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Vox lehnt 800-Euro-Zahlung für irreguläre Migranten in Valencia ab
Vox hat keine Zahlung von 800 Euro an irreguläre Migranten unterstützt, sondern die Renta Valenciana de Inclusión verschärft. Das Gerücht erregt die Parteibasis.
800 Euro für Irreguläre: Das Gerücht, das Vox Valencia entlarvt
Vox Valencia hat angeblich für eine Zahlung von 800 Euro an irreguläre Migranten gestimmt. Wer hierher kam, um genau das zu lesen, kann aufatmen: Es ist nicht passiert. Was im Les Corts Valencianes tatsächlich abgestimmt wurde, ist eine Reform der Renta Valenciana de Inclusión (RVI), die den Zugang nicht erweitert, sondern einschränkt. Das Gerücht verbreitete sich innerhalb weniger Stunden in den sozialen Medien, entfachte die Wut der radikaleren Parteibasis und legte eine interne Spaltung offen, die schon länger schwelte.
Was ist die RVI und warum sprach bisher niemand darüber?
Die RVI ist eine regionale Leistung zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung, die es mindestens seit 2007 in verschiedenen Formen gibt. Der monatliche Betrag liegt bei rund 800 Euro, einer Zahl, die nie zuvor ein so intensives Debattenthema war. Der Grund für den Aufruhr ist nicht die Höhe des Betrags, sondern wer ihn beziehen darf. Die zwischen PP und Vox vereinbarte Reform führt das Prinzip der „nationalen Priorität“ ein: Für den Bezug der Hilfe wird ein durchgehender Mindestaufenthalt von drei Jahren im Melderegister vorausgesetzt, statt der bisher geforderten zwölf Monate. Und was am wichtigsten ist: Die neue Fassung schließt Personen mit irregulärem Aufenthaltsstatus ausdrücklich von diesen strukturellen Leistungen aus, außer in Fällen akuter Lebensgefahr.
Der Pakt zwischen PP und Vox: So wurde die Hilfe verschärft
Die Abstimmung war kein spontaner Akt. Vox unterstützte die Verschärfung aktiv durch Transaktionsänderungsanträge, die mit dem PP ausgehandelt wurden. Das Ergebnis: PP und Vox stimmten dafür; PSPV und Compromís dagegen. Kritiker argumentieren, dass das Abkommen das soziale Sicherheitsnetz zerstört; Befürworter entgegnen, dass die frühere Version, vorangetrieben vom Botànic-Bündnis, ein Schlupfloch war und die Hilfe nun nur noch denen vorbehalten ist, die eine echte und dauerhafte Verankerung nachweisen können. Niemand bestreitet, dass die Partei, die als Vorkämpferin gegen irreguläre Migration auftritt, faktisch erreicht hat, dass diese Menschen die Leistung nicht erhalten. Das Unbehagen wächst, wenn man die Situation der Selbständigen vergleicht: Mehrere Analysen zeigen, dass ein selbständig Erwerbstätiger mit 45 Beitragsjahren möglicherweise weniger als diesen Betrag erhält. Die Summe von 800 Euro wird damit zum politischen Kampfmittel gegen einen Staat, der „den irregulär Ankommenden belohnt und den lebenslang Beitragszahlenden bestraft“. Einige Experten weisen zudem darauf hin, dass die Europäische Union Teile der Fonds an die Einführung strengerer Wohnsitzauflagen für Sozialleistungen knüpft.
Aufgebrachte Basis: Verrat, Pragmatismus und das Gespenst des „grünen PSOE“
Die Reform hat das strategische Dilemma von Vox wiederbelebt. Mit nur 13 Abgeordneten im Les Corts kann die Partei ihr Programm nicht ohne Kompromisse umsetzen. Und jeder Kompromiss kostet sie Gunst bei der Basis. Der orthodoxe Flügel sieht im Abkommen mit dem PP die Bestätigung, dass Vox zum Subunternehmer des Establishments geworden ist: gleicher Genuss, gleiche Ergebnisse. Der pragmatische Flügel erinnert daran, dass das frühere Gesetz, geschaffen von der valencianischen Linken, gegenüber irregulären Migranten viel großzügiger war und nun erstmals eine echte Hürde eingeführt wird. Dazwischen stehen jene, die keiner Partei mehr trauen: dieselben, die gestern Härte forderten, sehen heute Vox als Teil des institutionalen Mobiliars.
Das abschließende Paradoxon: Das Gerücht hat Vox mehr geschadet als die Reform selbst. Das Bild einer Partei, die Almosen verteilt, hat sich in einem Wahlvolk festgesetzt, das jedem Entgegenkommen gegenüber Migranten misstraut. Die Realität, nüchterner und nützlicher, ist, dass Vox seine 13 Sitze genutzt hat, um eine seit Jahrzehnten bestehende Leistung zu verschärfen. Wenn dieser Vorfall etwas zeigt, dann dass politischer Pragmatismus einen wahlpolitischen Preis hat. Die Frage ist, wie viele Wähler bereit sind, diesen zu zahlen. Wenn Sie das nächste Mal eine Schlagzeile über verschenkte Gelder an Irreguläre lesen, prüfen Sie das Kleingedruckte: Wahrscheinlich steht dort das genaue Gegenteil.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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