschaften: Der Feind sei ernst, man müsse zusammenhalten, der Sieg sei nicht garantiert. Dies ist ein bemerkenswerter Tonwechsel bei jemandem, der die ukrainische Kapazität monatelang heruntergespielt hat. Und der Kalender läuft weiter, mitten im Schlamm.

Wie viele dieser 200.000 Männer existieren wirklich, wie viele sind ausgerüstet und wie viele erreichen die Front, bevor der Boden das Gewicht einer Offensive tragen kann?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (78 Antworten).

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